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Aus der Stadt Schießerei: Hinweise zu Autos und Opfer gesucht
Hannover Aus der Stadt Schießerei: Hinweise zu Autos und Opfer gesucht
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17:00 24.03.2017
Nach einem schwarzen Audi Q5 mit HX-Kennzeichen und einem schwarzen Mercedes AMG c63 mit HB-Kennzeichen sucht nun die Polizei. Außerdem will die Polizei wissen, ob jemand das Opfer vor der Tat gesehen hat. Quelle: Thomas/M
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Hannover

Der 25-jährige Mann aus Mazedonien ist bei einer Schießerei an der Weißekreuzstraße neben dem Andreas-Hermes-Platz am Mittwochabend erschossen worden. Er erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Laut Polizeiangaben sollen an der Auseinandersetzung gegen 23 Uhr zwei Personengruppen beteiligt gewesen sein. Wie viele Täter beteiligt waren, ist bislang ebenso unklar, wie der Grund der Auseinandersetzung.

Die Polizei hat mittlweile bestätigt, dass sich ein 26 Jahre alter Mann noch am Donnerstag gestellt hat. Sein Anwalt teilte mit, dass er sich wegen Verletzungen im Krankenhaus behandeln lasse. Er wurde daraufhin vorläufig festgenommen und soll noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Gegen ihn wird wegen Totschlags ermittelt, das zumindest teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Ermittler setzen nun auf Hinweise von Zeugen, die zwei auffällige Autos gesehen haben, mit denen eine Gruppe anreiste, die an der Auseinandersetzung beteiligt war: Es handelt sich um einem schwarzen Audi Q5 mit "HX"-Kennzeichen und einem schwarzen Mercedes-AMG C63 mit "HB"-Kennzeichen. Mit diesen Fahrzeugen ist die Gruppe zuvor von Bremen nach Hannover gefahren.

Außerdem hat die Polizei ein Foto des 25-jährigen Opfers herausgegeben. Davon erhofft sie sich Zeugenaussagen, die etwas über Aufenthalt des Mannes vor der Tat mitteilen können.

In der Nähe des Hauptbahnhofs ist es am späten Mittwochabend zu einer Schießerei zwischen zwei Gruppen gekommen: Dabei wurde ein 25-jähriger Mann getötet. Die Täter sind bisher unbekannt.

Die tödliche Schießerei begann gegen 23 Uhr an der Hamburger Allee/Ecke Lister Meile und verlagerte sich dann in Richtung Andreas-Hermes-Platz. „Es sind mehrere Schüsse gefallen“, sagt Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer. Zeugen berichten von bis zu sechs. „Als ich vom Balkon sah, lag ein Mann auf dem Gehweg, ein zweiter kniete schreiend neben ihm“, sagt Anwohnerin Renate Maria Günther.

Die Nacht der Gewalt am Raschplatz – Reaktionen von Anwohnern und Geschäftsleuten.

Die Spurensicherung dauerte bis tief in die Nacht, Spürhunde waren im Einsatz. Mehrere Personen wurden für Aussagen mitgenommen. Am Donnerstagmorgen kehrten die Ermittler noch einmal in die Weißekreuzstraße zurück. Inzwischen führt die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen.

Von den Schüssen wurde bis auf den 25-Jährigen niemand verletzt – womöglich pures Glück. Im benachbarten Raschplatz-Pavillon feierten zudem Hunderte Menschen ein Frühlingsfest, während draußen die Schüsse fielen. Zwei Kugeln durchschlugen in der Weißekreuzstraße auf Kopfhöhe zwei Fensterscheiben eines zu dem Zeitpunkt geschlossenen Geschäfts.

Kugel stammt aus einer starken Feuerwaffe

Ein dritter Querschläger der vermeintlichen Tatwaffe zerstörte die Fensterscheibe eines Penthouses im mehr als 200 Meter entfernten Bredero-Hochhaus. Der Bewohner im 23. Stock hatte mehrere Schüsse auf der anderen Seite des Andreas-Hermes-Platzes gehört. Kurz darauf schlug eine Kugel in seine Wohnung ein. Niemand wurde durch den Querschläger verletzt.

Für die Entfernung brauche es allerdings nicht einmal eine besonders großkalibrige Waffe, sagt Raffaele Tagliamonte, Präsident des Landesverband des Bundes Deutscher Sportschützen: „Ein gewöhnliches Geschoss, beispielsweise vom Kaliber 9 Millimeter, wie es auch Polizei und Bundeswehr in ihren Pistolen verwenden, reicht vollkommen aus, um eine Scheibe auf diese Entfernung zu zerstören.“ Ein solches Projektil sei etwa acht Gramm schwer und lege etwa 350 Meter in der Sekunde zurück – mehr als Schallgeschwindigkeit.

Die Schussweite der halbautomatischen Walther P1, die lange Zeit Standardpistole der Bundeswehr war, liegt bei 1600 Metern. Eine Kugel kann auch auf mehrere Hundert Meter Entfernung tödlich sein.   

Polizei sucht Zeugen

Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer (0511) 109-5555 beim Kriminaldauerdienst zu melden. 

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilt, hat der Fall nichts mit dem Angriff auf einen Obdachlosen unweit des Tatorts am selben Abend zu tun. Dabei war ein Mann am Raschplatz mit einem Pflasterstein angegriffen und dabei lebensgefährlich verletzt worden.

man/pah/be

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