Erstmals in der Geschichte des deutschen Fußballs wurde ein verstorbener Spieler mit einer Feier dieser Größenordnung gewürdigt. Robert Enkes Sarg war im Mittelkreis des Spielfeldes aufgebahrt worden und wurde schließlich von 96-Spielern aus dem Stadion getragen.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) würdigte Enke als sportliches und menschliches Vorbild. Er sei ein bescheidener, stiller und zurückgenommenen Star gewesen. Enke sei bei allen sportlichen Erfolgen immer ein Mensch geblieben, der Geduld und Zeit für seine Fans hatte, sagte Wulff. Umso mehr erschüttere sein Tod, das lange Geheimhalten seiner schweren Krankheit. Der Öffentlichkeit hatte Enke nie von seinen Depressionen erzählt – aus Angst, dann als Versager zu gelten und seinen Beruf als Fußballer aufgeben zu müssen.
Der Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), Theo Zwanziger, appellierte an die Eltern: „Wenn ihr daran denkt, ob eure Kinder einmal Nationalspieler werden können, denkt nicht nur an den Schein, denkt auch an das, was im Menschen ist, an Zweifel und an Schwächen.“ Zugleich könne der Fußball aber auch ein „starkes Stück Leben sein, wenn wir nicht nur wie Besessene den Höchstleistungen hinterherjagen – nicht um jeden Preis“.
Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) sagte, seit Dienstagabend verharre die Stadt in tiefer Trauer.Die Menschen seien „fassungslos, sprachlos und vor allem tieftraurig“. Aber es sei auch „warm“ – die Stadt sei „ganz eng zusammengerückt“. Der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, betonte, nur ganz wenigen Menschen werde „eine derartige Anerkennung zuteil“ wie Enke.
Im Anschluss an die Trauerfeier wurde Enke im engen Familien- und Freundeskreis in Empede bei Hannover neben seiner Tochter Lara beigesetzt. Das Mädchen war 2006 im Alter von zwei Jahren an einem schweren Herzfehler gestorben. Vereinzelt gab es allerdings auch Kritik an der Form der Trauer in Hannover. Prof. Rolf Wernstedt, der Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, monierte am gestrigen Volkstrauertag die „gewaltige Inszenierung“ der öffentlichen Trauer für den Fußballer, durch die „der Tod zur Ware wird“.
von Volker Wiedersheim, Simon Benne, Tatjana Riegler und Felix Harbart
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Kommentare
5 Monate später opus – 08.04.10
auch weiterhin in Trauer...... andre – 22.11.09
Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.Warum nicht? Meine Meinung – 19.11.09
Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.Einfach nur mitfühlen Britta – 17.11.09
Warum fällt es einigen Mitmenschen so schwer zu akzeptieren, dass wir Trauer in unserem Leben zulassen müssen. Die spontane Beileidsbekundung der Hannoveraner ist eine einmalige und wunderbare Geste. Ich wünsche Teresa Enke jede Menge Mut und Kraft, diesen Schicksalsschlag zu meistern.@zu tiefst Betroffener Besinnung – 17.11.09
Ich Grüße Sie!Durch Ihre Offenheit und das Sichaussprechen, können viele andere Menschen vielleicht besser ermessen, was es bedeutet erkrankt zu sein. Auch das „Depression“ nichts mir der „deutschen Melancholie“ oder mit einem „burn out“ zu tun hat. Es ist eine Krankheit. Wir sollten guter Hoffnung sein, da jetzt schon ein Mitspieler/Mannschaftskamerad von Robert Enke in einem Interview an dieser Stelle auf HAZ-online erklärte, dass er von der Krankheit Robert Enkes wusste.
Es gibt einen Fortschritt. Die Auseinadersetzung kann für andere Menschen zum Anlaß werden, ihre Vorstellungen von der menschlichen Existenz und vom Leben zu erweitern um zu lernen. Alle Erkrankten würden in die Lage versetzt, ihre Wahrnehmungen und Erfahrungen öffentlich mitzuteilen, weil sie wirklich etwas zu sagen haben.
niemals never – 17.11.09
An die Diktaorischen Löscher der HAZ: Danke dass ihr alle Kommentare löscht die sich GEGEN das Massen-Trauerspiel der deutschen aussprechen!manmanman gibtsnet06 – 17.11.09
Kommentar von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.Robert Enke hatte Depression ein zutiefst Betroffener – 17.11.09
BESINNUNG, zuerst einmal darf ich Ihnen für Ihre positiven, aufbauenden Gedanken danken. Schade dass nicht mehr Menschen so verständnisvoll sind.ein Zeit des Outing der eigenen Depression ist längst noch nicht reif und.....ROBERT ENKE wusste es wohl auch.
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass eine menschliche Tragödie wie der Tod derart unterschiedliche und zum Teil sehr verletzende Reaktionen auslösen konnte.
Alle meine Gedanken sind bei den Leidtragenden, der Familie Enke, dem Lokführer und dessen Familie.
Tödliche Depression Besinnung – 16.11.09
Vier bis fünf Millionen leiden in Deutschland an einer ernsthaften Depression. Oft endet sie tödlich. Vielleicht ist die Depression von allen Krankheiten eine der unverständlichsten. Es gibt sie in unzähligen Varianten, sie ist nicht zu fassen, schwer zu messen. Doch jetzt, nachdem ein Torwart ihr Opfer wurde, gibt es den Versuch, sich ihr zu stellen. Robert Enkes Tod ist für alle, die ihn kannten eine Tragödie.Robert Fairplay – 16.11.09
Sebastian Lukas ,das ist ein guter Kommentar! Danke!
ROBERT ENKE VORSCHLAG – 16.11.09
An die HAZ- Redaktion:Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Ich bin ein absoluter Befürworter der Pressefreiheit und finde es gut, dass Ihre Leser weitestgehend uneingeschränkt Ihre Meinung saagen können. Das ist in dieser Form bei anderen Printmedien in Deutschland nicht der Fall. Überrascht hat mich daher heute Abend, dass in der Neuen Presse zu dieser Tragödie von Rober Enke kein einziger Leserbrief mehr erschien. Vielleicht ist es angebracht, die Kommentarseite der HAZ zu diesem Thema vorübergehend zu schliessen. Im Übrigen sollte die HAZ auch einmal überlegen, dass Kommentare demnächst nur über eien Passwortzugang mit öffentlicher namentlicher Darlegung des Kommmentators erfolgt. Viele Punkte Ihrer Nutzungsbestimmungen erledigten sich damit automatisch.
Dumme Kommentare Sebastian Lukas – 16.11.09
warum regen sich so viele auf und heizen das Thema damit selbst immer wieder an?@ RCA
Zitat:
"Die Inszenierung glich einer Papstbestattung, oder der Lady Di."
selbst wenn es so wäre, na und, wo ist der Unterschied zwischen den Menschen? Alle haben trauernden Menschen viel bedeutet!
Sehr geehrter Prof. Rolf Wernstedt, der Tod wurde durch die Aufbahrung im Stadion keinesfalls zur Ware, es bot vielen Menschen die Möglichkeit sich von ihrem "Idol" zu verabschieden. Und da die Trauerfeier jeder besuchen konnte ist es auch gut für so eine Persönlichkeit das ganze im Fernsehen zu übertragen. Sicherlich verstehe ich auch all diejenigen die sagen bei "meinem Bekannten" o.ä. hat es auch keinen interessiert. Ist doch auch logisch, wie viele kannten ihn/sie denn?
Bitte lasst doch einfach die Leute die trauern wollen trauern. Wenn es euch nicht interessiert dann schaut es euch nicht an. Jeden Tag gibt es Nachrichten die mich nicht interessieren, aber deswegen rege ich mich nicht darüber auf.
Zeitpunkt Moi – 16.11.09
@ Jörg Allner, egal, etc:jeder darf in Deutschland seine Meinung frei äußern.
Aber schaut mal im bitte im Duden unter
a) völlig unpassender Zeitpunkt
b) Pietät
An diesem einem Tage und unter diesem einem Artikel hättet ihr schweigen können, nein müssen!
Robert Enke Gotthard Braun – 16.11.09
Diese Trauerorgie muß schon wegen ihrer extremen Ausprägung nachdenklich machen.Sie ist ein drastisches Zeichen für die Schizophrenie in der Gefühlswelt unserer Gesellschaft. Die gewiß aufrichtigen Gefühle, die jetzt den Toten im Überschwang begleiten, hätten ihn vor dem Tod bewahrt, wenn er damit hätte rechnen können, daß man seinen psychischen Problemen auch nur mit annähernd so viel menschlischer Anteilnahme begegnen würde.So aber hatte er schon erfahren, daß er - natürlich völlig korrekt und sachlich - von den zuständigen Funktionsträgern aus dem Nationalteam aussortiert worden war, und er konnte sicher sein, von den Fans gnadenlos ausgepfiffen zu werden, die die Leistung nicht stimmte.
Deshalb kann man unschwer vorhersagen, daß er und all die schönen Worte fast ebenso schnell vergessen sein werden wie die Tränen der Funktionsträger und Fans trocknen.
Krankheit Besinnung – 16.11.09
Der Torhüter Herr Enke war ein Meister seines Faches. Auf dem Platz ein „Held“ und im wirklichen Leben ein Unbekannter. Es geschieht häufig das die „Rolle“ (Beruf, Funktion etc.), mit der privaten Person verwechselt wird. Wie der Fußballspieler Enke als Projektionsfläche genutzt wird, ist schon bedenkenswert. Fans suchen scheinbar ein Idol, um es zu verehren und dadurch zum Beispiel das eigene Ich aufzuwerten, ohne eigene Anstrengung. Sie suchen einen öffentlichen Stellvertreter für sich. Daher auch die Aussage von Fans: “Warum hast du uns das angetan?“ Zunächst sollte man aber akzeptieren, dass die Person Robert Enke schwer krank war. Wie viele andere Menschen auch. Thema ist aber hier niemals die schwere Erkrankung, sondern die Krankheit, die Phantasien auslöst. Erklärungen wie z.B. „er hatte Versagensangst“, machen den Fußballspieler Enke noch interessanter. Herr Enke hat seinen gesellschaftlichen Auftrag erfüllt- in der Funktion als Torhüter von Hannover 96. Und jetzt sollten sich auch die Fußball-Profivereine für diese Art der Krankheit öffnen. Es ist höchste Zeit.Geste an die Fans Anneke – 16.11.09
Frau Enke hat sicher andere Sorgen, als den Tod ihres Mannes finanziell zu nutzen. Ich verstehe die Trauerfeier als eine Geste und ein Dankeschön an die Fans. Diese konnten sich verabschieden und meiner Meinung nach war die Feier sehr würdevoll und angemessen, auch wenn auch ich vorher skeptisch war. Aber jetzt Frau Enke finanzielle Motive für diese Geste zu unterstellen, finde ich pietätlos und pervers!Tschüss, Robert Mimi – 16.11.09
Ich empfand die Trauerfeier als sehr schön. auch wir fans konnten uns verabschieden. Danke Frau Enke. Viel Krauft für Sie und die Mannschaft, die sicher noch ein Stück mehr zusammengerückt ist, in diesen Tagen.Und an alle die sich an dieser Thematik gestört fühlen: behaltet eure überflüssigen Kommentare doch für euch, nur weil sich keiner für euch interessiert. danke
@ein zutiefst Betroffener Besinnung – 16.11.09
Zunächst nocheinmal vielen Dank für Ihre Offenheit in Ihren Beiträgen. Wir sollten Herrn Enke nicht als Projektionsfläche für „alle möglichen Dinge“ benutzen, weil jedes menschliche Leben natürlich einzigartig ist und nicht vergleichbar. Wir tun das aber doch unbewusst, weil wir in der Öffentlichkeit (hier die Medien) „Stellvertreter“ für unser Leben suchen, für unser eigenes Ich. Wir Menschen sind ja immer vor die Aufgabe gestellt, die natürliche Unsicherheitslage unserer menschlichen Existenz immer wieder ins Lot zu bringen oder es zumindest immer wieder zu versuchen. Auch Fragen nach den verschiedenen Möglichkeiten zu leben, oder auch auf die sich möglicherweise aufdrängenden Fragen wie komme ich mit dieser Existenz zu Rande. Der Umgang mit diesen Fragen, das Erproben und Prüfen möglicher Antworten, gehört zur Lebensweise des Menschen. Der Mensch lebt eben nicht nur „in der Welt“, „in sozialen Zusammenhängen“, sondern immer auch in einer „bestimmten“ Welt, einer „bestimmten“ gesellschaftlichen Umgebung.ein bewegender Abschied ein zutiefst Betroffener – 16.11.09
als zutiefst Betroffener ist man möglicherweise noch mehr und eher als viele Menschen geneigt, sich mit dem Tod und seinen Umständen zu befassen.Als Betroffener möchte man Antworten auf zu viele Fragen.
Es gibt sie nicht.
Robert Enke, ein Mensch der sich ganz offenbar im Leben rein menschlich "bewährte" und deshalb bekundetermaßen so sehr geschätzt wurde,
ein Mensch, der gerne Verantwortung für sich und andere auf sich nahm,
ein Mensch, der nie von anderen etwas verlangte und doch so viel zu geben bereit war
traf für sich, quasi de profundis, die schwerste Entscheidung seines Lebens.
Ich kann nicht begreifen, wie Menschen (Kommentatoren) angesichts dieser Tragödie, derart indolent und selbstgefällig sich anmaßen, ein Urteil abzugeben über eine ursächliche Krankheit,die zu seinem Tod führte, von der sie keine Ahnung haben, weil es sie nicht interessiert und weil sie selbst nicht davon betroffen sind.
Manche Kommentare sind doch schlichtweg deplaciert .
Frau Enke, die gute starke Frau an Robert Enkes Seite, wahrscheinlich der wirklich einzige Mensch, der mit ihm litt, mit ihm lachte und weinte und bedingungslos zu ihrem Mann hielt, in guten wie in schlechten Zeiten, wird sich eines Tages in die Trauerbewältigung begeben und alles aber auch alles lesen und wissen wollen, was in der traurigsten Zeit über ihren Mann geschrieben und gesagt wurde wurde.
Mit unverständlichen, verletzenden, nur oberflächlichen Angriffen auf Robert Enkes entsetzliche Entscheidung wird man dem Mann wahrlich nicht gerecht und verletzt damit diese arme Frau nur unnötig und verdammt unfair.Frau Enke und die gesamte Familie.
Auch, und nur das bitte ich alle unhöflichen Menschen zu bedenken, Robert Enke hatte nicht den geringsten Einfluss darauf, ob er unter Depressionen leiden wollte oder nicht, nein.
Hätte er einen gangbaren Weg für sich gesehen, er wäre er ihn auch gegangen.
Daran glaube ich zutiefst.
Mehr Tore. Mehr Netto. Mehr ... (Übersicht???) CC – 16.11.09
Schade, schade, dass den Organisatoren - womöglich versehentlich - entgangen ist, die feste AWD Bandenwerbung zeitweilig zu verhängen. "Mehr Tore. Mehr Netto. Mehr...(AWD)" - das "brüllend" von der Tribüne im weiten Rund war geradezu ein Bruch mit dem Anlass des Ganzen seiner Intention, der Redeninhalte usf. - Von unschätzbaren hoch kommerziellen Werbewerten gratis für den AWD dadurch mag ich gar nicht sprechen.Zuviel RCA – 16.11.09
So ehrenhaft Robert Enke als Sportler und Mensch gewesen ist, sollte er doch nicht überhöht werden.Die Inszenierung glich einer Papstbestattung, oder der Lady Di.
Zuviel ist Zuviel, zumal der Suizid auch andere betroffen hat, siehe Ehefrau, aber vor allem auch die Lokführer, die ihr Leben jetzt warscheinlich mit einem Trauma rumlaufen müssen.
Deshalb sollte man, wenn man ehrlich ist, schon den Freitod Enkes in seiner Dimension abwägen.
Es gibt im Leben noch mehr als Fußball Besinnung – 16.11.09
Wenn Ihnen die gesellschaftliche Tragweite des Themas nicht bewusst ist, und sonst auch nichts dazu zu sagen haben, dann schweigen sie doch bitte an dieser Stelle und stellen sie die Beschimpfungen ein. Es geht hier auch um vielfältige Tabuthemen wie z.B. Depression im Sport und in der Gesellschaft. Offenheit ist der erste Schritt. Schuldfragen und verantwortungsvolles Handeln stellen sich. Lesen sie hierzu an dieser Stelle den guten Beitrag von „ein zutiefst Betroffener.“Trauer selbst – 16.11.09
Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.Nun ist aber mal gut Egal – 16.11.09
Man sollte bedenken, Enke wurde nicht umgebracht und ist keiner Naturkatastrophe zum Opfer gefallen, er hat sich selbst getötet!!Und wer denkt an den Bahnfahrer, der wird seines Lebens vielleicht nicht mehr froh?!
Nein stattdessen wird es über die Medien ausgeschlachtet, und dann aufgebarrt in der Arena, wie pietätlos ist das denn?!
Die gute Frau Enke ist ja abgesichert, verdient jetzt auch noch gut am Medienspektakel.
Mag sein das er ein guter Mensch war, aber man sollte es doch nicht übertreiben! Und mal ganz ehrlich, wäre es mit seiner Depression bekannt geworden, hätten doch die gegnerischen Fans bestimmt ein paar nette Kommentare wie "Heul doch" "Weichei" ...
Ärgerlich... Carsten aus HI – 16.11.09
Was für armselige Kreaturen geben denn hier ihre Kommentare ab? Eure Sorgen möchte ich haben.Einen wie Robert Enke muss man lange suchen. Sehr viele Menschen haben ihn verehrt und trauern; jeder auf seine Weise. Ob die HAZ an den Anzeigen Geld verdient, eine Trauerfeier in einem Fussballstadion nach eurem Geschmack ist oder was ihr auch sonst noch zu meckern habt, interessiert die trauernden Menschen in Hannover überhaupt nicht.
Verschont uns mit euren Sch...s-Kommentaren. Es ist beschämend!
"Der Tod als Ware" Besinnung – 16.11.09
Ja, Herr Prof. Wernstedt, der gesellschaftliche Umgang mit anderen Menschen kann nicht unter einer übergreifenden Idee stehen. Da hört die Gemeinschaft auf. Da sind die Grenzen. Ich persönlich stelle den Einzelnen vor die Gemeinschaft. Das Leben besteht aus lauter Einzelfällen. Personen mit ihrer Individualität gilt es zu schützen, auch vor ihrer Vermarktung nach dem Tode. Keine noch so gut gemachte „Trauer-Inszenierung“ kann das ersetzen. Der Tod wird zum Medien-Produkt. Einige sollten jetzt damit beginnen, sich zu fragen, was sie für ein Menschenbild haben.@ ein zutiefst Betroffener. Wie Sie sich an dieser Stelle persönlich aussprechen, Respekt und Hochachtung für Ihre Offenheit. Vielen Dank für Ihren guten Beitrag!
"Peinlichkeitsoptimierer" nn – 16.11.09
...nicht nur die Medien, auch die"Finanzoptimierer". Fans konnten diese Peinlichkeit für einige Minuten mit ihren Transparenten
verdecken... Hochinteressant!
Abschied von Robert Enke ein zutiefst Betroffener – 16.11.09
als ich am 10.November spätabends ohne nähere Hintergrund-Information erfuhr, dass ROBERT ENKE zu Tode gekommen sei, versetzte es mir regelrecht einen Stich in die Herzgegend.Ich war und bin ebenfalls betroffen.
Ich musste daran denken, welch hartes Schicksal dieser junge Mensch und seine Familie bereits auszuhalten hatte und nun sein Tod
Er war doch noch so jung,
so sympathisch und stets leise wirkend, oft für andere
so vielversprechend und erfolgreich,
im Empfinden vieler so menschlich.
ein so begnadeter Torwart.
Auch musste ich sofort an seine wunderbare starke Frau, die kleine Tochter aber auch an die gesamte Familie des Robert Enke denken.
Wie geht die Familie mit dieser grausamen Wahrheit um?
wie werden sie diesen erneuten Schicksalsschlag verkraften?
Was war geschehen?
Tags drauf erfuhr jeder Interessierte, was passiert war.
Meine Traurigkeit über die ganze menschliche Tragödie wuchs und wurde intensiver.
Nun musste ich zwangsläufig auch an den bedauernswerten Lokführer denken; wie wird dieser Mann mit all dem nur fertig werden können?
Auch ich leide unter fürchterlichen Schüben von Depression,vielleicht kann man es aber auch als ein posttraumatisches Bewältigungs-Syndrom bezeichnen, denn ich bekam die Depression (ich nenne es Migräneanfälle der Seele) erst spät und leide seit einigen Jahren darunter.
So wenig, wie ich über Migräne so richtig wusste und weiss, so wenig wusste ich über Depressionen, konnte es mir einfach nicht vorstellen. Bis ich selbst davon betroffen wurde.
Vorausgegangen war, dass mir (uns) auf dem Höhepunkt unseres beruflichen Erfolges unsere gesamte jahrelang sorgfältig ausgebaute Selbständigen-Existenz brutal, kriminell und wahrhaft theatralisch inszeniert, vernichtet wurde.
Vernichtet von Leuten, denen die Würde des Menschen gem.Art.I GG gar nichts bedeutet, bei denen nur Geld und Geschäfte auf Kosten anderer wichtig sind.
Sehr angesehene Beziehungs-Karrieristen mit unglaublichen Beziehungen in alle Spitzen um jeden Preis unsere selbständige Existenz im Herzen Hannovers mit allen Mitteln vernichteten um sie sich selbst einzuverleiben.
Ich verlor meine Existenz.
Ich verlor meinen Glauben an Recht und Gesetz
Ich verlor liebgewordene Freunde, weil ich mich mehr und mehr zurückzog
Nichts war mehr wie es war.
Ich saß in meinem großen Haus vor den Toren Hannovers und grübelte und grübelte und grübelte und....kam zu keinem verwertbar guten Ergebnis.
Je mehr ich grübelte, um so schlimmer wurde es.
Es zog mir immer mehr den Boden unter den Füßen weg, wenn ich mal wieder "so einen Schub aus heiterem Himmel" bekam.
Lediglich meine Frau und unsere beiden Söhne standen und stehen dann (vorher natürlich auch) stets loyal und wie ein Fels in der Brandung hinter mir.
Dass ich heute noch lebe, ist das Verdienst meiner kleinen Familie, die bis heute vielleicht etwas ahnt aber nichts weiss und ebenso feinfühlig wie ich, nicht darüber sprechen, weil ich das nicht kann und will.
Niemand, der nicht betroffen ist, kann sich auch nur vorstellen, was passiert, wenn man eine Depression bekommt, von einem Augenblick zum anderen und dann mit einer unglaublichen Brutalität.
So etwas kann man gewiss nicht sehr lange aushalten, es sei denn, man begibt sich in kompetente ärztliche Betreuung und hat eine intakte Familie die hinte einem steht.
Auch ich dachte bereits mehr als einmal daran, etwas Unvernünftiges, Endgültiges zu tun, doch das ist leichter gedacht als getan.
Mit der Zeit lernt man sich im wahrsten Sinne des Wortes zu benehmen, man schauspielert, damit niemand hinter die ansonsten doch so freundliche Fassade schaut.
Doch im Innern frisst es einen regelrecht auf.
Man kann nicht mehr, ist leer und restlos ausgebrannt, man will nicht mehr.
Man will nicht mehr, man kann nicht mehr. Man will endlich Schluß machen mit diesem grausamen Spiel. Man will nicht mehr denjenigen, die einem das Liebste sind, die stets hinter einem stehen, die Einzigen, die spüren, dass etwas nicht stimmt, länger zur Last fallen.
In den Phasen der Depression steht man quasi neben sich, sieht alles, und ist dennoch zu keinem vernünftigen Ratio-Verhalten fähig. Alles tut nur weh ohne das geringste Selbstmitleid.
So empfinde ich es und vielleicht hatte auch Robert Enke ähnliche Gedanken.
Es mag wohl zutreffen, wenn der wunderbar einfühlsam sprechende DFB-Präsident Theo Zwanziger in seiner Trauerrede sagte, dass MAß, BALANCE; WERTE WIE FAIRPLAY UND RESPEKT gefordert sind. "Ihr könnt unglaublich viel dazu tun, wenn ihr bereit seid, euch zu zeigen, wenn Unrecht geschieht. Wenn ihr bereit seid, das Kartell der Tabuisierer und Verschweiger der Gesellschaft zu brechen. Ein Stück mehr Menschlichkeit, ein Stück mehr Zivilcourage, ein Stück mehr Bekenntnis zur Würde des Menschen, der anderen".
Ich möchte nun schliessen nicht ohne zuvor der Frau Enke und ihrer ganzen Familie all die Kraft und Hoffnung zu wünschen die von Nöten ist, um den künftigen
Herausforderungen gewachsen zu sein.
In elegischer Verfassung ein sehr Betroffener Mensch
So ist es gut jetzt`? zum Löschen vorgesehn – 16.11.09
oder wird sich für unter Depression leidenden in zukunft mehr geholfen.Wird sich aus dieser Privaten Tragödie, welche Medial ausgeschlachtet wurde, eine Veränderung unserer Haltung gegenüber Depressiven ändern oder helfen wir einfach weiter die Depressionen zu verstärken?
Hatte selber so einen Selbstmord in der Familie.
Das hat damals niemanden wirklich Interessiert.
Robert Enke Abschied Andreas Mai – 15.11.09
Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.@schwachmaten seeler – 15.11.09
ich werde jetzt einmal einen Kommentar posten, den ich vom Autor .red. gelesen habe.Als deutsch/britte habe ich manchmal das Gefühl bein meinen deutsch/deutsch Brüdern gibt es ein ganz spezielles GEN. Das unterstützt schlechte Witze, aber leider auch Neid und Intoleranz (auf gut Deutsch [gejammer]).
Bsp. mein Freund ist tot ich musste arbeiten. Wie traurig ist diese Antwort. Ein Brite würde sagen: schade das ich nicht ein paar Tage frei bekommen habe und würde vielleicht die Diskussion bei seinem Arbeitgeber/Union anstoßen dieses gute Recht in Zukunft zu bekommen.
Also ein schlechtes Beispiel zu nehmen um etwas positives zu erreichen. Aber die deutschen orientieren sich häufig an dem schlechten.
Wenn es mir schlecht geht, soll es Dir auch schlecht gehen. Negativer Neid!
Nun zu dem außergewöhnlichen Mitleid zum Tod von Herrn Enke ist es das gleiche. Warum muss man die Gefühle der anderen schlecht reden? Mitgefühl, egal aus welchen Gründen, ist etwas schönes und sollte nicht hinterfragt werden, weil sie die Menschlichkeit pur ist.
Niemand ist gezwungen daran teilzunehmen. Macht es british, ignoriert es, wenn es euch missfällt, aber toleriert es.
Übrigens kann man Stolz auf eine Stadt sein, besonders eine deutsche, die international zeigt was Mitgefühl bedeutet. Typisch Deutsch ist es nicht.
Das Team sollte spielen, wenn es kann, schließlich soll es gewinnen. Welchen Sinn macht Fussball sonst?
Lieber ein Stadion voller Menschen mit Mitgefühl, als ein volles Stadion für Williams, Pur oder......
@ Jörg Allner Dela – 15.11.09
Lieber Jörg,es tut mir leid, dass du so ein unglücklicher, armer Mensch sein musst.
Diese "Massenhysterie", wie du es nennst, ist, wie man heute im Stadion erlebt hat, einfach eine große Trauer um einen großartigen Menschen und hat in meinen Augen überhaupt nichts mit "Massenhysterie" zu tun, sondern endlich mal wieder mit Menschlichkeit und Gefühlen!!!
Über dein anderes Kommentar, er hätte alle im Stich gelassen, kann ich nur noch den Kopf schütteln und fragen: Hast du in den letzten Tagen nichts verstanden?
Egal, darüber muß man gar nicht mehr reden!
Nur noch eine Frage:
Dafür, dass du dich über die Art der Medien so aufregst, bist du aber ziemlich gut informiert... Kaufst du dir etwa die Zeitung und trägst damit dazu bei, dass die Medien soviel Gewinn mit dem Thema machen???
ROBERT ENKE R.I.P. – 15.11.09
Patet ExitusWir werden Dich nie vergessen.
PROFITCENTER HAZ LAUT ALLMER Unverständnis – 15.11.09
Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.Allmer Hybris-nein danke – 15.11.09
Albert Einstein: Zwei Dinge sind unendlich: Das Weltall und die menschliche Dummheit.Jörg Allmer scheint da ein Ausnahmefall zu sein, so dass wir uns über den Bestand der Menschheit keine Sorgen machen müssen.Jörg mein Junge Deniz – 15.11.09
6 Stelligen Betrag, übertreib deine Rolle nicht. Wenn du sagst die HAZ übertreibt, dann schau mal in die allzu beliebte Bild-Zeitung. Die Schreiben nicht wie die HAZ sachlich und exakt, sondern Objektiv.Die kannst du dazu Verdonnern das die (*ironie*) Millionen dran verdienen.
Nichts desto trotz:
Robert war einfach in mein Augen - mit Sicherheit auch in euren- der beste Deutsche Torwart!
Man muss leider begreifen, was nicht zu begreifen ist.
Ruhe in Frieden Robert !
HANNOVER-CITY WIRD DICH NIEMALS VERGESSEN !
Grüße aus LANGENHAGEN!
Jörg Allmer Antibesserwisser – 15.11.09
Wahrscheinlich bist Du einübernatürlich weit entwickeltes Hochleistungsexemplar der Menschgattung oder doch nur ein Großhirnnutzungsverweigerer? Für mich bist Du schlicht gesagt ein taruriger Zeitgenosse. Aber was soll's!
Irrational, doch wer profitiert? Jörg Allner – 15.11.09
Robert Enke war ein hervorragender Sportsmann und obendrein ein sehr sympathischer Zeitgenosse. Nichtsdestoweniger hat er seine Frau, seine Tochter, seinen Verein und die Fans im Stich gelassen und die Zugführer in ein vermutlich lebenslanges Unglück gestürzt.Die nun von den Medien geschürte Massenhysterie kennt hier in Hannover nur einen Sieger: die HAZ, die mit ihrem Traueranzeigensonderteil wohl einen sechsstelligen Zusatzumsatz generiert haben dürfte.
Der Focus, der Spiegel und viele weitere Magazine werden in den nächsten Tagen mit einem Enke-Konterfei auf dem Titelblatt folgen. Kurzum: kein Unglück ist so traurig, als das die Medien daraus nicht noch einen Reibach machen könnten.
Abschied Moi – 15.11.09
Ich bin sehr stolz auf diese Stadt und diesen Verein, denn es war (auch im Vorfeld) eine würdige Trauerfeier und ein würdiger Abschied.Wir werden unsere Nr.1 nie vergessen