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Aus der Stadt Einbrecher flüchtet über sieben Dächer
Hannover Aus der Stadt Einbrecher flüchtet über sieben Dächer
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00:16 20.07.2016
Über eine Stunde suchte ein Polizeihubschrauber den Geflüchteten. Quelle: Jörn Kießler
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Hannover

Mit einer spektakulären Flucht über die Dächer mehrerer Mehrfamilienhäuser in der Südstadt hat ein 21-jähriger Einbrecher am Sonnabend einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Der Obdachlose hatte die Nacht auf einer Baustelle in einem Haus an der Mendelssohnstraße verbracht und war dort am Morgen von Bauarbeitern überrascht worden. Daraufhin flüchtete er auf den Balkon der Wohnung und startete seine halsbrecherische Flucht. Weil der Polizeihubschrauber mehr als eine Stunde lang über der Südtstadt kreiste, waren viele Anwohner verunsichert. Die Polizei stellte den letztlich in einem Mehrfamilienhaus An der Tiefenriede.

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Nach einem Vorfall in einem Gebäude in der Mendelssohnstraße suchte die Polizei den Flüchtigen in der Südstadt.

Nach Informationen der Polizei war der 21 Jahre alte Obdachlose abends in das Mehrfamilienhaus an der Mendelssohnstraße 57 gelangt, wo derzeit eine Wohnung im Dachgeschoss saniert wird. Dort schaffte er es, die Baustellentür zu öffnen und schlug sein Nachtlager auf. Als er am Sonnabend dann von den Bauarbeitern überrascht wurde, flüchtete der Mann auf das Dach.

Dort setzte er seine Flucht zunächst in Richtung Nord-Osten, parallel zur Straße Im Haspelfelde, fort, bis er in luftiger Höhe an die Kreuzung mit der Straße An der Tiefenriede gelangte. Weil er bis dort offenbar kein Fenster oder keinen Balkon gefunden hatte, über die er vom Dach hinunterkommen konnte, überquerte er drei weitere Hausdächer, bis er offenbar versuchte, sich auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses in der Straße An der Tiefenriede zu verstecken.

Feuerwehr rückte mit Drehleiter an

Als die Besatzung des Polizeihubschraubers ihn dort entdeckt hatte, forderten die Beamten die Feuerwehr zur Unterstützung an. „In solchen Fällen kann nicht klar gesagt werden, ob sich die Leute verstecken, um irgendwo einzubrechen oder ob sie womöglich suizidale Ansichten haben“, sagt ein Feuerwehrsprecher. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, rückten die Einsatzkräfte daher mit einem kompletten Löschzug inklusive Drehleiter und einem Rettungswagen an.

Letztlich mussten sie der Polizei jedoch nur beim Aufbrechen einer Wohnungstür behilflich sein. Der 21-Jährige besann sich offenbar und kletterte vom Dach auf den Balkon einer Wohnung. Dort konnte die Polizei ihn schließlich festnehmen und abführen. Er muss sich nun wegen Hausfriedensbruch in zwei Fällen sowie Sachbeschädigung verantworten.

Verunsicherung bei Anwohnern

Bereits am Vormittag hatten sich mehrere Anwohner über den Helikopter gewundert, der über der Südstadt kreiste. Immer wieder stand er fast bewegungslos in der Luft im Bereich über dem Altenbekener Damm und der Hildesheimer Straße. Per Telefon, über Twitter und Facebook wandten sich einige von ihnen an die HAZ. Als wenig später der Grund für den Polizeieinsatz feststand, zeigten sich einige verunsichert. „Kann ich mit meinem Sohn jetzt vor die Tür gehen?“, fragte eine Anwohnerin. Andere Südstädter nahmen es mit Humor. „Der Polizeihubschrauber sucht in der Südstadt keine ,Pokémon Go‘-Spieler, sondern einen Einbrecher!“, schrieb ein Twitter-Nutzer.

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