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Einbrecher müssen ins Gefängnis

„Reisenden Täter“ Einbrecher müssen ins Gefängnis

Zwei Wohnungseinbrecher sind vom Amtsgericht Hannover zu Gefängnisstrafen von 25 und 20 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Die „reisenden Täter“ stiegen in ein Wohnhaus in Gleidingen ein und verursachten hohen Schaden.

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Quelle: Symbolbild

Hannover. Richter Ulrich Kleinert sah es als erwiesen an, dass Daniele J. (24) und Mikele J. (25) am 2. April 2015 in ein Eigenheim im Laatzener Ortsteil Gleidingen eingestiegen waren. Offenbar hatten die Täter das Geschäftsleute-Paar, das im Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe tätig ist, gründlich ausgespäht und erhofften sich reiche Beute. Doch scheiterten sie bei dem Versuch, einen aus der Wand herausgebrochenen Tresor zu knacken. Sie wurden vom Hausherrn gestört. Diebesgut fiel den Männern bei diesem Einbruch nicht in die Hände, doch das Ehepaar musste gut 20 000 Euro aufwenden, um alle Schäden am Haus zu beheben.

Offenbar gehören Daniele und Mikele J. zu einer Bande von „reisenden Tätern“, wie es eine Polizeibeamtin vor Gericht beschrieb. Zuvor seien einige Angehörige aus dem näheren Umfeld der Roma-Familie im Raum Bergisch-Gladbach auf Diebestour gegangen. Im August dieses Jahres erst waren die beiden Männer vom Amtsgericht Bonn wegen schweren Bandendiebstahls zu 14 und 21 Monaten Gefängnis verurteilt worden - damals noch zur Bewährung ausgesetzt. In ihrem Vorstrafenregister finden sich zudem weitere Eintragungen, die in die gleiche Richtung weisen. „Bei überregional tätigen Wohnungseinbrechern“, lautete denn auch das Urteil von Richter Kleinert, „müssen schmerzhafte Freiheitsstrafen verhängt und vollstreckt werden.“

In das Gleidinger Eigenheim waren die Einbrecher am helllichten Tage gegen 14 Uhr eingestiegen. In einem benachbarten Häuschen büffelte die Tochter der Geschäftsleute für ihr Abitur; sie bekam aber überhaupt nichts von dem Einbruch mit. Der Eigentümer wurde dank einer Alarmanlage von einer Sicherheitsfirma informiert, machte sich vom nahe gelegenen Büro auf den Weg. Als der 55-Jährige ins Haus kam, stieß er auf die beiden Einbrecher, die sich eilends davonmachten. Einen der über eine aufgehebelte Terrassentür eingedrungenen Täter erkannte er später wieder, auch zeichneten Überwachungskameras weite Teile des Geschehens auf. Offenbar waren vier Personen am Einbruch beteiligt: drei agierten im Haus, ein Beteiligter wartete im Fluchtwagen.

Die 50-jährige Geschäftsfrau erklärte vor Gericht, die Wand mit dem herausgestemmten Tresor habe wie die Baustelle eines Rohbaus ausgesehen. Der Einbruch habe sie zwar nicht vollends aus der Bahn geworfen, allerdings sei sie wesentlich schreckhafter als früher.

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