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Einbrecher nutzen Stromausfall in Hannover aus

Stadt im Dunkeln Einbrecher nutzen Stromausfall in Hannover aus

Eine Gruppe von Einbrechern hat den Stromausfall in Hannover am Mittwochabend ausgenutzt – und Geschäfte im Einkaufszentrum Roderbruch geplündert. Wegen des Stromausfalls liefen zudem die Leitungen in den Notrufzentralen der Polizei und Feuerwehr heiß.

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Eine von den Tätern eingeschlagene Scheibe eines Supermarkts im Roderbruch.

Quelle: Conrad von Meding

Hannover. Im Schutze der Dunkelheit ist eine Gruppe von Tätern während des Stromausfalls am Mittwochabend in Hannover in drei Geschäfte des Einkaufszentrum Roderbruchmarkt in Groß Buchholz eingestiegen.

Anwohner hatten beobachtet, wie sich die Täter gegen 23 Uhr in der Nähe einer Spielothek des Einkaufzentrums zusammengefunden und offensichtlich mit Gegenständen bewaffnet hatten. Die Täter entwendeten hauptsächlich Tabakwaren, einige Süßigkeiten und in einem Optikergeschäft vier hochwertige Brillen. Mit ihrer Beute entkamen sie in unbekannte Richtung. Die Polizei bitte Zeugen dringend um Hinweise zu den Tätern oder der Tat. Anrufe nimmt die Polizeiinspektion Süd unter der Telefonnummer (0511) 109-3620 entgegen.

Während des Stromausfalls kam es laut Polizeiangaben allerdings nicht zu mehr Einsätzen als in anderen Nächten.

Ein kompletter Stromausfall hat am Mittwochabend gegen 22.35 Uhr das gesamte Stadtgebiet Hannovers sowie Teile des Umlands betroffen. Grund war nach ersten Einschätzungen der Stadtwerke ein Defekt bei der Stromversorgung aus dem Kraftwerk Mehrum des Energieversorgers, das im Kreis Peine liegt.

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Allerdings standen die Telefone in der Notrufzentrale der Polizei nicht still. "Besorgte Bürger haben sich nach dem Grund des Stromausfalls erkundigt", teilte die Polizeisprecherin am Donnerstagmorgen mit. Auch bei der Feuerwehr meldeten sich besorgte Bürger. Zwischen 22.35 und 2 Uhr gingen 785 Notrufe in der Zentrale ein – 75 führten zu Einsätzen. Davon entfielen alleine 45 Einsätze auf ausgelöste Brandmeldeanlagen. Neun Mal rückte die Feuerwehr aus, um Personen aus festsitzenden Aufzügen zu befreien. In acht Fällen musste die Feuerwehr in Betreuungseinrichtungen, Alten- und Pflegeheimen eine Notstromversorgung herstellen, um den Betrieb von Beatmungsgeräten sicherzustellen.

Eine defekte Kupplungsanlage ins Hochspannungsnetz hatte am Mittwochabend um 22.34 Uhr in Hannover und Teilen der Region die komplette Stromversorgung lahmgelegt. Etwa 20 Minuten nach dem Ausfall waren 70 Prozent der Kunden der Stadtwerke Hannover wieder an ans Netz angeschlossen. Um 0.15 Uhr war die Stromversorgung wieder komplett hergestellt.

Die Feuerwehr Hannover spricht indes von einer "exzellenten Zusammenarbeit" mit den Stadtwerken.

Internetgemeinde tauscht sich über den Stromausfall aus

Im Internetnetzwerk Facebook hat sich noch in der Nacht zu Donnerstag die Gruppe "Stromausfall am 13. Juli 2011 in Hannover" gegründet. Am Donnerstagmorgen hatte die Gruppe bereits mehr als 2700 Mitglieder und wuchs immer noch stetig an. Die Gruppenmitglieder tauschen sich auf der Plattform über ihre Erfahrungen während des Stromausfalls aus.

So auch auf der HAZ-Facebook-Seite. Dort beschreibt ein Nutzer mit dem Namen "Pedro Prüser", wie er den Stromausfall dazu genutzt hat, mit einem zuvor von Enercity geliehenen Moped bei Dunkelheit durch die Stadt zu fahren – mit Kerze und Streichhölzern in der Tasche. Facebook-Mitglied "Kiryll Kulakowski" postet: "Wir fandens super! War ne willkommene Abwechslung – schön Kerzen, Ausnahmezustand, die Leute schauen aus den Fenstern und begegnen sich draussen, und ganz Linden am jubeln als alles wieder anging."

jhe, tm

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