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Einbruch im Zoo – es fehlen 135.000 Euro

Vorfall bereits Ende Dezember Einbruch im Zoo – es fehlen 135.000 Euro

Ein spektakulärer Einbruch im Zoo beschäftigt derzeit die Staatsanwaltschaft und die Polizei. Wie erst jetzt bekannt wurde, gelang es einem oder mehreren Tätern, in den frühen Morgenstunden des 28. Dezembers die Gastronomie-Einnahmen aus dem Weihnachtsgeschäft zu erbeuten und mit rund 135.000 Euro Bargeld zu entkommen.

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Tatort Zoo-Gastronomie: Durch ein Dachfenster sind die Täter eingestiegen – präzise in dem Moment, als die Alarmanlage ausgeschaltet war.

Quelle: Nancy Heusel/Archiv

Hannover. Es ist eine der größten Summen, die in den vergangenen Jahren bei einem Einbruch in Hannover entwendet wurde. „Wir ermitteln gegen unbekannt wegen eines Einbruchdiebstahls“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Die Ermittler halten sich mit Detailangaben trotz des spektakulären Falls sehr bedeckt. Die Polizei bestätigt lediglich, dass das Geld im Büro des Zoo-Restaurants „Gasthaus Meyer“ deponiert war. Wer hinter der Tat steckt, ist den Behörden bislang schleierhaft. „Es müssen noch eine Reihe von Zeugenvernehmungen stattfinden“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Nach Informationen der HAZ müssen die Täter gewusst haben, dass wegen der Reinigungskräfte die Alarmanlage des Gebäudes zeitweise abgeschaltet wird. Diesen Zeitraum hätten die Täter genutzt und zugeschlagen.

Fest scheint für die Ermittler daher zu stehen: Der oder die Täter müssen sehr genaue Informationen zu der Summe und dem Zeitpunkt der Aufbewahrung gehabt haben. Nach Angaben von Zoo-Sprecherin Magitta Feike gehen die Ermittler davon aus, dass der oder die Einbrecher Insiderkenntnisse gehabt haben müssen. Ob möglicherweise ein Mitarbeiter der Zoo-Gastronomie dem oder den Tätern den Tipp gegeben hat oder am Einbruch sogar beteiligt war, ist unklar.

Nach Angaben von Feike sind die Einbrecher durch ein Fenster im Dachgeschoss in das Restaurantgebäude eingedrungen. Anschließend hätten sie mehrere Bürotüren sowie Tresore aufgebrochen.

Bei der Beute handelt es sich um Einnahmen des Winter-Zoos und von „Meyers Gasthof“ vom langen Weihnachtswochenende. „Üblicherweise holt beim Zoo ein Geldtransporter die Einnahmen ab, manchmal sogar mehrmals am Tag, berichtet Feike. „Aufgrund der Feiertage ist das bedauerlicherweise nicht oft genug erfolgt“, sagt sie.

Der Schaden für den Zoo ist enorm. Die Tresore, aus denen das Geld entwendet wurde, sind nur mit insgesamt 25.000 Euro versichert. Wie die HAZ erfahren hat, gibt es eine Anweisung, größere Geldmengen in einem anderen Tresor zu deponieren. Diese Dienstanweisung soll allerdings nicht schriftlich vorgelegen haben.

Der Diebstahl mindert die Erlöse der Zoo-Service-GmbH, die unter anderem die Gastronomie im Zoo betreibt. Die Einnahmen daraus fließen an den Zoo. Das regionseigene Unternehmen hatte das vergangene Jahr nach dem derzeitigen Stand mit einem Defizit von rund 1,3 Millionen Euro abgeschlossen. 

Von Mathias Klein und Tobias Morchner

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135.000 Euro Schaden
Die Einnahmen des Winterzoos holten die Einbrecher aus den Tresoren im Gasthof.

Bei ihren Ermittlungen zu dem spektakulären Einbruch im Zoo mit dem Diebstahl von rund 135.000 Euro ist die Polizei bisher nicht vorangekommen. Die Strafverfolger gehen davon aus, dass jemand hinter der Tat steckt, der die genauen Abläufe im Zoo und in der Gaststätte kennt.

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