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Aus der Stadt Hier wird in Hannover am häufigsten eingebrochen
Hannover Aus der Stadt Hier wird in Hannover am häufigsten eingebrochen
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12:10 27.03.2018
Die Polizei zählt die wöchentlichen Einbrüche in Hannover und der Region.  Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Die Polizei Hannover veröffentlicht seit März 2018 ein Einbruchsradar. Einmal pro Woche werden darin die aktuellen Fallzahlen zu Wohnungseinbrüchen zu den 13 Stadtbezirken und dem Umland veröffentlicht. Zu dem Wochenbeginn Montag werden neue Einbrüche und Einbruchsversuche eingepflegt.

(Legende: Die interaktive Karte zeigt die Zahl der Einbrüche seit Jahresanfang 2018. Wenn Sie auf einen Stadtbezirk tippen oder klicken sehen Sie die Gesamtzahl der Einbrüche seit dem 1. Januar 2018, und zum Vergleich die Gesamtzahl der Einbrüche im Vorjahr (2017). Durch die blaue Einfärbung können Sie das Einbruchsrisiko in den Stadtbezirken miteinander vergleichen: Je dunkler die Farbe blau, desto mehr Einbrüche hat es dort seit Jahresbeginn rechnerisch pro 10.000 Einwohner des Bezirks gegeben.)

Demnach wurden bis zum 26. März im Stadtgebiet von Hannover in diesem Jahr bereits 296 Einbrüche gezählt. 152 Mal blieb es allerdings lediglich beim Versuch eines Einbruchs – die Diebe scheiterten an sicheren Fenstern oder festen Türen. In der Region wurde bisher in Garbsen am häufigsten eingebrochen: 33 Mal schlugen hier die Diebe zu. Auf Platz zwei folgt Langenhagen mit 28 gemeldeten Delikten.

Kommune

Zahl der Einbrüche

Einbruchsversuche

Barsinghausen

14

3

Burgdorf

14

8

Burgwedel

20

9

Garbsen

33

14

Gehrden

4

3

Hemmingen

12

4

Isernhagen

16

5

Laatzen

13

8

Langenhagen

28

13

Lehrte

17

3

Neustadt

15

8

Pattensen

0

0

Ronnenberg

14

10

Seelze

10

6

Sehnde

7

2

Springe

15

5

Uetze

8

5

Wedemark

21

7

Wennigsen

10

5

Wunstorf

17

8

„Um der Verunsicherung in der Bevölkerung entgegenzuwirken, sehen wir weiteren Handlungsbedarf bei der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen“, sagte Polizeipräsident Volker Kluwe. Die Idee hinter dem Radar: Die beiden Karten (Stadtgebiet und Umland) zeigen, wo in der Nachbarschaft eingebrochen wird. So sollen Anwohner auf verdächtiges Verhalten im eigenen Viertel sensibilisiert werden und auch schneller die Polizei verständigen. Im besten Fall erwischen die Beamten die Einbrecher noch vor Ort.

Die neue Veröffentlichungspraxis hat allerdings einen Haken: Die Behörde will die Daten nicht mit statistischen Daten der Landeshauptstadt, beispielsweise Einwohnerzahlen oder Altersstrukturen, koppeln. Diese Verknüpfung hatte unter anderem Harry Grunenberg (SPD), der Bezirksbürgermeister von Bothfeld-Vahrenheide, eingefordert. „Wenn man nur absolute Zahlen in den Raum stellt, ohne sie in ein Verhältnis zu setzen, hat das nicht die richtige Aussagekraft“, sagt er gegenüber der HAZ.

Das sogenannte Einbruchsradar stellt vollendete Einbrüche und auch Einbruchsversuche dar. Es handelt sich bei den Daten um eine sogenannte Eingangsstatistik, das heißt ausschließlich aktuell angezeigte und bekannt gewordene Taten. Die offizielle Kriminalstatistik der Behörde umfasst dagegen ausschließlich Taten, die im entsprechenden Jahr von der Polizei an die Staatsanwaltschaft übergeben wurden.

In Nordrhein-Westfalen wird das Einbruchsradar seit April 2016 veröffentlicht. Nach einem Jahr war die Zahl der Einbrüche landesweit um rund 15 Prozent zurückgegangen. Laut Karin von Schroeter vom Weißen Ring, der Kriminalitätsopfer betreut, gibt es zwei Sichtweisen auf die neue Praxis: „Erstmal sind die Zahlen sachliche Informationen für Bürger, um auf dem Laufenden zu bleiben“, sagt von Schroeter. „Allerdings kann es auch verunsichern, wenn man weiß, dass in seiner Nachbarschaft häufig eingebrochen wird.“

Von Manuel Behrens

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