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Organstransplantation ist wie 2. Geburtstag

Benefizmatinée Organstransplantation ist wie 2. Geburtstag

Mit einer Benefizmatinée hat die Pichlmayr-Stiftung am Sonntagvormittag im Ballhof dem 20. Todestag ihres Namensgeber Prof. Rudolf Pichlmayr gedacht. Zugleich wurde auch der 25. Geburtstags des von ihm gegründeten Reha-Zentrum Ederhof in Osttirol gefeiert.

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Antonio Greger (l.) und Clemens Rehbein von der Band Milky Chance sind Botschafter des Rehazentrums Ederhof. Zurzeit ist die Gruppe auf USA-Tournee. Das Bild entstand im Sommer in Manchester, Tennesse.

Quelle: Daniel Deslover

Hannover. „Der Tag, an dem ich mit einer neuen Lunge und einem neuen Herz nach der Operation im Krankenhaus aufgewacht bin, war wie mein zweiter Geburtstag“, sagt Jan Kurtenbach (24). Die Organtransplantation war 2001. Vorher sei er schon bei kleinsten Anstrengungen außer Atem gewesen. Danach habe er plötzlich das machen können, von dem er dachte, dass er es nie wieder könne: Fußballspielen.

Mit einer Benefizmatinée hat die Pichlmayr-Stiftung am Sonntagvormittag im Ballhof dem 20. Todestag ihres Namensgeber Prof. Rudolf Pichlmayr gedacht. Zugleich wurde auch der 25. Geburtstags des von ihm gegründeten Reha-Zentrum Ederhof in Osttirol gefeiert und der Mädchennachwuchschor trat auf.

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Das ist auch die große Leidenschaft von Moses Lücke (7). Er hat vor zwei Jahren zwei neue Nieren bekommen, die hat er Robben und Müller genannt. Arjen Robben und Thomas Müller sind seine Lieblingsspieler beim FC Bayern München. Müller ist auch Kurtenbachs Favorit. Und noch eines eint die beiden: Nach der Operation haben die Jungen im Reha-Zentrum Ederhof, das einzige speziell für organtransplantierte Kinder, wieder Energie aufgetankt.

Für Patienten und Angehörige

Mit einer Benefizmatinée hat die Pichlmayr-Stiftung am Sonntagvormittag im Ballhof dem 20. Todestag ihres Namensgeber Prof. Rudolf Pichlmayr gedacht. Zugleich wurde auch der 25. Geburtstags des von ihm gegründeten Reha-Zentrum Ederhof in Osttirol gefeiert. Es ist nicht nur ein Hort für Patienten, sondern auch für deren Angehörige. Als bei ihrem damals zweijährigen Sohn akutes Nierenversagen diagnostiziert wurde, sei das so gewesen, „als ob einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird“, sagt Moses’ Mutter Katharina Lücke. Auf dem Ederhof habe sie einfach mal die Seele baumeln lassen können.

Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der selbst eine neue Niere eingesetzt wurde, sagt: „Man lernt mit der Krankheit zu leben, aber nicht immer darüber reden zu müssen.“ Bei der Matinée gab es Interviews mit medizinischen Koryphäen, alles Pichlmayer-Schüler, die ihn nur „Chef“ nannten, und einen beeindruckenden Auftritt des Mädchennachwuchschors.     

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