Hannover.
Milla litt unter einer Verengung des Aortenbogens, weshalb ihr Ärzte der Kinderherzchirurgie in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) einen Stent einsetzten, der am 24. Oktober wieder entfernt werden konnte.
„Ihre Prognose ist sehr gut“, sagte Thomas Breymann, Leitender Arzt der MHH-Kinderherzchirurgie, über den Gesundheitszustand seiner kleinen Patientin am Dienstag bei der Präsentation von COPRA. Die neue Dokumentationsdatenbank kontrolliert seit sechs Monaten lückenlos alle wichtigen Werte frisch operierter, herzkranker Kinder auf der Intensivstation der MHH wie Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung oder Blutdruck.
Die Befunde von 400 operierten Kindern konnten seitdem mithilfe von COPRA, das die Essener Stiftung Kinderherz mit 300.000 Euro finanziert hat, lückenlos dokumentiert und analysiert werden. „Anhand der Grafiken auf dem Bildschirm konnte ich immer gleich sehen, ob es meinem Kind gut geht“, sagt Millas Mutter Mary Heerhorst. Jetzt arbeitet die MHH an dem Ergänzungssystem HoMo Sapiens (Home Monitoring System). Damit sollen Eltern wichtige Daten ihrer Kinder wie Blutsauerstoff und Gewicht vor Operationen bereits von zu Hause direkt in die MHH übermitteln.
HAZ.de Anmeldung