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So feierte Hannover auf dem Einheitsfest

Tag der Deutschen Einheit So feierte Hannover auf dem Einheitsfest

Mit einem spektakulären Abschlussfeuerwerk ist die Einheitsfeier in Hannover am Freitagabend zuende gegangen. Zuvor waren hunderttausende Besucher über die Festmeile am Maschsee geschlendert, hatten Livemusik gelauscht oder über Politik diskutiert.  Der Tag der Deutschen Einheit zum Nachlesen.

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Es war eng am Maschsee: Viele Zehntausende Menschen vergnügten sich beim Bürgerfest.

Quelle: Insa Hagemann

+++ Ein spektakuläres Finale: Um 21.30 Uhr starteten das Abschlussfeuerwerk und die Lichtshow und beendten das Bürgerfest zum Tag der Einheit. Über den einzelnen Länderzelten schossen Lichter empor, als die Sprecherstimme die Bundesländer aufzählte. Es folgten Momente des vereinten Deutschlands, die für Gänsehaut-Momente sorgten: Kohl, Oder-Flut, deutsche Bundewehrsoldaten in Afghanistan, Deutschland wird Weltmeister. Das Spektakel endete um Punkt 22.10 Uhr.

+++ Es wird dunkel, die Musik wird rockiger: Es geht weiter mit Jupiter Jones und passt genau zur Stimmung: Die vierköpfige Band aus der Eifel kommt gewohnt lässig-leger auf die Bühne und startet gleich kraftvoll durch mit gitarren- und schlagzeuglastigen  Songs wie Das Jahr in dem ich schlief und Landjugend.

+++ Ärger von der Antifa: Nachdem sich die Gegendemonstration in der Innenstadt am Nachmittag aufgelöst hat, haben Antifaschisten sich anscheinend aufgeteilt, um beim Fest in kleinen Gruppen zu stören. Am Sprengel-Museum ist eine Rauchbombe geflogen, auf der Blautlichtmeile warfen sie einen Ständer der Bundeswehr mit Informationsbroschüren um.

+++ Das Fest biegt auf die Zielgerade: Noch gibt es keine Schätzungen, wieviele Besucher auf der Bürgermeile und am Maschsee unterwegs waren, aber mehr als 100.000 Besucher sind es wohl in jedem Fall gewesen.

+++ Es gibt noch mehr Programm: Während Marquess noch auf der Bühne ist, können sich die Festbesucher schon auf die nächsten Auftritte freuen. Jupiter Jones erobert um 19 Uhr die Bühne von ffn, Laith Al-Deen tritt eine Stunde später bei Antenne auf.

+++ 30 Minuten Verspätung: Nachdem das Publikum die Smashing Piccadillys kaum gehen lassen wollte, geht die Konzertreihe mit dem Auftritt der Lokalmatadoren von Marquess weiter. Auch hier zeigt sich das Motto des Festes: Vereint in Vielfalt, denn der Stil der Band ist mit Percussion, Akustikgitarre und einem unterlegten Disco-Rock-Beat geprägt von mediterranen Klängen (Frontman Sascha Pierro ist Deutsch-Italiener).

Ganz in stylischem Schwarz: Die Lokalmatadoren von Marquess.

Quelle: Derlin

+++ Schlüsselübergabe: Im Zelt des Bundesrates hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil den Staffelstab an seinen hessischen Amtskollegen Volker Bouffier übergeben, der vom 1. November an statt Weil als Bundesratspräsident amtiert.

+++ Luchs als Blickfang: "Peter, schau mal! Der ist ja riesig! ", hält Kerstin Goer ihren Mann an und deutet auf den ausgestopften Luchs, der am Stand des Nationalparks Harz steht. Bis zu 120 Zentimeter hoch kann das Tier werden. Das sei so überraschend und damit ihr bisheriges Highlight, so die 42-Jährige aus Benthe. Nachdem 1818 das letzte Tier im Harz geschossen wurde, wird der Luchs seit 1999 auf Beschluss des Landes Niedersachsens und der Landesjägerschaft Niedersachsen wiederangesiedelt.

+++ Bald wieder Konzerte: Auf der NDR-Bühne wird um 16.30 Uhr die hannoversche Band Marquess erwartet.

+++ Es ist voll: "Hier ist ja mehr los als beim Maschseefest", sagte Studentin Ulla, als sie am Bürgerfest vorbeikam. Offizielle Schätzungen zu den Besucherzahlen liegen aber noch nicht vor.

+++ Feiern und relaxen: Während die Demo in der Innenstadt die Polizei in Atem hält, geht das bunte Volksfest am Maschsee fröhlich weiter. Manchen Besuchern wird der Trubel dort bei strahlendem Sonnenschein zu heiß: Zwei Apple-Store-Mitarbeiterinnen aus Hamburg haben diese Woche die Eröffnung in Hannover begleitet. Nun wollten sie die stressige Woche mit einem Rundgang am Maschsee ausklingen lassen. "Aber es ist zu voll und zu trubelig", meint Bettina Wiring (42). Auf der Wiese vor dem Neuen Rathaus, begleitet von Jazz-Musik im Hintergrund, lässt es sich hingegen sehr gut aushalten!

Machen es sich gemütlich: Michèle Jorczik und Bettina Wiring.

Quelle: Derlin

+++ 15.20 Uhr: Über die Ereignisse der Demonstration informieren wir ab jetzt in einem eigenen Artikel.

+++ 15.03 Uhr: Der Demonstrationszug ist losgezogen und hat die Luisenstraße erreicht.

+++ 14.51 Uhr: Der Demonstrationszug am Opernplatz hat sich noch nicht in Bewegung gesetzt. Erst gab es Streit um gezeigte Plakate. Nun will die Polizei den Zug mit einem Spalier begleiten, was die Demonstranten ablehnen.

+++ 14.37 Uhr: Straffes Programm: Unser Videoreporter Tim Fischer hat die prominenten Besucher bei ihrem Besuch in Hannover seit heute Morgen begleitet.

+++ 14.18 Uhr: Der Opernplatz füllt sich mit Demonstranten. Angemeldet sind 800 Personen, diese Zahl dürfte inzwischen erreicht worden sein. Unter den Demonstranten sind erneut Anhänger kurdischer Gruppierungen, etwa der PKK. Gestern hatte es neben der Demo auf dem Opernplatz eine unangekündigte Demo vor dem türkischen Konsulat in der Nordstadt gegeben.

Auf dem Opernplatz sammeln sich die Demonstranten.

Quelle: Körner

+++ 14.10 Uhr: Wer sich vom Trubel auf der Ländermeile zwischenzeitlich erholen möchte, sollte einen Abstecher zur Rückseite des Rathauses im Maschpark machen. Dort hat die Stadt Hannover zusammen mit der Stiftung Musikland Niedersachsen eine Art Wohnzimmer aufgebaut. Polstermöbel sind um eine Bühne gruppiert, es gibt Kaffee und Kuchen. Besonderer Leckerbissen ist aber die Musik. Von der Bundeswehr-Blaskapelle bis zum Rapper, der von einem freien Gaza träumt, ist alles vertreten. "Wir haben sogar eine Band, deren Musiker aus Hannoveranern und Braunschweigern besteht", sagt Organisator Gunnar Geßner. Bis 20 Uhr ist das Wohnzimmer noch geöffnet.

Musik im "Wohnzimmer" unter freiem Himmel: Von der Bundeswehr-Blaskapelle bis zum Rapper, der von einem freien Gaza träumt, ist alles vertreten.

Quelle: Schinkel

+++ 14.05 Uhr: Derweil sprechen auf dem Festgelände am Maschsee die Chefredakteure Armin Maus (Braunschweiger Zeitung), Hendrik Brandt (Hannoversche Allgemeine Zeitung) und der Korrespondent der Nordwest-Zeitung, Gunars Reichenbachs, bei einer Talkrunde über die Bedeutung der Wende. Titel: "25 Jahre Mauerfall – Rückblick und Ausblick." 

"Rückblick und Ausblick": Hendrik Brandt (rechts im Bild), Chefredakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, steht mit auf der Bühne beim Talk deutscher Chefredakteure.

Quelle: Hagemann

+++ 14 Uhr: Nach dem Festakt empfängt Gauck im Bonatz-Saal des HCC Bürger aus ganz Deutschland, die sich durch ehrenamtliches Engagement um das Land verdient gemacht haben. Der Bundespräsident schüttelt unter der Stuckdecke des Saals Dutzende Hände. "Wir alle freuen uns über ihre Aktivitäten", sagt Gauck. "Sie sind das Gesicht der Bundesrepublik Deutschland."

Während die Politiker beim offiziellen Festakt sind, feiern die Hannoveraner den Tag der Einheit am Maschsee.

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+++ 13.50 Uhr: Nicht alle indes halten das Fest zum Tag der Deutschen Einheit für eine gute Idee: Auf dem Opernplatz haben sich bereits mehr als 200 Demonstranten versammelt, um gegen die Feier zu protestieren.

"No nation": Auf 14 Uhr ist der Beginn der großen Demo gegen das Fest auf dem Opernplatz angesetzt.

Quelle: Körner

+++ 13.41 Uhr: Insgesamt erwarten die Veranstalter eine halbe Million Besucher auf dem Fest. Die ersten Bilder, die uns von der Flaniermeile am Ostufer erreichen, deuten an, dass diese Prognose durchaus aufgehen dürfte. 

Voll, voller, Einheitsfest: Gerade bei dem aktuell tollen Wetter nutzen Tausende die Chance, am Maschsee zu flanieren.

Quelle: Hagemann

+++ 13.24 Uhr: Es ist Feiertag, die Sonne lacht und am Maschsee wird einiges geboten: Es ist bereits jetzt brechend voll auf dem Bürgerfest.

Es wird voll: Heute tummeln sich die Menschen bereits am Mittag an den Ständen der Verfassungsorgane (unterer Teil). Gestern war an derselben Stelle deutlich weniger los (oberer Teil; kurz vor der offizielen Eröffnung des Festes).

Quelle: Derlin

+++ 13.12 Uhr: Der Festakt im HCC ist beendet, die Kanzlerin nimmt Glückwünsche vieler Anwesenden für ihre Rede entgegen.

Gottesdienst, Empfang, Festakt und Feier zum Tag der deutschen Einheit in Hannover.

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+++ 13.10 Uhr: Während die Bundeskanzlerin noch spricht, findet im Zelt des Bundesrats am Maschsee ein buntes Quiz statt, das die Aufmerksamkeit des Laufpublikums gewinnt. Zu gewinnen gibt es eine Reise nach Berlin für zwei. "Wie oft tagt der Bundesrat?", lautet eine Frage. Beide Quizteilnehmer wie auch das Publikum beantworten diese Frage falsch: 11 Mal ist die richtige Antwort.  Allgemeines Gelächter bei der Frage nach der Bedeutung des Wortes Kyffhäuser: Marihuana-Gebäude, Wagner-Oper oder doch ein deutsches Mittelgebirge? Politik, Kunst, Geographie, Personen raten - ein kurzweiliger Zeitvertreib für Zwischendurch.

Rätseln über die Einheit: Quizteilnehmer im Zelt des Bundesrates.

Quelle: Derlin

+++ 12.55 Uhr: In ihrer Rede wirft Merkel nicht nur einen Blick zurück auf die Zeit der Wende und die Bedeutung dieses einschneidenen Ereignissen für Deutschland und die Menschen. Stattdessen spricht die Kanzlerin vor allem über die Aufgaben der Gegenwart und Zukunft - Auslandseinsätze der Bundeswehr, Staatsschulden und Flüchtlingspolitik sind nur einige der Themen, die sie streift. Deutliche Worte findet Sie für die heutige Situation in der Ukraine: Dort werde das Prinzip der territorialen Integrität des Landes "mit Füßen getreten". Die europäischen Sanktionen gegen Russland "eine klare gemeinsame Antwort" darauf. Man müsse "mit der Stärke des Rechts gegen das Recht des Stärkeren" eintreten.

+++ 12.36 Uhr: Merkel hat ihre Festrede begonnen. "Ich empfinde heute wie damals unverändert tiefe Freude darüber, dass wir den Tag der Deutschen Eienheit gemeinsam feiern können", sagt sie. Beifall brandet auf.

Verbindet die Zeit der Wende mit der Zukunft Europas: Angela Merkel während ihrer Festrede.

Quelle: Dröse

+++ 12.34 Uhr: Im HCC singen Scorpions-Frontmann Klaus Meine und der Mädchenchor Hannover eine softe Version des Wendehits "Wind of Change". Auf einer Leinwand werden dazu Bilder aus der Zeit seit 1989 eingespielt – eine berührende Inszenierung (Video: td).

+++ 12.27 Uhr: Während der Festakt im HCC läuft, freuen sich in der gut besuchten Altstadt diejenigen, die den prominenten Politikern einmal ganz nahe kommen konnten. "Merkels Hand hat sich warm und sehr weich angefühlt", sagt Yingna Dai. Die junge Chinesin studiert an der Fachhochschule Hannover.Zusammen mit ihren Kommilitonen hatte sie sich eineinhalb Stunden zuvor am Absperrgitter vor dem Buchladen an der Marktkirche postiert. Alle haben den Augenblick des Kontakts mit ihren Handykameras festgehalten. "Die Kanzlerin hat ,Hallo' gesagt, und dann habe ich auch ,Hallo' gesagt", erzählt Junwei Wang mit glänzenden Augen. (Foto: Wilde).

Froh, nah dran gewesen zu sein: Junwei Wang (rechts) und Yingna Dai.

Quelle: Hagemann

+++ 12.24 Uhr: Mit einem Versprecher sorgt Weil kurzzeitig für Heiterkeit. Er erinnert an die Situation in den bundesrepublikanischen Botschaften unter anderem in Prag, in die sich viele DDR-Bürger geflüchtet hatten. "Ihr Ziel war die Ausreise in den Osten", sagte Weil unter dem sofort einsetzenden Gelächter der Gäste. Der amtierende Bundesratspräsident korrigiert sich aber sofort: Nach 25 Jahren Einheit könne man Osten und Westen schonmal verwechseln.

Ups! Weils Versprecher sorgt für Belustigung im Publikum.

Quelle: Eberstein

+++ 12.13 Uhr: Weil erinnert in seiner Rede auch an die Montagsdemonstrationen, die vor 25 Jahren die Wende in der DDR einleiteten. Langer Applaus brandet auf, als er Hans-Dietrich Genscher gesondert begrüßt. Unter dem Beifall der Besucher heißt er auch 100 Besucher aus Hannovers Partnerstadt Leipzig willkommen, "stellvertretend für die Tausenden von Menschen, die damals in der DDR auf die Straße gegangen sind." Weil ruft dazu auf, das Motto der Einheitsfeier "Vereint in Vielfalt" nicht nur im Blick auf die unterschiedlichen Bundesländer zu verstehen, sondern auch im Blick auf Zuwanderer: "Dieses Land ist auch ihre Heimat und sie prägen heute durch ihre Leistung unsere Gesellschaft entscheidend mit." Er mahnt auch Solidarität mit Flüchtlingen an: "Viele Flüchtlinge von heute sind unsere Nachbarn von morgen. Wir sollten Sie auch so behandeln."

+++ 12.11 Uhr: In der ersten Reihe sitzen nicht nur die Kanzlerin und viele Ministerpräsidenten sondern auch gleich zwei Bundespäsidenten - Joachim Gauck und Vorgänger Christian Wulff.

Gottesdienst, Empfang, Festakt und Feier zum Tag der deutschen Einheit in Hannover.

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+++ 12.06 Uhr: "Wir denken zurück an einen Herbst, den wir wohl alle niemals vergessen werden", erinnert Weil an das Jahr des Mauerfalls vor 25 Jahren und umreißt kurz die Bedeutung der deutschen Einheit. Zu den prominenten Zuhörern im HCC ist auch Hans-Dietrich Genscher gestoßen, dem als Außenminister der BRD damals eine ganz besondere Rolle zukam.

Stephan Weil begrüßt die Gäste im HCC.

Quelle: Eberstein

+++ 12.03 Uhr:  Mit Musik des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters hat im HCC der Festakt zum Tag der Deutschen Einheit begonnen. In Kuppelsaal ist das offizielle Deutschland versammelt: Politiker wie Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble sind zugegen, Kirchenmänner wie der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle und Prominente wie Ernst August Erbprinz von Hannover.

+++ 11.56 Uhr: Im HCC stimmt derweil das Orchester noch einmal die Instrumente – der Zeitplan scheint also auch zu stimmen.

+++ 11.49 Uhr: Am Maschsee füllt sich inzwischen die Ländermeile. Bei strahlendem Sonnenschein begeistern vor allem die Wakeboarder das Publikum. Nachdem am Donnerstag jeder, der wollte, sich auf einem Brett durchs Wasser ziehen lassen konnte, sind heute die Profis dran: Bei den "Wake Masters" treten Sportler aus 16 Bundesländern gegeneinander an.

Adrenalinkick: Sportler beim Wakeboarding.

Quelle: Peschke

+++ 11.34 Uhr: Auf den Treppen des HCC geht es zu wie bei Landgängen von Kreuzfahrten: Gruppen von Menschen folgen Führern mit Fähnchen in den Farben ihrer Bundesländer. Einziger Unterschied: Hier tragen viele Tracht.

+++ 11.30 Uhr: Ein kurzer Blick zum HCC: Der Weg zum Kuppelsaal ist heute lang: Wer zum offiziellen Festakt will, muss gleich durch mehrere Sicherheitsschleusen. Die Kontrolleure an den Röntgengeräten geben alles. Ob es pünktlich um 12 losgeht? Laut Plan soll Angela Merkel dann nach einer kurzen Begrüßung durch Stephan Weil die Festrede halten.

+++ 11.22 Uhr: Zahlreiche Besucher an den Absperrungen klatschen, als Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der Marktkirche kommt. Joachim Heike bekommt ein Autogramm von der Kanzlerin. Der 70-Jährige, der extra aus Braunschweig angereist ist, zeigt ihr eine historische Postkarte ihres Heimatortes Templin: "Das ist aber schön", sagt die Kanzlerin. Heikes Antwort: "Wenn ich einmal im Reichstag bin, bringe ich Ihnen eine Kopie mit."

Joachim Heike bekommt ein Autogramm von der Kanzlerin.

Quelle: Benne

Aus einem Fenster an der Knochenhauerstraße hängt ein Deutschland-Schal, als Angela Merkel vorüber geht. Sie begrüßt Inge Haase-Mähler: "Was für ein schöner Feiertag", sagt die Kanzlerin. Hans-Bruno Ziezold bittet derweil Gauck, beim nächsten Spiel Hannover 96 die Daumen zu drücken. Für einen Moment verfinstert sich die Miene des Bundespräsidenten. Dann sagt er: "Wissen Sie, in welcher Liga Hansa Rostock inzwischen spielt?"

Großes Hallo: Angela Merkel begrüßt die Hannoveraner vor der Marktkirche. In wenigen Minuten bricht der Tross dann auf in Richtung HCC.

Quelle: Dröse

+++ 11.14 Uhr: Vor der Marktkirche nehmen die Politiker inzwischen das angekündigte "Bad in der Menge". Merkel und Gauck schütteln Hände, plaudern mit Passanten und Schaulustigen. Laut und fröhlich trommelt und singt eine Gruppe von Afrikanern an der Knochenhauerstraße: "Wenn jetzt keine Sperrung hier wäre, wäre ich noch näher bei Ihnen", sagt Gauck zu Desmond Efu Nkong, dem Leiter des Chores Manita aus Heidelberg. Neben afrikanischen Gesängen stimmt das Ensemble auch "Die Gedanken sind frei" an. Und "Kein schöner Land". "Weil Deutschland ein Land ist, in dem wir gerne leben", sagt Efu Nkong.

Joachim Gauck begrüßt die versammelten Hannoveraner vor der Kirche. Der Herr mit der bunten Mütze gehört zu einer Musikgruppe, die die Besucher vor der Kirche unterhalten hat.

Quelle: Hagemann

+++ 11.01 Uhr: Erneuter Schwenk zum Maschsee: Die Absperrungen stehen. Ab jetzt lassen die Kontrolleure an den Abzweigungen von der Hildesheimer nur noch Fahrzeuge mit gültigem Passierschein in das Maschseeviertel. Alle anderen Besucher des Einheitsfestes werden zum Parkplatz auf dem Schützenplatz geschickt. Für behinderte Gäste wurden Parkflächen am Altenbeckener Damm eingerichtet.

+++ 10.58 Uhr: Angeführt von den Bischöfen Trelle und Meister verlassen die Gottesdienstbesucher nun die Kirche. Das Protokoll sieht nun vor, dass die angereisten Politiker die Schaulustigen vor der Marktkirche begrüßen dürfen. Die Autogramm- und Fotojäger müssen allerdings schnell sein, denn bereits um 12 Uhr soll im Congress Centrum (HCC) der nächste feierliche Akt beginnen.

+++ 10.52 Uhr: Vor der Kirche haben sich rund ein Dutzend Demonstranten versammelt, um gegen die Einheitsfeier zu protestieren. Sie halten Plakate unter anderem gegen "Kriegstreiberei" durch Merkel und Gauck in die Höhe.

+++ 10.48 Uhr: In seiner Predigt ruft Landesbischof Ralf Meister zur Solidarität mit Flüchtlingen auf: Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter zeige klar, "dass verschiedene Religionen, verschiedene Herkunft oder Abstammung nicht bestimmend sind für menschliche Begegnungen." Meister kritisierte die Passivität der Weltgemeinschaft angesichts der menschlichen Not im Nordirak und in Syrien. "In großer Sorge schauen wir auf die Entwicklung der Flüchtlingssituation", sagte er. "Europas Humanität wird im Mittelmeer verspielt."

Landesrabbiner Jonah Sievers ruft im Gottesdienst zum Einsatz gegen Judenfeindlichkeit auf: Antisemitismus sei ein Angriff auf die gesammte Gesellschaft. Avni Altiner, Vorsitzender des muslimischen Verbandes Schura, distanziert sich klar vom Terrorismus im Nahen Osten: Terrorakte widerspächen den Werten des Islams und den Menschenrechten. Dann tauchten Sievers und Altiner den Friedensgruß aus.

+++ 10.45 Uhr: Ein Blick zum Maschsee: Mittlerweile kommen immer mehr Auswärtige zum Einheitsfest nach Hannover. Viele von ihnen leitet das Navi ihres Autos direkt ins Maschseeviertel. Und da die Sperrungen erst um 11 Uhr aufgebaut werden, können sie von der Hildesheimer Straße auch abbiegen. Jetzt irren sie durch das Gebiet und suchen nach Parkplätzen. "Das ist auch okay so, weil wir es klar kommuniziert haben", sagt Sandra Ponesky von der Agentur Compactteam, die das Fest organisiert. "Die Besucher, die früh anreisen, haben eben Glück gehabt."

Durchfahrt frei: Die Sperrung des Maschseeviertels am Ostufer beginnt erst um 11 Uhr. Wer zuvor einen Parkplatz sucht, hat freie Fahrt. Ein Konzept, dass möglicherweise noch für Diskussionen sorgen dürfte.

Quelle: Kießler

+++ 10.38 Uhr: Weitere Besucher im prunkvollen Saal der Marktkirche: Innenminister Thomas de Maizière, Gesundheitsminister Hermann Gröhe, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sowie etliche Funktionsträger aus der niedersächsischen Landespolitik. 

+++ 10.33 Uhr: In der ersten Reihe sitzen neben den bereits genannten Gästen auch weitere prominente Politiker: Christian Wulff hat neben der ehemaligen Bundetagspräsidentin Rita Süssmuth Platz genommen; die Reihe komplettiert wird von Ex-Kanzler Gerhard Schröder und seiner Frau Doris Schröder-Köpf.

Von links: Doris Schröder-Köpf und Gerhard Schröder, Rita Süssmuth und Christian Wulff. (Aufnahme vor Beginn des Gottesdienstes)

Quelle: Dröse

+++ 10.27 Uhr: In der Lesung trägt Gabriele Lachner vom Arbeitskreis Christlicher Kirchen in Niedersachsen einen Text aus dem Dritten Buch Mose vor: "Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken." Der Gottesdienst steht ganz im Zeichen von Integration und Überwindung von Fremdenfeindlichkeit.

+++ 10.12 Uhr: Der Gottesdienst ist ausnahmsweise nur geladenen Gästen vorbehalten. Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle ruft zu Beginn dazu auf, der Ausgrenzung von Fremden entgegen zu treten: "Wer Einheit sagt, der sagt auch Grundrechte", sagt er in der Marktkirche.

+++ 10.00 Uhr: Der Gottesdienst in der Marktkirche hat begonnen. Merkel schüttelte am Eingang noch einigen Jungen und Mädchen des Kinderchors Kikimu die Hand, der den Gottesdienst musikalisch begleiten wird.

+++ 9.51 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck haben sich im Alten Rathaus ins Goldene Buch der Stadt Hannover eingetragen. Zuletzt hatten sich am gestrigen Donnerstag die Botschafter von Pakistan und Togo in das Gldene Buch eingetragen, die ebenfalls anlässlich der Feierlichkeiten zum Tat der deutschen Einheit nach Hannover gekommen waren.

+++ 9.50 Uhr: Der Bundespräsident ist auch da und wird, wie die übrigen prominenten Politiker auch, von Weil begrüßt. In wenigen Minuten beginnt in der Kirche der Gottesdienst.

Von links: Verfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle mit Gattin Eva, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Daniela Schadt mit Partner Joachim Gauck (Bundespräsident), Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Stephan Weil und seine Gattin Rosemarie Kerkow-Weil. 

Quelle: Körner

+++ 9.40 Uhr: Jetzt ist auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eingetroffen. Sie lässt es sich nicht nehmen, auch die Schaulustigen zu begrüßen und einige Hände zu schütteln.

Erstes "Bad" in der "Menge": Merkel an der Marktkirche.

Quelle: Körner

+++ 9.37 Uhr: Auf dem Platz vor der Marktkirche begrüßt Stephan Weil die promienten Gäste persönlich. Als Ministerpräsident des Landes, das die Einheitsfeier in diesem Jahr ausrichtet, ist er ein Art Gastgeber. Und als ehemaliger Oberbürgermeister von Hannover ist die Feier für ihn ohnhin ein Heimspiel.

Weil begrüßt Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Quelle: Körner

+++ 9.33 Uhr: In der Marktkirche laufen die Vorbereitungen für den Gottesdienst. Ungewohnter Anblick: In der ersten Reihe sind Stühle für die Kanzlerin und das deutsche Staatsoberhaupt reserviert.

+++ 9.30 Uhr: Während das offizielle Programm rund um die Marktkirche langsam beginnt, nutzen ein paar Hannoveraner die frühen Stunden und drehen ihre gewohnte Joggingrunde um dem Maschsee. Später am Tag wird dort wohl kein Durchkommen mehr sein

+++ 9.24 Uhr: Die Organisatoren erwarten auf dem zweitägigen Bürgerfest eine halbe Million Besucher, 4000 Aktive sind dabei und knapp 150 Aussteller.

Was meinen Sie?

Am Maschsee steigt das Bürgerfest zur deutschen Einheit. Gehen Sie hin?

+++ 9.14 Uhr: Anders als am Donnerstag kommt es heute Morgen nicht zu Verkehrsproblemen in der City.  Im Berufsverkehr hatten die Sperrungen rund um den Maschsee gestern vor allem am Aegi und am Friederikenplatz für Chaos gesorgt. 

+++ 9.09 Uhr: Der Bereich um die Marktkirche ist vor dem Gottesdienst zum Tag der deutschen Einheit abgesperrt, zahlreiche Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Vor der Buchhandlung an der Marktkirche sind bereits erste Schaulustige eingetroffen: "Ich  würde der Bundeskanzlerin gerne die Hand geben", sagt Joachim Heike. Der 70-Jährige ist eigens aus Braunschweig angereist. "Auch über ein Autogramm vom Bundespräsidenten würde ich mich freuen", sagt er.

Warten auf die Prominenz: An der Marktkirche beginnt der heutige große Festakt zur Feier der Deutschen Einheit.

Quelle: Benne

+++ 9.03 Uhr: Einer der ersten offiziellen Programmpunkte des Tages ist der Eintrag der prominenten Gäste ins Goldene Buch der Stadt Hannover. Dieses wurde dazu eigens vom Neuen Rathaus ins Alte Rathaus gebracht - denn in der dort gegenüberliegenden Marktkirche beginnt um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdient anlässlich der Einheitsfeier.

+++ 9.00 Uhr: Schon am Donnerstag hat in Hannover die Party zum Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung begonnen. Ministerpräsident Stephan Weil läutete am Morgen das zweitägige Bürgerfest ein, bei dem sich alle Bundesländer am Maschsee mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm präsentieren.

mic/be/jki/heb/asl/kd

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Tag der Deutschen Einheit

Eine positive Bilanz haben die Organisatoren von den Feiern zum Tag der deutschen Einheit gezogen: Etwa 500.000 Menschen waren auf der Bürgermeile dabei, allein zum Finale am Freitagabend waren geschätzte 100.000 Besucher am Maschsee.

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