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Aus der Stadt Staatsanwaltschaft weist Peta-Beschwerde zurück
Hannover Aus der Stadt Staatsanwaltschaft weist Peta-Beschwerde zurück
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15:41 29.01.2018
Besucher beobachten die Elefanten im Zoo Hannover. Quelle: dpa
Hannover

 Die Tierrechtsorganisation Peta ist mit ihrer Beschwerde über die Einstellung des Verfahrens wegen mutmaßlicher Misshandlung von Elefanten gegen den Zoo Hannover gescheitert. Die Generalstaatsanwaltschaft Celle wies die Beschwerde am Montag zurück. Die Art und Weise, wie die Tiere gehalten werden, seien „nicht zu beanstanden“, sagt Gerichtssprecher Bernd Kolkmeier. Der Misshandlungsvorwurf sei einer erneuten „umfangreichen Prüfung“ unterzogen worden. Diese habe ergeben, dass „die Einschätzung der Sach- und Rechtslage durch die Staatsanwaltschaft Hannover“ zutreffe, sagt Kolkmeier.

Peta hatte im April vergangenen Jahres in einem vom ARD-Magazin „Report Mainz“ ausgestrahlten TV-Beitrag schwere Vorwürfe gegen den Zoo erhoben und untermauerte diese mit heimlich im Elefantengehege aufgenommenen Videosequenzen.  Dabei kritisierte Peta insbesondere den Einsatz sogenannter Elefantenhaken bei der Dressur der Tiere. Peta zeigte den Zoo daraufhin an. Das Ermittlungsverfahren stellte die Staatsanwaltschaft Hannover im August jedoch ein. Es habe keine konkreten Anhaltspunkte dafür gegeben, dass die Tiere durch den Einsatz der Elefantenhaken Verletzungen erlitten haben könnten, hieß es damals seitens der Staatsanwaltschaft Hannover. 

Diese Einschätzung teilt die Generalstaatsanwaltschaft in Celle. Der Einsatz der Elefantenhaken sei zum Schutz der Pfleger geboten. Auch auf den Videoaufnahmen sei nicht zu erkennen gewesen, dass Tiere verletzt worden seien. Ein Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass die Elefanten kein Fluchtverhalten zeigten. „Die Tiere suchten vielmehr aktiv den Kontakt zu den Pflegern“, sagt Gerichtssprecher Kolkmeier.

Die Gerichtsentscheidung sorgt für Erleichterung im Zoo Hannover. „Wir freuen uns über den Bescheid aus Celle, das Verfahren ist damit endgültig beendet“, sagt Geschäftsführer Andreas Casdorff. Man wolle Peta nun aber nicht für die Rufschädigung und Einnahmeeinbußen zur Verantwortung ziehen. Eine Unterlassungsklage sei nur im Sinne der Tierschützer, damit diese in der Lage seien, „die Kampagne weiter medial zu spielen“, sagt Casdorff. „Wir konzentrieren uns jetzt weiter auf unsere Tiere und unsere Hauptaufgabe: Menschen für Tiere und ihren Schutz zu begeistern.“ Statt der erhofften 1,3 Millionen Besucher kamen 2017 bloß rund eine Million Menschen in den Zoo – neben dem schlechten Wetter war die Peta-Kampagne.

Die Tierschützer wiederum geben sich mit dem Gerichtsentscheid nicht zufrieden. Die Organisation kritisiert, dass lediglich eins der fünf eingereichten Gutachten berücksichtigt wurde – laut Peta das einzige, das nicht von „erheblichen Schmerzen“ für die Elefanten spreche. Zwar gehe auch die Generalstaatsanwaltschaft davon aus, dass die Tiere mitunter Schmerzen durch die Elefantenhaken erleiden. „Diese sind aber offenbar nicht gravierend genug, als dass es für eine Anklageerhebung reicht“, sagt Peta-Sprecherin Yvonne Würz.

Peta bereitet derzeit eine sogenannte Gegenvorstellung vor, die bei der Generalstaatsanwaltschaft eingereicht werden soll. Mit diesem juristischen Mittel kann eine öffentliche Stelle dazu aufgefordert werden, das eigene Handeln noch einmal zu überprüfen und zu korrigieren. Außerdem soll eine Beschwerde gegen die Entscheidung beim niedersächsischen Justizministerium eingereicht werden. Würz: „Auf den Videos sind die Misshandlungen deutlich zu sehen.“

Von Peer Hellerling

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