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Studenten stellen E-Rennauto vor

Leibniz Universität Studenten stellen E-Rennauto vor

Die kreativen Entwickler und Marketingleute aus dem Formula-Student-Team der Leibniz-Universität haben am Mittwoch ihr schnittiges Elektrofahrzeug vorgestellt. Das darf sich nun auf der Rennstrecke und im internationalen Wettbewerb mit anderen studentischen Rennschlitten messen.

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Ein Team aus rund 70 Studenten hat den Rennwagen „Electric Horse 2016“ entwickelt. Zu ihnen gehören Philipp Dohse, Alexander Weiß, Pascal Blum und Teamleiter Hendrik Arndt. Bei der Präsentation im Lichthof der Leibniz-Uni kam der Bolide gut an.

Quelle: Behrens

Hannover . Um ein Haar hätte die Zulassung ihres neuen Rennwagens nicht geklappt. Doch die kreativen Entwickler und Marketingleute aus dem Formula-Student-Team der Leibniz-Universität haben in den vergangenen neun Monaten noch ganz andere Probleme gelöst. Ihr schnittiges Elektrofahrzeug, das sie mit viel Arbeitsaufwand entwickelt haben, darf auf die Rennstrecke und sich im internationalen Wettbewerb mit anderen studentischen Rennschlitten messen.

„Die Studenten haben sich dieses Mal für den Batteriekasten was Innovatives überlegt, das im Anmeldeformular nicht vorgesehen war“, berichtete Hans Jürgen Maier, Leiter des Instituts für Werkstoffkunde, am Mittwoch bei der Präsentation im Lichthof der Leibniz-Uni. Der Professor klingt ordentlich stolz auf die Truppe, die sich Horsepower nennt. Rund 70 Studenten aus verschiedenen Studiengängen wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften und Englisch gehören aktuell zum Team, das sich jedes Jahr neu zusammensetzt.

Der Elektro-Rennwagen des Teams Horsepower der Marketingleute aus dem Formula-Student-Team der Leibniz-Universitä startet bei einem internationalem Studenten-Rennen.

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Von außen ähneln sich die Rennboliden, die die Studenten Jahr für Jahr neu  präsentieren, berichtet Uni-Vizepräsident Christoph Strutz. Für das Innenleben gilt dies ganz und gar nicht. Der neue Rennwagen eH16 – mit vollem Namen „Electric Horse 2016“ – beschleunigt von null auf 100 Stundenkilometer in 2,2 Sekunden. Die echten Formel-1-Rennwagen mit Verbrennungsmotor brauchten dazu zumindest im Jahr 2013 noch 2,5 Sekunden, berichtet Maschinenbaustudent Alexander Weiß. Der 26-Jährige hat beim „Electric Horse 2016“ den Radträger aus Magnesium gegossen und das Getriebe in ihn integriert.

„Dadurch wird der Wagen leichter“, erläutert der Student. Das Fahrgestell besteht dieses Mal aus carbonfaserverstärktem Kunststoff und ist ein Monocoque. Das heißt, Verkleidung und Stützstruktur sind eins. Auch diese Lösung für das Chassis trägt zur Leichtigkeit des Rennwagens bei. „Außerdem verbiegt sich das Fahrgestell aus diesem Material nicht, wenn der Wagen in die Kurve geht.“

Knapp über 200 Kilogramm wiegt das „Electric Horse 2016“. „Im Vergleich zum Vorjahr haben die Studenten damit noch mal was rausgeholt“, lobt Professor Hans Jürgen Maier. Sein Institut unterstützt das selbst organisierte Projekt nach Kräften und stellt eine Werkstatt. „Zu jeder Tages- und Nachtzeit findet man in den neun Monaten jemanden dort, der an dem Wagen schraubt.“

Rennwagen-Projekt bereitet auf Teamarbeit vor

Maier unterstreicht, dass alle Probleme im modernen Maschinenbau heutzutage so komplex seien, dass sie nur im Team zu lösen sind. Genau darauf bereitet das Rennwagen-Projekt vor. Strutz unterstreicht, dass sich die Teilnehmer durch  Durchhaltevermögen, Teamgeist und die Fähigkeit zur Kontaktaufnahme mit Wirtschaftsunternehmen auszeichnen. „Es ist außerdem eine logistische Meisterleistung, dass sich jedes Jahr durch viel Werbung ein neues Team bildet.“

Bereits seit 2007 machen die Horsepower-Studenten beim internationalen Konstruktionswettbewerb Formula Student mit, seit 2011 haben sie sich auf die Elektro-Sparte verlegt. „Der Wettbewerb hat das Ziel, dass wir als Studenten bereits wie vollwertige Ingenieure arbeiten“, erläutert Hendrik Arndt, aktueller Teamleiter. Das Mitmachen sei für alle Studenten „cool“, sagt Philipp Schelske, auch für die Geisteswissenschaftler, die sich in Öffentlichkeitsarbeit und Sponsorensuche engagieren. „Wir spiegeln die Struktur eines kleinen mittelständischen Unternehmens wider.“ Neben viel Arbeit steckt auch jede Menge hochwertiges Material in dem E-Rennwagen. Rund 250 000 Euro ist der Rennbolide wert, schätzt Schelske. Und vier Studenten aus dem Team dürfen das Gefährt dieses Jahr bei Rennen in Hockenheim, Spanien und Italien steuern.

Alexander Weiß hat bei dem Projekt gleich Zukunftspläne geschmiedet: Er will mit Mitstudenten in die Entwicklung von E-Mobilen für Senioren einsteigen.

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