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Probefahrt: Eine Runde mit dem Tesla durch Hannover

Autohersteller Tesla eröffnet Hannover-Filiale Probefahrt: Eine Runde mit dem Tesla durch Hannover

Der amerikanische Elektroautohersteller Tesla hat am Freitag seine erste Filiale in Hannover eröffnet. Das Geschäft soll als Anlaufpunkt für interessierte E-Autofahrer dienen. Doch wie gut sind sie? Eine Probefahrt.

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Tesla-Mitarbeiterin Tuba Anatca zeigt den Kofferraum im vorderen Teil des Wagens.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Die beiden Autos, die am Freitagvormittag vor einem kleinen Geschäft in der Luisenstraße in Hannovers Innenstadt stehen, sehen auf den ersten Blick nicht besonders außergewöhnlich aus. Einer ist schwarz lackiert, der zweite dunkelgrau. Und doch bleiben immer wieder Passanten interessiert stehen, zücken ihre Handys, machen Fotos und betreten anschließend meist auch den Verkaufsraum.

Am Freitag hat Autohersteller Tesla seine Filiale in Hannover eröffnet. Eine Testfahrt im Elektroauto.

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Das liegt vor allem an der Marke. Der amerikanische Elektroautohersteller Tesla macht ein Versprechen auf die Zukunft - und eröffnet seine erste Filiale in Hannover just an jenem Tag, an dem die Konzernleitung des Autobauers VW ankündigt, allein in Deutschland 23 000 Stellen streichen zu wollen. Einer der Gründe: Der Wandel zur E-Mobilität bei VW. Dann gehen die Flügeltüren des Tesla auf, und man ahnt, das dies ein besonderes Auto ist.

Man habe Hannover als neuen Standort gewählt, weil die Nachfrage hier so hoch sei, lautet die Antwort der Elektroautobauer auf die Frage, warum man sich in der Luisenstraße niedergelassen habe. Aktuelle Zahlen über den Stand der Zulassungen von Tesla-Modellen in der Region gibt das Unternehmen allerdings nicht heraus. Das Geschäft soll als Anlaufpunkt für interessierte Elektroautofahrer dienen. Dort können auch Probefahrten gebucht werden.

Ein Elektroauto für Familien

Bei dem Auto, das wir zur Eröffnung testen können, handelt es sich um einen Tesla Model X 90 D. Das Fahrzeug hat Allradantrieb, nach Herstellerangaben eine Reichweite von 489 Kilometern, beschleunigt von 0 auf 100 Stundenkilometern in 3,1 Sekunden - und kostet rund 129 000 Euro. Dafür gibt es viel zu sehen. Tesla baut in seine Modelle serienmäßig die derzeit größte Windschutzscheibe aller Hersteller ein. Unser Testwagen ist bei der Fahrt durch die Innenstadt zudem sehr leise. Fahrgeräusche sind so gut wie nicht zu hören, sodass Gespräche auch mit den Mitfahrern auf den hintersten Sitzreihen problemlos möglich sind. Zündschlüssel, Kupplung, Handbremse, all diese gewohnten Dinge sucht man im Tesla vergebens.

Die Bedienung des Wagens funktioniert nahezu ausschließlich über einen großen Touchscreen, der rechts neben dem Lenkrad befestigt ist. Per Klick schließen sich die Türen. Ein weiterer Klick, und die Luftfederung hebt das Fahrzeug auf die Höhe eines herkömmlichen SUVs an. Ein Tritt auf die Bremse, und der Elektromotor startet.

Wir ziehen schnell die Aufmerksamkeit auf uns, als wir mit dem Wagen durch die Stadt gleiten. Noch größeres Erstaunen der Passanten lösen wir aus, als wir bei einem Stopp den Kofferraum öffnen. Zunächst den hinteren - und dann auch den vorderen, dort, wo für gewöhnlich der Motor zu finden ist. Der Wagen sorgt also schon jetzt für Furore. Und spornt damit vielleicht auch andere Hersteller an, es Tesla gleich zu tun: Familien-Elektroautos zu bauen, mit denen man nicht alle Nase lang an die Steckdose muss.

Nur bezahlbar müssten sie noch sein.

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