Zwei Elterninitiativen aus Hannover wollen eine Unterschriftenkampagne für mehr Krippenplätze starten. Mit der Aktion fordern sie einen stärkeren und schnelleren Ausbau der Betreuungsangebote für unter dreijährige Kinder noch vor der Einführung des Rechtsanspruchs im Jahr 2013. Die Elterninitiativen wollten in diesem Jahr selber neue Kinderkrippen eröffnen. Allerdings wurden sie nach eigenen Angaben von der Stadtverwaltung gestoppt, mit der Begründung, die Planung für den Ausbau der Krippenplätze bis 2013 sei bereits abgeschlossen. Die Unterschriftenkampagne soll am 12. März beginnen, kündigten die Elternvereine am Sonnabend an.
Hier können Sie im Internet an der Unterschriften-Aktion teilnehmen.
lni
Kommentare
Typisch Silke L. – 02.08.10
Die Politik betont immer wieder, wie wichtig Kinder- möglichst von gut ausgebildeten Eltern - sind, ist gleichzeitig aber nicht in der Lage, für genügend wohnortnahe Krippen, Kindergarten- und Hortplätze zu schaffen. Wenn betroffene Eltern dann eigeninitiativ tätig werden, wird diese Initiative mit der Begründung es bestehe kein Bedarf für neue Plätze blockiert. Nebenbei gesagt ist der Anspruch auf einen halben Kindergartenplatz, den ein Kind heutzutage hat, ein schlechter Witz - gerade für die sog. gut ausgebildeten Eltern. - Wenn man auf Politikebene so weiter macht, muss sich dort niemand wundern, das der Wunsch nach mehr Kindern nicht erfüllt wird.??? Ich – 02.08.10
Na das passt ja wieder.Dieser Beitrag lautet:
"Eltern aus Hannover sammeln Unterschriften für mehr Krippenplätze"
Und ein anderer Beitrag, direkt darunter:
"Einwanderer nehmen Krippen in Hannover kaum an"
Wieso reichen die Krippenplätze dann nicht ?
Stell man sich mal vor, die Einwanderer würden die Krippenplätze zu 100 % annehmen, was dann ?
Kita-Plätze für alle Kinder Georg Weil – 13.03.10
Der Kindertagesstätten-Stadtelternrat Hannover ist das Vertretungsgremium der Kita-Eltern auf Stadtebene. Darin vertreten sind die jeweiligen Gesamtelternbeiratsvorsitzenden der einzelnen Kita-Träger wie z.B. Städt. Kitas, AWO-Kitas, Caritas-Kitas, Evang.-Kitas, Kila-Ini, DRK-Kitas etc. und die bei der jährlichen Kita-Eltern-Vollversammlung in das Gremium gewählten Delegierten.Der Kita-Stadtelternrat Hannover fordert seit Jahren den Ausbau von Krippe, Kindergarten und Hort und den kostenfreien Zugang für alle Kinder.
Zur Zeit gibt es in Hannover einen kompletten Stillstand beim Ausbau von Hortplätzen (Der Hort ist das Nachmittagsangebot der Kitas für Grundschulkinder). Oberbürgermeister Stephan Weil begründet dies mit dem vorrangigen Bedarf beim Ausbau von Krippenplätzen.
Viel zu lange hat sich die Stadtpolitik auf die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen zur Bedarfsberechnung für Kita-Plätze verlassen. Trotzdem dieses Zahlenwerk vom Kita-Stadtelternrat stets angezweifelt wurde, weil darin eine deutlich zu niedrigere Nachfrage insbesondere nach Krippen- und Hortplätzen angenommen wird, haben insbesondere die einseitig am Sparen interessierten Haushaltspolitikerinnen und -politiker der Regierungs-Fraktionen nur all zu bereitwillig den jährlichen Kindertagesstättenberichten der Verwaltung Glauben geschenkt und zu wenig in den Kita-Ausbau investiert.
Wie die bereits jetzt enorme Nachfrage nach Hortplätzen gedeckt werden soll (über 1000 Eltern auf den Wartelisten) und welchen Hort die Kinder eines nicht all zu fernen Tages besuchen werden, deren Eltern jetzt einen Krippenplatz für ihr Kind anstreben ist bislang völlig ungeklärt.
Mit den von Oberbürgermeister Weil vorgelegten Vorschlägen zur Gründung so genannter "Offener Ganztagsschulen mit verlässlichem Angebot", hat es vor dem Hintergrund der akuten Unterversorgung im Kita-Bereich, so ist zu befürchten, vor allem eine Bewandtnis: Hier wird auf Kosten der Qualität Geld eingespart, um notdürftig die Löcher im Krippenbereich zu stopfen.
Durch die Einrichtung der im Programm „5 x 300“ anvisierten 1500 neuen Krippenplätze bis 2013, wächst in Hannover in wenigen Jahren noch einmal die Nachfrage nach Kita-Plätzen: Denn die Eltern, deren Kinder jetzt eine Krippe besuchen, werden bei der Einschulung ihrer Kinder nach einem Hortplatz nachfragen. Und dann fehlen nicht wie jetzt „nur“ etwas mehr als tausend Hortplätze, sondern mehrere tausend Hortplätze!
Deshalb ist es besonders wichtig, jetzt sehr genau auf Qualität zu achten. Andernfalls werden in der frühkindlichen Bildung und in der Grundschule bald nicht mehr pädagogische Fachkräfte unsere Kinder erziehen, sondern jede und jeder zugelassen, die/der von sich sagt, ich will jetzt mit Kindern arbeiten.
Die Stadt Hannover ist schlecht beraten, wenn sie auf Kosten der Qualität Maßnahmen etabliert, die die bestehenden Qualitätsstandards unterlaufen. Vielmehr muss die Stadt Hannover den von den Eltern in aller Deutlichkeit angemeldeten Bedarf nach Kita-Plätzen entsprechen und die Landesregierung unmissverständlich auf ihre Verpflichtung gegenüber den Eltern erinnern. Dazu gehört nicht zuletzt auch der massive Ausbau der Erzieherinnen- und Erzieher-Ausbildung.
Und was danach Thomas L. – 06.03.10
Ich finde es gut für mehr Krippenplätze zu kämpfen, aber man muss sich fragen was kommt danach. Wenn ich einen Krippenplatz habe, habe noch lange noch nicht einen gleichwertigen Platz im Kindergarten und muss mein Kind evtl. in eine 12:00 Uhr Gruppe geben, weil kein anderer Platz vorhanden ist. Das nächste Problem kommt mit der Grundschule. Ganztagsschule gut, aber wo bringe ich mein Kind in den Ferien unter. Soviel Urlaub kann ich nicht aufbringen. Also brauche ich doch einen Krippenplatz. Das ganze System hat einen Fehler und leidet an Geldmangel, Grabenkriegen sowie der Macht der Verwaltung. Insgesamt muss die Betreuung von Kinder in Krippen bis zum Hort ausgebaut werden!Link zur Onlineaktion Helge – 06.03.10
Und hier ist der Link zur Online-Unterschriftenaktion:http://www.mehr-krippenplaetze-in-hannover.de/
bitte weiterverbreiten!
Link zur Unterschriftenaktion Helge Limburg – 06.03.10
Und hier ist der link zur Online-Unterschriftenaktion. Bitte weiterverbreiten:http://www.mehr-krippenplaetze-in-hannover.de/
Sehr gut! Mutter29 – 06.03.10
Wo kann man unterschreiben? Ich finde die Idee sehr gut, wichtig und könnte mir vorstellen, dass noch weitere bereit wären Unterschriften zu sammeln!Oh je Kinderfreund – 06.03.10
Diese Eltern haben noch nicht begriffen, dass sie in einer Pleitestadt resp. Pleitebundesland leben, in der nur für ideologische Grabenkriege um z.B. eine Umweltzone oder Straßenumbenennungen und Landtagsneubauten Geld da ist, jedoch nicht für die zukünftige Generation...