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Eltern fordern sofortigen Schulausbau

Platznot Eltern fordern sofortigen Schulausbau

Angesichts stetig wachsender Schülerzahlen fordert der Stadtelternrat dringend einen Ausbau der weiterführenden Schulen. Die Gymnasien, Gesamt-, Real- und Oberschulen, die das wollen und von den räumlichen Gegebenheiten auch könnten, müssten dabei von der Stadt unterstützt werden, sagte Jürgen Birth, Vorstandsmitglied des Stadtelternrates.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Hannover . Die Elternvertreter kritisierten, dass es in Hannover keine wirklich vorausschauende Schulentwicklungsplanung gebe. Seit 2014 habe man den Ausbau der Schulen gefordert, die Platznot an den Gymnasien werde durch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren noch verschärft. Hinzu kämen veränderte Anforderungen durch den Ganztagsbetrieb und die Inklusion.

Im vergangenen Jahr hatten 54 Prozent der Eltern ihr Kind an einem Gymnasium angemeldet. Die Stadt sei in ihren Prognosen von etwa 49 Prozent ausgegangen, betonte Bernd Feierabend vom Arbeitskreis Gymnasien im Stadtelternrat. „Das war eine krasse Fehleinschätzung.“ Man habe die benötigten Plätze nur durch eine kurzfristige Anhebung der Klassenobergrenze auf 31 Kinder geschaffen. Eigentlich sollen nur 30 Kinder in einer Klasse sitzen, im Ausnahmefall dürfen es auch mal 31 sein. Die Elternvertreter befürchten nun, dass die Ausnahme zum Regelfall wird. 

„Wir kämpfen seit Jahren für kleinere Klassen“, sagte Elternvertreterin Ute Lange-Kunzmann. 32 Kinder oder mehr in einem 64 Quadratmeter großen Klassenzimmer seien eine Zumutung, für Schüler und Lehrer. Zehnjährige Kinder hätten zudem einen Bewegungsdrang.

Nicht auf eine Schule versteifen

Michael Balke, der im Stadtelternrat die Grundschulen vertritt, warnte davor, dass bei Kindern und Eltern die Enttäuschung in diesem Sommer tief sitzen könnte, wenn man sich monatelang eine Wunschschule aussucht und dann am Ende dort nicht angenommen wird.  Lange-Kunzmann sagte, es sei immer besser, sich nicht auf eine Schule zu versteifen, sondern mehrere in den Blick zu nehmen.

Wenn sich nach der Abschaffung der schriftlichen Laufbahnempfehlung noch mehr Eltern für ein Gymnasium entscheiden – nicht nur 54, sondern vielleicht 60 Prozent, wie Experten schätzen – dann finden immer weniger den Platz an ihrer Wunschschule. Zuletzt gab es besonders viele Absagen an der Leibnizschule, der Schillerschule, der Tellkampfschule und der Bismarckschule.

Nicht nur die Gymnasien, auch die  Gesamtschulen sind nach Births Angaben „schon bis zum Anschlag voll“. Hier hatten 129 Kinder keinen Platz gefunden. Die Stadt dürfe mit etwaigen Erweiterungen nicht bis zu den Anmeldungen im Mai warten, für den Schulstart im August sei es dann zu spät. Dezernentin Rita Maria Rzyski will sich Ende Januar im Schulausschuss dazu äußern.

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