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Eltern im Insulin-Prozess schuldig gesprochen

Tod einer Vierjährigen Eltern im Insulin-Prozess schuldig gesprochen

Im Prozess um die fahrlässige Tötung einer Vierjährigen sind die Eltern zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das entschied das Landgericht Hannover am Mittwoch. Die Eltern hatten ihrer diabeteskranken Tochter das lebensnotwendige Insulin verweigert.

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Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Im Fall ihrer schwer erkrankten Tochter sollen die Eltern die Dosis des lebensnotwendigen Insulins immer weiter verringert haben, um das Kind von dem Medikament zu entwöhnen. Stattdessen sollen sie ihrer Tochter Rohkost verabreicht haben, um so die Diabetes in den Griff zu bekommen. Als sich im Dezember 2009 der gesundheitliche Zustand ihrer Tochter massiv verschlechterte, riefen sie den Notarzt. Doch der alarmierte Mediziner konnte nichts mehr für die Vierjährige tun. Die Eltern hatten vor Gericht die Vorwürfe bestritten. Durch eine gesunde Ernährung wollten sie vielmehr die Spätfolgen der Diabetes lindern.

Einerseits gebe es keinen Zweifel, dass es sich bei den Angeklagten um liebende Eltern handele, sagte Schwurgerichts-Vorsitzender Wolfgang Rosenbusch am Mittwoch bei der Urteilsverkündung. „Aber sie hatten die alleinige Verantwortung für das Kind und sind dieser nicht gerecht geworden.“ Damit liegt für den Richter eine gravierende Verletzung der Sorgfaltspflicht vor. Die Eltern hätten sich nicht grundsätzlich von der rationalen Schulmedizin verabschieden dürfen und die Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren lassen müssen. Spätestens an Heiligabend hätte das Kind durch die sofortige Behandlung eines Notarztes noch gerettet werden können.

miz

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