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Pilotprojekt in Schule kostet Eltern 500 Euro

Teure Lernmaterialien Pilotprojekt in Schule kostet Eltern 500 Euro

Sechs Pilotschulen starten in Hannover im kommenden Jahr einen Modellversuch zum digitalen Lernen mit Tablet-Computern. WLAN-Zugang und eine Breitbandanbindung sind die technische Voraussetzung dafür. Auf die Eltern kommen Kosten von 500 Euro zu.

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Die Kinder und Jugendlichen sollen mit dem Tablet interaktiver Lernen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Damit die Schulen ab Januar entsprechend ausgerüstet werden können, sind schon in den vergangenen Sommerferien dafür die ersten Kabel verlegt worden. Wichtig sei es, dass ein webbasierter Zugang zu jeder Zeit an jedem Ort möglich sei, sagte Projektleiter Malte Clemens, der jetzt im Schulausschuss einen Zwischenbericht zum Medienentwicklungsplan der Stadt gab. „Wir arbeiten an einer zentralen Lösung für alle Schulen.“ Zunächst sollen im Januar die Lehrkräfte ihre Dienstgeräte erhalten, damit sie auch schon an ersten Fortbildungen zum digitalen Lernen teilnehmen können.

Die Geräte für die Schüler müssen die Eltern selbst kaufen, die Tablets dürften rund 500 Euro kosten. Elternvertreter hatten dagegen schon scharfen Protest erhoben. Das Schulmaterial werde immer teurer, heißt es auch vonseiten der Diakonie, die eine Onlinepetition zur Anhebung des Bildungs- und Teilhabepakets des Bundes gestartet hat. Die Tablets können über die Bundeshilfe genauso wenig finanziert werden wie grafikfähige Taschenrechner, die oft ab Klasse 7 angeschafft werden müssen und die rund 90 Euro kosten. Wie schon bei den Taschenrechnern will die Stadt ärmeren Familien auch den Erwerb der Tablets ermöglichen. „Am Geld soll es nicht scheitern“, sagte Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski. Wenn Familien auf Hartz IV angewiesen seien, werde die Stadt die Geräte bezahlen.

An der Helene-Lange-Schule sollen die Jahrgangsstufen 7 und 9 (rund 240 Schüler) künftig mit Tablets lernen, an der Humboldtschule neben dem 7. Jahrgang auch einzelne andere Klassen, an der Käthe-Kollwitz-Schule sind es sogar alle rund 450 Acht- bis Zehntklässler, an der Integrierten Gesamtschule Linden ist der 11. Jahrgang plus weitere Klassen ausgewählt worden (rund 250 Schüler insgesamt), an der Gerhart-Hauptmann-Realschule sind es zwischen 75 und 100 Schüler ganz unterschiedlicher Jahrgangsstufen. Um auch anderen Kindern an den Pilotschulen, die nicht zu den Tabletklassen gehören, das mobile Lernen schmackhaft zu machen, stellt die Stadt pro Schule drei weitere Klassensätze zur Verfügung. Die Egestorffgrundschule beteiligt sich ebenfalls an dem Modellversuch.

Das Projekt startet nächsten Sommer und läuft dann ein Jahr. Anschließend soll es evaluiert und dann auf die anderen Schulen übertragen werden. Die CDU kritisierte, dass der Großteil der hannoverschen Schulen zunächst außen vor blieben. Vor 2019 passiere nichts. Michael Klie (SPD) sagte, dass die übrigen Schulen von den Erfahrungen des Pilotversuch profitieren würden.

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