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Aus der Stadt EndZoo distanziert sich von Plakataktion
Hannover Aus der Stadt EndZoo distanziert sich von Plakataktion
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14:45 04.12.2015
Von Frerk Schenker
"Wir waren das nicht": EndZoo distanziert sich von der Plakataktion. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

"Ausverkauf. Unsere Käfige Quellen über. Wir brauchen Platz für neue niedliche Ware": So stand es auf einem der Plakate, die am Donnerstag an mehreren Stadtbahnhaltestellen illegal angebracht worden waren und aus dem Erlebnis-Zoo Hannover einen "Erleidens-Zoo Hannover" machten. Auf den ersten Anschein war die Initiative EndZoo Urheber der Aktion. Am Freitag distanzierte sich der Verein allerdings von der Aktion. "Wir waren das nicht", sagte Frank Albrecht, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Nürtingen (Baden-Württemberg), gegenüber der HAZ. 

Die Plakate waren am Donnerstag unter anderem an den Haltestellen Clevertor, Lindener Marktplatz und Wiesenau entdeckt worden, noch am selben Tag ließ die Üstra sie entfernen. Die Üstra-Tochter X-City Marketing, der die Werbeflächen gehören, hat rechtliche Schritte gegen die Täter angekündigt. 

Diese, so betont Albrecht mit Gespräch mit der HAZ, seien aber definitiv nicht im Kreise der EndZoo-Aktivisten zu finden. "Wir lehnen solche illegalen Aktionen ab", sagte Albrecht. Der Verein laufe sonst Gefahr, seine Gemeinnützigkeit zu verlieren. Dass jemand seiner Mitglieder die Aktion ohne sein Wissen gestartet habe, schloss er aus. "Wir sind nur zehn Personen, und keiner von denen hat was damit zu tun." Zudem komme keiner der Aktivisten aus Hannover. Die Aktion selbst bezeichnet Zookritiker Albrecht zwar als originell - allerdings nur bezogen auf den Inhalt: "Provokation ist in Ordnung, aber nicht so. Wir würden so etwas offiziell machen, also Werbeflächen kaufen." Er mutmaßt, dass Trittbrettfahrer sich den Namen von EndZoo zueigen gemacht haben. 

Der Zoo Hannover hatte bereits am Donnerstag betont, dass die Plakate von Zoogegnern stammten. Es sei aber nicht nicht eindeutig, ob die Initiative "EndZoo" dahinter stecke, sagte Pressesprecher Sebastian Bär. Zugleich machte er ein Angebot an alle Kritiker: "Wir diskutieren gerne über das Für und Wider von Zoos, aber dafür brauchen wir einen konkreten Diskussionspartner."

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