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EndZoo distanziert sich von Plakataktion

Üstra-Haltestellen EndZoo distanziert sich von Plakataktion

Der Verein EndZoo hat sich von der illegalen Plakataktion in Hannover distanziert. Am Donnerstag waren an mehreren Stadtbahnhaltestellen zookritische Werbeplakate wild angebracht worden, die im Namen von EndZoo Stimmung gegen den Zoo Hannover machten. „Wir waren das nicht“, heißt es von den Zookritikern.

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"Wir waren das nicht": EndZoo distanziert sich von der Plakataktion.

Quelle: Christian Elsner

Hannover. "Ausverkauf. Unsere Käfige Quellen über. Wir brauchen Platz für neue niedliche Ware": So stand es auf einem der Plakate, die am Donnerstag an mehreren Stadtbahnhaltestellen illegal angebracht worden waren und aus dem Erlebnis-Zoo Hannover einen "Erleidens-Zoo Hannover" machten. Auf den ersten Anschein war die Initiative EndZoo Urheber der Aktion. Am Freitag distanzierte sich der Verein allerdings von der Aktion. "Wir waren das nicht", sagte Frank Albrecht, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Nürtingen (Baden-Württemberg), gegenüber der HAZ. 

Die Plakate waren am Donnerstag unter anderem an den Haltestellen Clevertor, Lindener Marktplatz und Wiesenau entdeckt worden, noch am selben Tag ließ die Üstra sie entfernen. Die Üstra-Tochter X-City Marketing, der die Werbeflächen gehören, hat rechtliche Schritte gegen die Täter angekündigt. 

"Erleidens-Zoo Hannover": Mit Plakaten an der Haltestelle Wiesenau kritisieren Tierschützer der Initiative EndZoo den Erlebnis-Zoo Hannover. 

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Diese, so betont Albrecht mit Gespräch mit der HAZ, seien aber definitiv nicht im Kreise der EndZoo-Aktivisten zu finden. "Wir lehnen solche illegalen Aktionen ab", sagte Albrecht. Der Verein laufe sonst Gefahr, seine Gemeinnützigkeit zu verlieren. Dass jemand seiner Mitglieder die Aktion ohne sein Wissen gestartet habe, schloss er aus. "Wir sind nur zehn Personen, und keiner von denen hat was damit zu tun." Zudem komme keiner der Aktivisten aus Hannover. Die Aktion selbst bezeichnet Zookritiker Albrecht zwar als originell - allerdings nur bezogen auf den Inhalt: "Provokation ist in Ordnung, aber nicht so. Wir würden so etwas offiziell machen, also Werbeflächen kaufen." Er mutmaßt, dass Trittbrettfahrer sich den Namen von EndZoo zueigen gemacht haben. 

Der Zoo Hannover hatte bereits am Donnerstag betont, dass die Plakate von Zoogegnern stammten. Es sei aber nicht nicht eindeutig, ob die Initiative "EndZoo" dahinter stecke, sagte Pressesprecher Sebastian Bär. Zugleich machte er ein Angebot an alle Kritiker: "Wir diskutieren gerne über das Für und Wider von Zoos, aber dafür brauchen wir einen konkreten Diskussionspartner."

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