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Endspurt beim interaktiven Hannover-Krimi

„Haarmanns Erbe“ Endspurt beim interaktiven Hannover-Krimi

Der erste interaktive Hannover-Krimi nähert sich dem Ende. Zusammen mit HAZ-Lesern haben das Schriftstellerpaar Wolfram Hänel und Ulrike Gerold „Haarmanns Erbe“ geschrieben. Die Premierenlesung findet am 30. Oktober im Kanapee statt.

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Wolfram Hänel und Ulrike Gerold haben in ihrem Krimi viele Hannover-Bezüge untergebracht.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Das Schriftstellerpaar Wolfram Hänel und Ulrike Gerold ist derzeit ziemlich beschäftigt. Die Arbeit am ersten interaktiven Hannover-Krimi namens „Haarmanns Erbe“ nähert sich dem Ende. Im Frühjahr hatte das Autorenduo begonnen, einen besonderen Roman zu schreiben, den HAZ-Leser direkt beeinflussen sollten. Die Leser stimmten per E-Mail und Telefon über entscheidende Spielorte ab, griffen in die Handlung ein, konnten selbst Teil des Romans werden, wenn die Idee der Rollenbiografie überzeugte.

Hannover – ein heißes Pflaster

„Wir werden alles an Handwerk in den Roman werfen“, sagte Hänel zum Beginn des Projekts zuversichtlich. „Wir haben so viele Hannover-Bezüge untergebracht wie noch nie“, sagt der Autor nun sichtlich stolz kurz vor der Romanfertigstellung. „Tatort“-Schauspieler Dietmar Bär hat schon reingelesen. „Ich weiß schon lange, dass Hannover ein heißes Pflaster ist – meine Frau kommt schließlich aus der Wedemark! Trotzdem habe ich in diesem Krimi noch so einiges entdeckt, was mir neu war. Machen Sie sich auf was gefasst!“, lässt sich der Darsteller von Freddy Schenk zitieren.

Der Krimi spielt in hannoverschen Gastronomien wie dem Kanapee, XS All Areas oder Das Eichhorn’s in der Südstadt. In einer Szene wird über die hannoversche Musikszene philosophiert von Jane, Eloy, Terry Hoax bis zu Punkbands wie Kaltwetterfront, Hans-A-Plast und die Abstürzenden Brieftauben. Natürlich dreht sich der Krimi um die Geschichte des Mörders Haarmann. Aber es geht vor allem um einen Täter, der Haarmann nachzuahmen scheint. Eine Spur führt gar zum Künstler Timm Ulrichs.

Ein Treffen mit Timm Ulrichs

„Wir haben uns für den Krimi auch direkt mit Ulrichs getroffen“, erzählt Gerold. „Ein spannender und vor allem neugieriger Mensch.“ Ulrichs spricht im Roman viel über die Kunstszene. „Ich darf aber verraten, dass Ulrichs nicht unbedingt lange Teil des Verdächtigenkanons ist“, sagt Hänel. Der Romankommissar Tabori könne nur wenig mit den Aussagen des Künstlers anfangen.

Für eine andere Buchrecherche zog sich das Paar in die Katakomben der Markthalle zurück. Zwischen Kühlschränken und alten Kachelräumen wollte es sich inspirieren lassen. „Aber da hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Gekachelte Toiletten gibt es nicht mehr. Zumindest die Umkleideräume haben noch ihren alten Charme“, sagt Hänel.

Der Krimi erscheint als Kooperation von HAZ und dem Zu-Klampen-Verlag. Der Termin für eine erste Premierenlesung steht. Am 30. Oktober wird es im Kanapee an er Edenstraße düster – zumindest wenn die Autoren das Finale rechtzeitig beenden. Es bleibt also spannend.

Jan Sedelies

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