Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Teewurst-Skandal

Entlassene Pflegerin darf nun doch weiter arbeiten


Die wegen eines geklauten Stücks Teewurst gekündigte Pflegerin in einem Caritas-Altenheim in Hannover darf nun doch weiterarbeiten. Der Arbeitgeber hatte der schwerbehinderten Frau zuvor fristlos gekündigt.
Der Arbeitgeber rudert im Teewurst-Skandal zurück.

Der Arbeitgeber rudert im Teewurst-Skandal zurück.

© Herbert Rogge

Obwohl die Entlassung der Frau „juristisch korrekt und nicht zu beanstanden“ gewesen sei, habe man sich dazu entschlossen, die Kündigung zurückzuziehen und die Frau weiterzubeschäftigen, teilte der Geschäftsführer der Berliner Trägergesellschaft Evangelisches Johannesstift Altenhilfe, Wilfried Wesemann, am Freitag in Hannover mit.

Die körperlich behinderte, 41 Jahre alte Pflegerin hatte 18 Jahre lang im Seniorenzentrum St. Martinshof in Hannover-Misburg gearbeitet. Sie verlor ihren Job, weil sie ein Brot mit Teewurst verzehrt hatte, das eigentlich für die Heimbewohner bestimmt war. Die Frau klagte deshalb vor dem Arbeitsgericht Hannover, ein Gütetermin sollte Anfang Dezember stattfinden. Als das Gericht am Donnerstag über den Termin die Medien informierte, wurde der Fall öffentlich und löste eine Welle der Entrüstung aus.

Wesemann sagte, der Sachverhalt, dass die Frau wegen Diebstahls ihre Kündigung erhalten habe, sei „unstrittig“. Schon zuvor sei das Beschäftigungsverhältnis zwischen der Frau und dem Pflegeheim problematisch und über Jahre „nicht ohne Beanstandung“ gewesen. Unter Berücksichtigung „christlich-diakonischer“ Werte wie „Fürsorge“ und „Nächstenliebe“, denen man sich verpflichtet fühle, werde aber nun von der Kündigung Abstand genommen, sagte Wesemann.

ddp

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
  • @faslo S.W. – 23.11.09
    ch verstehe nur nicht wie sie an so viel internas über das Arbeiten dieser Frau gekommen sind.Ihr Artikel klang eher als eine nachträgliche Abrechnung eines frustrierten Vorgesetzten von ihr.
  • @faslo Bornum – 23.11.09
    Na ,da haben sie ja richtig aufgeräumt.Zackig,Zackig.Ich gehe davon aus,das ihre Abteilung nicht sehr groß ist.Und ihre Firma nicht unter das Betriebsverfassungsgesetz fällt.Mit Gewerkschaft und Betriebsrat haben sie sich bestimmt nicht rum prügeln müssen.Oder doch? Dann sollten sie ihre erfolgreiche Arbeit als Führungskraft unbedingt publizieren.Das hat heute Hochkonjunktur.Da wird dann das Buch"Wie kündige ich Unkündbare" zum Kinderbuch.Die Deutsche Arbeitswelt wartet auf ihre Taten und Erkenntnisse.Reichtum wartet auf sie.
  • @s.w. faslo – 22.11.09
    Unser Betriebsklima ist super bis perfekt. Dafür habe ich als Abteilungsleiter eines technischen Betriebes gesorgt. Es sind bei uns nunmehr nur noch Angestellte vorhanden, die sich mit der Firma identifizieren und Spaß an der Arbeit haben. Das hebt das Betriebsklima und steigert die Leistung und den Teamgeist ungemein, was widerum wettbewerbsfähig macht. Die Schwachleister und Verweigerer sind nun selber ihres Glückes Schmied und werden sicherlich über die BA in für sie geeignete Jobs vermittelt. Das sind Fakten, die durch unsere anonymen Mitarbeiterbefragungen bestätigt werden.
    Glücklicherweise ist der Weg dahin in der freien Wirtschaft etwas einfacher.

    PS: Wer Lust an der Arbeit hat und Erfolge sammelt ist seltener krank. Wenn diese mutmaßliche Diebin nur mehr und intelligenter an sich und ihre Lebensgestaltung gedacht hätte, hätte sie vermutlich selber den Hut genommen und sich eine passsende Stelle gesucht. Es steht übrigens jedem Caritas MA frei sich gegen ein geringes Entgeld (Selbskostenniveau) mit Nahrung zu versorgen. Es muss da keiner hungern.
  • Diebin Marta – 22.11.09
    Klauen ist kein Straftatbestand mehr. Sie kann auch ihre Schützlinge beklauen, macht nichts. In was für einem (Rechts)staat leben wir nur? Klauen, körperverletzen, sachbeschädigen, für alles hat die Justiz und offenb ar auch die Allgemeinheit Verständnis. Die Geschädigten bzw. Opfer sind die Leidtragenden.
  • Christliches Menschenbild (Korrektur) Burkhard Henze Hannover – 22.11.09
    Was sind nur das nur für Christen wie der Geschäftsführer der Evangelischen Johanneshilfe Wesemann der die Kündigung nur zurück gezogen hat,weil der Druck der Medien und der Gewerkschaften zu stark wurde.Und dann dies mit dreisten Ausage begründet "Weil wir uns einem christlichen Menschbild verpflichtet fühlen"
  • Christliches Menschenbild Burkhard Henze Hannover – 22.11.09
    Was sind nur das nur für Christen wie der Geschäftsführer der Evangelischen Johanneshilfe Wesemann der die Kündigung nur zurück gezogen haben,weil der Druck der Medien und der Gewerkschaften zu stark wurde.Und dann dies mit dreisten Ausage begründet "Weil wir uns einem christlichen Menschbild verpflichtet fühlen"
  • @S.W. hasilein – 21.11.09
    Ein gutes Betriebsklima hat man also, wenn man die Mitarbeiter klauen lässt und auch Unfähigkeit derselben duldet, aha, das wusste ich bislang nicht.
  • @faslo S.W. – 21.11.09
    Sie sind für ihre Firma,ein super Aushändeschild.Wie es um ihr Betriebsklima gestellt ist,braucht man nicht mehr zufragen.Ihr Kommentar spricht Bände.
  • Fassungslos faslo – 21.11.09
    Ich kann es nicht glauben, dass die Caritas durch den öffentlichen Druck eingeknickt ist! Damit zeigt ihr eklatante Führungsschwäche und sendet anderen renitenten oder unfähigen Mitarbeitern des Martinshofes ein Signal zum weitermachen. Warum steht ihr nicht zu euren Entscheidungen und lasst ein ordentliches Gericht darüber befinden?
    @HAZ: ich überlege nach der saumäßig recherchierten Berichterstattung mein Abo zu kündigen. Hier mal ein paar Fakten: das Damenhemd, dass einem Bewohner "versehentlich angezogen" wurde war weder Gegenstand des letzten Prozesses noch ein Versehen. Andere Pflegekräfte konnten es nur mit Not ohne Schere wieder vom Leib des betroffenen entfernen.

    Die Frau hat mitnichten die Lohnabsenkung bei der Übernahme der Altenzentren unterschrieben. Sie schmarotzt auf Kosten der anderen Mitarbeiter bei ihrem alten Gehalt und will jetzt mit eurer öffentlichen Hilfe auch noch die Anwaltskosten zurückholen. Juristisch hätte sie sicherlich nicht die geringste Chance gehabt. Macht euch doch bitte künftig die Mühe den Wahrheitsgehalt der abgedruckten Aussagen zu prüfen bevor ihr euch zum Erfüllungsgehilfen eines publicitygeilen Anwalts und seiner Klientin macht und versucht in Bild-Manier die Auflage hoch zu treiben. Man könnte hier noch locker weiter schreiben... Ihr erreicht hier tiefstes Presseniveau und verliert in Wirklichkeit bestenfalls Kunden.
  • Rausekeln die unbeliebte – 21.11.09
    Ist sicher ein ungewöhnlicher Fall. Mir scheint der AG hat den Fall nur konstruiert um die Schwerbehinderte loszuwerden. Nun hat der AG "Kalte Füße" bekommen vor dem Termin.
    Nicht zu vergleichen mit den Fällen wo Mitarbeiter sich begünstigen, siehe denn AOK Fall oder bei VW Aktuell steht in den WN. Es sei den der Chef bekommt auch etwas ab und der BR hat seine Lustreisen.
    Wer bei seinem AG jedoch auf der "schwarzen Liste steht" muß aufpassen. Siehe auch Artikel in der FR"Überwachte Beschäftigte", warum Mehdorn gehen musste.
    Ich werde seit Jahren gemobbt und bin Schwerbehindert. Der AG sucht immer etwas neues und nun sitze ich bei vollem Gehalt zu Hause. Bin im Öff.Dienst. Sicher wird eines Tages der Zwangsruhestand kommen, nach der Devise entweder sie stimmen zu oder wir wurschteln in der Vergangenheit ob nicht doch eine Büroklammer in ihre Tasche gewandert ist.
    Na denn Prost
  • Kündigung dirk – 21.11.09
    gott was haben viele für beschissene arbeitgeber und bin ich froh, dass bei mir alles anders ist.

    ich könnte bei meinem boss fressen so viel, bis ich platze, ohne ihm was zu sagen, wenn ich mit ihm dabei einen konflikt hätte, würde er mich zu einem gespräch einladen, dann würden wir alles dabei klären, aber er würde mich wegen so einem hirnverbranntten schwachsinn niemals entlassen. mir tun nur die armen schweine leid, die solch beschissene arbeitgeber haben. wenn ich einen lieben gast bei mir zu hause habe und er frisst mir heimlich einen lebkuchen weg, dann schmeiss ich ihn auch nicht deswegen gleich raus, mit der begrüdung des vertrauensbruchs, es sei denn, der gast war mir schon von vornherein nicht genehm.
  • Was denn nun? Kritik – 21.11.09
    Was ist denn nun los? Hat sie gestohlen oder nicht? Wenn ja, ist sie fristlos zu entlassen. Wenn nein, ist sie weiterzubeschäftigen. Gilt für jeden Arbeitnehmer. Die christlich soziale Begründung für die Weiterbeschäftigung scheint wohl die öffentliche Reaktion ausgelöst zu haben. Tolle Verhältnisse bei dem Arbeitgeber, der entsprechende Signale an die übrigen Beschäftigten aussendet.

    In jedem Fall hat die vermeintliche Diebin für sich den richtigen Weg eingeschlagen, indem sie das Verfahren veröffentlicht hat.
    Wenn das Schule macht, kann jeder VW-Beschäftigte tonnenweise Werkzeug aus der Halle tragen. Schließlich hat ja auch VW eine soziale und vielleicht auch christliche Aufgabe wahrzunehmen.
  • Tja – 21.11.09
    Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen
  • badboy paulchen – 20.11.09
    Ich hoffe nur du wirst bei der ersten Minute Pausenüberziehung auch gefeuert wegen Zeitdiebstahl, könnte auch ein kleines Schwätzchen im Dienst sein, der kurze Brief auf dem DienstPC oder aber die 5 Blatt Toilettenpapier die du mehr brauchst als der Durchschnitt. Glaub mir dir weint keiner eine Träne nach, im Gegenteil dir gibt man noch den berühmten Tritt.
  • Teewurst 674Hannover30655 – 20.11.09
    Jetzt sollte die Frau auch unterlassen, Ihr Handy am Arbeitsplatz aufzuladen, wegen Stromklau. Dann geht es wieder von vorne los !!
  • ist´s Geklaute nur nicht mein, da kann ich barmherzig sein ! badboy – 20.11.09
    Ich würde gerne all die barmherzigen Schwätzer erleben, wenn es ihr Besitz, ob Teewurst oder was auch immer, gewesen wäre, den die Frau geklaut hat. Auweia, da hätte der christliche Stammtisch aber geflennt und nach der ultimativen Inqusition gerufen. Aber im Moment ist es scheinbar angesagt, auf Klassenkampf zu machen und Ausbeutung und Sklaverei durch die bösen Arbeitgeber anzuprangern. Jetzt ist dieser Arbeitgeber leider angesichts der Medienschelte eingeknickt, andere trauen sich aus Angst vor schlechter Publicity schon nicht mehr, diebisches Personal aus dem Unternehmen zu entfernen. Wann gibt es endlich einen Katalog, in dem steht was ich nach wieviel Jahren Betriebszugehörigkeit so alles ungestraft klauen darf ? Und was ist, wenn ich im "Öffentlichen Dienst" arbeite, ist dann alles egal, weil sich der Schaden auf so viele Schultern verteilt ? Oder stört es dann doch endlich wieder jemanden aus der Riege der kommentierenden barmherzigen Schwestern und Brüder ? Wer klaut, der geht ein Risiko ein, ob am Arbeitsplatz, im Supermarkt, im Kaufhaus oder sonst irgendwo, und er weiß das, er akzeptiert die Möglichkeit der Sanktion. Also, was soll dann das Gejammer, wer klaut, egal ob wenig oder viel, fliegt raus, und das ist auch gut so.
  • @Tja Granysmith – 20.11.09
    Ihre christlichen Einwände in allen Ehren...jedoch sollten Sie überdenken wohin das Brot "gewandert" wäre wenn die Frau es nicht gegessen hätte; ich verstehe sowieso die gesamte Diskussion nicht. Der Fall ist klar: Der kirchliche Träger will "Humane Ressourcen" freisetzten um Kosten einzusparen. Alle anderen Begründungen sind nicht akzeptabel und schlichtweg gelogen.In einer Betriebswirtschaftlichen Umgebung ist ein solches Verhalten ganz normal. Der Arbeitnehmer ist immer das schwächste Glied und nur einen Kostenstelle. Wer es akzeptiert das gelernte Fachkräfte für 5 Euro Brutto Ihrer Arbeit nachgehen müssen ist meiner Meinung nach unchristlich und somit asozial. Jeder sollte sich überlegen warum die Frau so etwas getan hat und ob man in einer solchen Situation nicht selbst so gehandelt hätte.
  • Verstehe ich nicht Tja – 20.11.09
    Christlich hin oder her aber...

    DU SOLLST NICHT STEHLEN.

    Dieses Gebot wurde uns von Gott gegeben und daran sollen sich alle Christen und besonders Caritas- bzw. Johannesstift-Mitarbeiter halten.

    Diese Mitarbeiterin hat aber tatsächlich gestohlen und darf wieder beim Altenheim bzw. in einem anderen Bereich des berliner Trägers arbeiten. Wenn dieses jetzt jeder macht und sagt "Ist nur ein Brot - Ist nur ein Buch - Sind nur 5 Euro"? Christen dürfen dieses nicht... die Vorgehensweise sei dahingestellt, da ich nicht weiß wie es ausgesprochen wurde aber...

    Ich hätte es an deren Stelle durchgezogen! Sie hat nicht nur gegen ein Gesetz, sondern auch gegen die Bibel verstoßen! Diskussion abgeschlossen!
  • @Adam PH – 20.11.09
    da kann ich nur zustimmen-die wollten die Frau einfach loswerden weil sie ihm vielleicht zu teuer wahr/ist das ist alles und nur weil es in der zeitung stand kommt dem Herrn nun "Nächstenliebe" in den Sinn-
  • Heuchler! Adam – 20.11.09
    "Unter Berücksichtigung „christlich-diakonischer“ Werte wie „Fürsorge“ und „Nächstenliebe“, denen man sich verpflichtet fühle, werde aber nun von der Kündigung Abstand genommen, sagte Wesemann.".

    Die öffentliche Empörung der letzten Tage hat damit selbstverständlich nichts zu tun.
    Wo dieses Gefühl der Verpflichtung geblieben wäre, wenn der Fall im Stillen abgehandelt worden wäre dürfte klar sein.

Meistgelesene Hannover-Artikel

Anzeige

Videos aus Hannover

Kennen Sie Hannover?

Hannover von oben: Das neue Rathaus.

Aus der Vogelperspektive sehen bekannte Orte ganz anders aus. Wie gut kennen Sie Hannover? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Bilderrätsel.

Tipp für Vereine: Homepage aktuell halten

myheimat - Das Mitmachportal der Heimatzeitungen in HAZ und Neuer Presse

Viele Vereine kennen das Problem: Die eigene Internetseite ist veraltet, weil die Zeit dafür fehlt. Mit dem Mitmachportal unserer Zeitung lassen sich Pressearbeit und Pflege der Vereinshomepage in einem Schritt erledigen.

Anzeige

Welcher Stadtteil ist gemeint?

Stadtteilrätsel

Wie gut kennen Sie Hannover? Woche für Woche präsentieren wir Ihnen an dieser Stelle ein neues Rätsel. Beantworten Sie die Fragen und schicken Sie das Lösungswort an die Redaktion. Viel Spaß beim Rätseln!

Hannover in Zahlen

Hannover in Zahlen
  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 521.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
    30159 Hannover
    Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stephan Weil (SPD)


Top