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Unterspülte Landebahn vermiest Urlaubsbeginn

Entschädigung für Flugverspätung Unterspülte Landebahn vermiest Urlaubsbeginn

Weil Regen eine Landebahn des Flughafens auf Rhodos unterspülte, landete der Ferienflieger eines Urlaubers 15 Stunden zu spät. Der Passagier klagte gegen die Fluggesellschaft Tuifly, forderte 400 Euro Entschädigung. Am Ende einigte man sich in einem Vergleich vor dem Amtsgericht auf 200 Euro.

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Die Schäden an der Landebahn auf Rhodos machten die Landung unmöglich.

Quelle: privat

Hannover. Der Urlauber war bedient: An einem Mittwoch um 10.30 Uhr sollte sein Flugzeug vergangenen September auf Rhodos landen – tatsächlich setzte es aber erst 15 Stunden später auf, also nachts um 1.30 Uhr. Schuld am verunglückten Ferienbeginn waren starke Regenfälle, die die Landebahn auf der griechischen Insel unterspült hatten. Der Reisende zog vor Gericht, klagte wegen einer mehr als dreistündigen Verspätung – auf Basis der europäischen Fluggastrechteverordung – eine Entschädigung von 400 Euro ein. Tuifly, die betroffene Fluggesellschaft, hielt dagegen: Die Beschädigung der Landebahn sei als „außergewöhnlicher Umstand“ zu werten, der einen Regressanspruch ausschließe. Amtsrichterin Friederike Lang konnte die Anwälte der beiden Parteien jetzt von den Vorzügen eines – noch nicht rechtskräftigen – Vergleichs überzeugen. Demnach bekommt der Urlauber 200 Euro erstattet.

Normalerweise hätte dem Flugpassagier kein Schadensersatz zugestanden: Die Unterspülung einer Landebahn zählt sicher zu den außergewöhnlichen Umständen, die eine Fluggesellschaft nicht zu verantworten hat. Die Krux war aber, dass der Airport der Mittelmeerinsel bereits kurze Zeit nach der geplanten Startzeit des Ferienfliegers wieder geöffnet wurde. Um 6.30 Uhr sollte die Tuifly-Maschine ursprünglich in Stuttgart abheben, um 8 Uhr griechischer Zeit waren die Löcher auf Rhodos geflickt. Warum also musste der Urlauber bis zum Abend warten, bis seine Maschine zu ihrem vierstündigen Flug gen Süden abhob?

Als Zeugin am Amtsgericht Hannover geladen war eine Tuifly-Mitarbeiterin, die an jenem Spätsommertag für Planung und Durchführung der Flüge verantwortlich war. Weil es zunächst geheißen habe, dass die Reparaturarbeiten wesentlich länger dauern, habe man etliche Flüge storniert oder umgeleitet, so die Angestellte. Um das „Chaos“ zu beseitigen, das eine solche vorübergehende Schließung verursache, brauche man zudem immer etliche Stunden. Eine Normalisierung der Flugpläne sei nicht auf die Schnelle zu bewerkstelligen. Doch Richterin Lang zeigte sich skeptisch. Sie sei nicht überzeugt, dass die Airline genug getan habe, um die Auswirkungen des Wasserschadens für die Passagiere zu minimieren und Verspätungen so gering wie möglich ausfallen zu lassen. Diese Skepsis führte dazu, dass sich schließlich auch der Tuifly-Anwalt kompromissbereit zeigte und dem Vergleichsvorschlag zustimmte.

Die Ausbesserungsarbeiten auf Rhodos waren übrigens mit heißer Nadel gestrickt, wie die Tuifly-Mitarbeiterin offenbarte. Am nächsten Septembertag habe die Landebahn erneut gesperrt werden müssen, um die Schäden auf der Piste nachhaltig zu beseitigen.

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