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Entscheidung zu Kopf-Platz vertagt

Umbenennung Entscheidung zu Kopf-Platz vertagt

Der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz als Adresse des niedersächsischen Landtags sollte längst Geschichte sein. Doch der Bezirksrat Mitte als zuständiges Gremium für eine Umbenennung kann sich offenbar nicht zu einer Entscheidung durchringen.

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Wie wird der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz zukünftig heißen? Darüber wird zurzeit noch diskutiert.

Quelle: Archiv

Hannover. Eigentlich sollte in der Sitzung am Montag ein mit allen Fraktionen abgestimmter Antrag auf die Tagesordnung gesetzt werden, doch die CDU hatte noch Einwände. Das könnte daran liegen, dass in dem Antrag, der der HAZ vorliegt, die Philosophin Hannah Arendt als neue Namensgeberin für den Platz vorgeschlagen wird. Die CDU im Bezirksrat hatte sich stets für eine neutrale Bezeichnung ausgesprochen. Damit folgte sie ihren Parteifreunden im Landtag, die „Platz der Niedersachsen“ vorgeschlagen hatten. Vor wenigen Wochen hatte Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) Mitglieder des Bezirksrates und Vertreter der Stadtverwaltung zu einem vertraulichen Gespräch gebeten. Darin betonte auch Hannovers Kulturdezernentin Marlis Drevermann (SPD), dass die Stadt einen neutralen Namen bevorzuge, etwa „Platz des Landtags“.

SPD und Grüne, in Bezirksrat und Landtag, hatten jedoch stets Abneigung bekundet. Sie präferierten einen Frauennamen. Die politische Denkerin Hannah Arendt stand dabei ganz oben auf der Liste. Die Philosophin und Jüdin wurde 1906 in Hannover geboren und musste nach der Machtergreifung in die USA fliehen. In ihrem Werk hat sie sich mit den Mechanismen totalitärer Herrschaft beschäftigt.

Einig sind sich die Parteien im Bezirksrat allein darin, dass Hinrich Wilhelm Kopf als Namensgeber nicht mehr tragbar ist. Denn Kopf hatte während der Zeit des Nationalsozialismus dabei geholfen, polnische Juden zu enteignen.

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Mitte
Soll umbenannt werden: Der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz vor dem Landtag.

Die Debatte um die Umbenennung des Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platzes geht weiter. Die CDU im Bezirksrat Mitte will dem Platz eine neutrale Bezeichnung geben.

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