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Aha muss kleinere Müllautos kaufen

Rückwärtsfahrverbot Aha muss kleinere Müllautos kaufen

Der hannoversche Entsorger Aha wird voraussichtlich eine Anzahl kleinerer Müllautos kaufen müssen. Grund ist unter anderem eine Gesetzesänderung, deretwegen Müllwagen nicht mehr rückwärts fahren dürfen. So kommen sie bald durch manch enge Straße nicht mehr hindurch.

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„Es ist einfach immer enger geworden“: Für die Aha-Fahrzeuge wird die Müllabfuhr problematischer.

Quelle: von Ditfurth

Hannover. Zum einen will die gesetzliche Unfallversicherung das Rückwärtsfahren von Müllwagen verbieten – dann können die großen Müllwagen Sackgassen mit kleinen Wendehammern nicht mehr befahren. Zum anderen planen die Städte und Gemeinden ihre Straßen immer enger, sagt der Prokurist des Abfallwirtschaftsbetriebs Aha, Mike Renneberg.

„Die verkehrsberuhigten Zonen nehmen immer mehr zu“, sagt Renneberg. Häufig würden beispielsweise Blumeninseln die Fahrbahnen so verengen, dass Müllfahrzeuge mit der üblichen Breite von 2,50 Metern kaum noch durchkämen. Renneberg betont dabei, dass die Breite der Müllfahrzeuge über die Jahre nicht zugenommen habe. „Es ist einfach immer enger geworden“, sagt er.

In manchen Straßen hingen die Probleme für die Müllabfuhr mit den immer breiteren Autos zusammen, etwa SUVs (Sport Utility Vehicles), erläutert Renneberg. „Wenn in einer Straße, in der es schon eng ist, breite Autos an beiden Seiten in den Parkbuchten stehen, wird es für unsere Wagen eng“, sagt der Aha-Mitarbeiter.

Sollte Aha kleinere Wagen anschaffen, würde das die Kosten für die Müllabfuhr insgesamt in die Höhe treiben. Denn die Abfuhr mit kleinen Fahrzeugen würde teurer.

In diesem Jahr hatten die Probleme der Müllabfuhr mit engen Straßen bereits mehrmals Folgen für die Bürger. Im August war bekannt geworden, dass Aha das städtische Ordnungsamt ruft, wenn Autos im engen Giselherweg in Badenstedt abgestellt sind und die Arbeit der Müllwerker behindern. Die Mitarbeiter verteilen in Badenstedt dann Knöllchen für am Straßenrand abgestellte Autos.

Im Juni hatten Anwohner eines Wohngebietes in Wettbergen protestiert, weil Aha verlangen wollte, die vollen Müllbehälter bis zur nächstgrößeren Straße zu rollen und dort am Abend wieder abzuholen. Für einige Anwohner hätte das einen Weg von bis zu 300 Metern bedeutet. Der Abfallwirtschaftsbetrieb begründete das mit den engen Straßen in dem Gebiet und den fehlenden Wendemöglichkeiten. Nachdem die Bürger des Wohngebietes in der HAZ ihrem Ärger Luft gemacht hatten, reagierte Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz und kündigte an, die Tonnen testweise mit einem kleineren Fahrzeug vor der Haustür abzuholen, zum großen Müllwagen zu bringen, zu entleeren und dann wieder an die Hofeinfahrt zu stellen. Die Testphase läuft noch bis zum Jahresende, erst dann will Aha den Versuch bewerten.

Müllwerker waren in den vergangenen Wochen auch immer wieder mit einem deutlich kleineren Müllwagen unterwegs, der nicht nur schmaler, sondern auch wesentlich wendiger und übersichtlicher ist. Allerdings hat der Wagen aus Sicht von Aha einen gravierenden Nachteil: Wegen des kleineren Volumens des Müllbehälters können mit dem Wagen keine zwei Müllsorten gesammelt werden. Zudem muss der Wagen wesentlich häufiger zur Deponie fahren, um den gesammelten Müll zu entleeren. „Jede Fahrt kostet natürlich viel Zeit“, sagt Renneberg.

Derzeit arbeitet das Unternehmen an einem Straßenkataster. Dort wird jede einzelne Straße in der Region und die Güte ihrer Befahrbarkeit aufgelistet.

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