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Aus der Stadt Knöllchen trotz defekten Ticket-Entwerters
Hannover Aus der Stadt Knöllchen trotz defekten Ticket-Entwerters
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00:25 16.10.2015
Von Bernd Haase
Einen solchen Entwerter gibt es am Bahnhof Langenhagen-Pferdemarkt. Quelle: Koch/Archiv (Symbolfoto)
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Hannover

„Ich stand am Ende völlig neben mir“, sagt sie.

Im Gegensatz Fahrscheinen aus den Automaten der Üstra, die zum sofortigen Fahrtantritt berechtigen, müssen die der Bahnautomaten in den kleinen blauen Entwerterkästen gestempelt werden. An den meisten Bahnsteigen steht nur einer davon zur Verfügung, allerdings nicht immer: Ausfälle sind relativ häufig – vor allem wegen Vandalismus. Der Kunde ist dann der Gelackmeierte. Ein Nachlösen im Zug ist im Regionalverkehr nicht möglich. Ein ungestempelter Fahrschein zählt nicht, steigt der Kunde trotzdem zu, ist er ein Schwarzfahrer.

„Mir ist das dreimal innerhalb einer Woche passiert“, sagt Merkel. Sie habe jeweils die Störungsstelle der Bahn angerufen und den Defekt gemeldet. Daraufhin sei ihr gesagt worden, sie solle einsteigen und bei einer Kontrolle auf das Telefonat verweisen. Zweimal verstanden die Kontrolleure die Schilderung Merkels. Beim dritten Mal seien die Dinge dann eskaliert, es kam zu einem Knöllchen – 60 Euro. Dieses sei dann aber nach einer Intervention am Infostand im Hauptbahnhof rückgängig gemacht worden.

Von der Beschwerdestelle der Bahn hat Merkel ein Schreiben bekommen, in dem Verständnis für den Ärger gezeigt werde. „Unser Zugpersonal will Reisenden, die ohne gültige Fahrkarte angetroffen werden, nicht Schwarzfahrerei unterstellen.“ Leider hätten die Mitarbeiter im fahrenden Zug aber nicht die Möglichkeit, die Angaben der Reisenden zu überprüfen. Deshalb werde in einem solchen Fall das erhöhte Beförderungsentgelt festgesetzt, aber auch vermerkt, wenn als Grund eine Entwerterstörung angegeben werde. Nach Überprüfung mit entsprechendem Resultat verzichte man auf die 60 Euro. Wichtig sei dabei: Der Fahrgast müsse sich unaufgefordert beim Zugpersonal melden. Werde man von diesem bei einer Kontrolle angesprochen, sei es zu spät.

Merkel muss regelmäßig beruflich nach Springe fahren. Dazu, so sagt sie, werde sie zunächst wieder das Auto benutzen.     

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