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Erbprinz Ernst August enthüllt Leibniz-Büste

Auf der Marienburg Erbprinz Ernst August enthüllt Leibniz-Büste

Ernst August Erbprinz von Hannover hat in der Bibliothek der Marienburg eine Büste von Gottfried Wilhelm Leibniz enthüllt. Dabei gestand der Hausherr seine Bewunderung für den Universalgelehrten, der vor 300 Jahren starb: „Seine Intelligenz hätte ich gern.“

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Großer Geist in guter Gesellschaft. Auf der Marienburg stehen bereits Büsten von Händel, Goethe und Schiller.

Quelle: Rainer Droese

Pattensen. Die Büste geht auf eine Form zurück, die der hannoversche Bildhauer Johann Gottfried Schmidt 1788 schuf. Dieser produzierte damals nach einem alten Stich im großen Stil Leibniz-Büsten – sie zeigten das Genie ohne Perücke und im Gewand eines antiken Philosophen. Der Leibniz-Experte Erwin Stein bekam 2001 von der Leibniz-Bibliothek, die ein erhaltenes Exemplar hütet, die Erlaubnis, Abgüsse machen zu lassen. Den letzten von insgesamt sechs hat jetzt die Marienburg erworben.

Ernst August von Hannover enthüllt am 12.09.2016 eine Büste von Gottfried Wilhelm Leibniz in der Bibliothek auf Schloss Marienburg bei Pattensen. Neben Beethoven, Goethe und Schiller wird zukünftig auch die Büste von Gottfried Wilhelm Leibniz anlässlich seines 300. Todesjahres im Schloss Marienburg zu sehen sein.

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„Leibniz kehrt damit heim zu den Welfen“ sagte der Publizist Eike Christian Hirsch bei der Enthüllung der Büste. In der Vergangenheit sei man teils zu Unrecht davon ausgegangen, dass der Großgelehrte von seinen aristokratischen Arbeitgebern allerlei Ungemach zu erdulden gehabt habe: „Er wurde jedoch gut behandelt“, sagt Hirsch. Obwohl Leibniz die versprochene Geschichte des Welfenhauses nie ablieferte, sei Kurfürst Georg Ludwig ausgesprochen nachsichtig mit ihm gewesen. „Er war mit seinen Recherchen selbst nicht zufrieden – dabei waren Historiker später überrascht, wie viel er herausgefunden hatte“, sagt auch Ernst August.

Leibniz war als Bibliothekar bei den Welfen angestellt: „Doch das war diesem klugen und wachen Geist wohl nicht genug“, sagt der Erbprinz. Daher habe der Gelehrte sich auch um den Harzer Bergbau und die Konstruktion einer Rechenmaschine gekümmert. Und er schrieb sich 390 Briefe mit der geistvollen Kurfürstin Sophie.

Leibniz-Theater auf der Marienburg

Die Inhalte der Briefwechsel zwischen Universalgelehrtem und Kurfürstin sind auch in die Theaterführung „Wenn die Sophie mit dem Genie ...“ eingegangen, die jetzt auf der Marienburg zu sehen ist. Darin führen die Schauspieler Jan Kristof Schliep (bislang am Theater für Niedersachsen) und Tatjana Pohl die Besucher in die Zeit des barocken Fürstenhofes. Ob die neue Büste im nächsten Jahr steinerner Zeuge einer Hochzeit wird, ist ungewiss: Der Erbprinz hat angekündigt, im Sommer 2017 seine Verlobte Ekaterina Malysheva heiraten zu wollen. Ob das Fest auf der Marienburg stattfindet, mochte er noch nicht sagen: „Das steht noch nichts fest.“

Die Theaterführung „Wenn die Sophie mit dem Genie ...“ (ab 14 Jahren) kostet 25 Euro. Anmeldungen unter der Telefonnummer (0 50 69) 34 80 00.

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