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Aus der Stadt Erbprinz Ernst August von Hannover zieht ins Fürstenhaus
Hannover Aus der Stadt Erbprinz Ernst August von Hannover zieht ins Fürstenhaus
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07:55 07.04.2011
Das Fürstenhaus Herrenhausen ist ein historisches Palais mit Privatwohnung. Quelle: Rainer Surrey

Ernst August Erbprinz von Hannover hat jetzt einen festen Anlaufpunkt in der Stadt der Welfen: Der 27-jährige Sohn von Ernst August Prinz von Hannover wird das Fürstenhaus in Herrenhausen, das zum alten Familienbesitz gehört, künftig ausschließlich privat nutzen. Das hat Mauritz von Reden, Bevollmächtigter des Welfenhauses, gestern bestätigt. Es bedeute aber nicht, dass der in London lebende Erbprinz seinen dauerhaften Wohnsitz in das historische Palais verlege, betont von Reden. „Wir haben uns jedoch entschlossen, dort keine Veranstaltungen mehr zu machen.“

Das im frühen 18. Jahrhundert errichtete und 1864/65 im Auftrag des hannoverschen Königs Georg V. restaurierte Gebäude war in den vergangenen Jahren für Bankette, Empfänge oder Feiern vermietet worden. Zuletzt gab es aber immer weniger Veranstaltungen. „Ein umfangreicher Betrieb schien uns nicht mehr sinnvoll“, sagt von Reden dazu. Drei bereits gebuchte Veranstaltungen würden bis Ende Juni noch durchgeführt, dann sei Schluss. Der Museumsbetrieb in dem mit wertvollen Gemälden, Möbeln und Porzellan ausgestatteten Fürstenhaus, das sich gegenüber der Nordwestecke des Großen Gartens befindet, wurde bereits 2005 eingestellt.

In der ersten Etage des Gebäudes gibt es nach Auskunft von Redens seit der Expo eine ausgebaute Wohnung, in der während der Weltausstellung auch der im Jahr 2005 verstorbene Fürst Rainier von Monaco vorübergehend wohnte, Vater von Caroline von Monaco, der Ehefrau von Prinz Ernst August. Aufwendig umgebaut werde für die private Nutzung des Fürstenhauses nicht, sagt der Bevollmächtigte des Welfenhauses. „Die Räume sind nutzbar wie bisher.“ In den achtziger Jahren sei das Haus grundsaniert worden, seitdem würden Investitionen lediglich „im Rahmen der üblichen Unterhaltungsmaßnahmen“ getätigt.

Die Entscheidung, das Fürstenhaus nicht mehr für Veranstaltungen zu vermieten, sei bereits Ende vergangenen Jahres gefallen, sagt von Reden. Seither nutze der Erbprinz die Räume schon privat, wenn er in Hannover sei. Der 27-Jährige, der als Investmentbanker in London tätig sei, komme gern hin und wieder in die Landeshauptstadt. „Doch er sieht sich nicht als Person des öffentlichen Lebens und möchte sein privates Leben in Hannover führen“, meint von Reden. Öffentlich gezeigt hatte sich Ernst August junior jüngst bei der CeBIT-Eröffnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, davor hatte er Ministerpräsident David McAllister in der Staatskanzlei besucht.

Der Erbprinz ist der ältere der beiden Söhne von Prinz Ernst August, sein Bruder Christian Heinrich ist zwei Jahre jünger. Der junge Ernst August hatte zum Jahreswechsel das Welfen-Hausgut, die Domäne Pattensen-Schulenburg, verkauft, die ihm 2004 von seinem Vater überschrieben worden war. Er ist nach wie vor Eigentümer der Marienburg.

Stefanie Kaune

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