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Aus der Stadt Erfolg für aha im Müllkrieg
Hannover Aus der Stadt Erfolg für aha im Müllkrieg
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20:47 08.11.2011
Von Mathias Klein
Ortstermin am Fließband: Das Verwaltungsgericht inspiziert die Umschlaganlage Burgdorf. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Die Firma Landbell aus Mainz wollte erreichen, dass aha die gelben Säcke nicht mehr mit der O-Tonne einsammeln darf. Die O-Tonne wird von aha gerade in einem Großversuch getestet.

Bei der Tonne handelt es sich um ein kostenloses Angebot. Wer sie hat, kann Kunststoffe, Metalle, kleine Elektrogeräte, Bekleidung sowie die gelben Säcke darin entsorgen. Landbell hatte im Verlauf des Verfahrens immer wieder den Verdacht geäußert, dass aha den Inhalt der in die O-Tonnen geworfenen Säcke nicht ordnungsgemäß an das duale System weiterleitet, das für die Verwertung des Verpackungsmülls zuständig ist.

Hinter dem Prozess steht der Versuch von Landbell, eine Etablierung von aha beim Einsammeln begehrter Wertstoffe wie Metall und Bekleidung zu verhindern. Die Regionstochter aha will diesen lukrativen Markt in der Region besetzen, um mit den Einnahmen die Müllgebühren stabil zu halten.

Vor der Verhandlung im Verwaltungsgericht hatte das Gericht für den Vormittag eine Ortsbesichtigung in der Umschlaganlage Burgdorf angesetzt, dort wird der Inhalt der O-Tonnen sortiert. Die Vertreter von Landbell äußerten allerdings den Verdacht, dass normalerweise der Betrieb auf der Umschlaganlage ganz anders verlaufe. Beispielsweise sagte ein Unternehmensvertreter, dass die Schaufel des Radladers sonst mit Zinnen bewehrt sei, die die gelben Säcke zerstören würden. Wegen des Gerichtstermins sei ein anderer Radlader unterwegs, meinte er. Bemängelt wurde auch, dass der sortierte Müll aus der O-Tonne „viel zu sauber“ sei. Dahinter steckt offenbar der Verdacht, aha habe die Szenerie auf der Umschlaganlage komplett inszeniert.

In der Verhandlung bemängelten die Vertreter von Landbell, durch den derzeit laufenden Modellversuch, in dem die O-Tonne erprobt wird, bewege sich aha in einem rechtsfreien Raum. Die Kammer sah das hingegen anders. Kein Passus in den Verträgen verbiete aha das Einsammeln der gelben Säcke mit der O-Tonne, sagte der Vorsitzende Richter Ingo Behrens.

Wegen des grundsätzlichen Charakters der Klage hat das Gericht eine Berufung vor dem Oberlandesgericht zugelassen. Gleichzeitig geht Landbell auch vor dem Landgericht gegen aha vor, um die O-Tonne zu verhindern.

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