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Ermittlungen gegen Beamte in Hannover dauern an

Misshandlungsvorwurf gegen Polizei Ermittlungen gegen Beamte in Hannover dauern an

Die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Misshandlung durch Polizisten dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch mindestens zwei Wochen. Ein Student aus Pattensen erhebt den Vorwurf von Polizisten unter anderem geschlagen worden zu sein.

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Gegen Beamte der Polizeiwache Herschelstraße in Hannover wird wegen des Vorwurfs der Misshandlung weiter ermittelt.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Im Fall des Studenten aus Pattensen, der Beamten der Wache Herschelstraße vorwirft, ihn schwer misshandelt zu haben, kommen die Ermittlungen nur schleppend voran. Noch wird der Fall von einem speziellen Fachkommissariat innerhalb der Polizeidirektion bearbeitet, das sich ausschließlich mit Ermittlungen gegen Beamte befasst. Die Staatsanwaltschaft rechnet damit, dass diese Untersuchungen noch mindestens weitere zwei Wochen andauern werden. Erst dann landen die Ermittlungsakten wieder bei der Strafverfolgungsbehörde. Dort werden die Unterlagen erneut durchgesehen, bevor die Entscheidung über eine Anklage oder die Einstellung des Verfahrens fällt. Und auch diese Prüfung wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Dabei lieg der Vorfall, um den es geht, bereits mehr als ein halbes Jahr zurück. Am Abend des 8. Oktober 2010 befand sich der Maschinenbaustudent aus Pattensen zu Fuß auf dem Weg zum Bahnhof. Er telefonierte dabei mit seiner Freundin. Plötzlich geriet er mit fünf Polizisten, die privat und in Zivil unterwegs waren, aneinander. Nach Darstellung der Beamten soll der 20-Jährige einen der Kollegen angepöbelt und bespuckt haben. Der Student dagegen bleibt bei seiner Version, die Polizisten hätten ihn ohne Grund provoziert, angespuckt und dann angegriffen. Die Beamten überwältigten den aus dem Libanon stammenden Mann und brachten ihn zur Wache in der Herschelstraße. Dort sei er erneut geschlagen, getreten und gestoßen worden.

Appell der Polizeispitze: Vor diesem Hintergrund hat Polizeivizepräsident Rainer Langer in einer internen Mitarbeiterzeitung der Behörde einen „dringenden Appell“ an alle Beamten gerichtet. „Seien Sie sich bitte zu jeder Zeit Ihrer ganz besonderen Verantwortung für das Außenbild der gesamten Organisation bewusst“, schreibt Langer. Bei allen Herausforderungen, mit denen die Beamten der Innenstadtwache Herschelstraße immer wieder konfrontiert würden, müsse „auch die Grenze polizeilichen Handelns“ akzeptiert werden. „Behutsamkeit, Fingerspitzengefühl und Augenmaß gehören genauso zum Anforderungsprofil wie Entschlossenheit“, heißt es in dem Appell weiter.

Vivien-Marie Drews und Tobias Morchner

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