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Ermittlungen in HoGeSa-Fall eingestellt

Brutaler Übergriff nach Demo Ermittlungen in HoGeSa-Fall eingestellt

Der brutale Übergriff auf vier Teilnehmer einer Hooligan-Demonstration vor gut einem Jahr bleibt vorerst ungesühnt. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes und gefährlicher Körperverletzung eingestellt.

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Am 15. November 2014 hatten Hooligans in Hannover demonstriert. 

Quelle: Archiv

Hannover. „Wir konnten trotz intensiver Bemühungen keine Tatverdächtigen in dem Fall ermitteln“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Nach Abschluss der Demonstration der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) am 15. November 2014 auf dem Zentralen Omnibusbahnhof hatte sich die vier Teilnehmer aus Bielefeld zu ihrem Wagen an der Ecke Striehlstraße/Postkamp begeben, um die Heimreise anzutreten. Plötzlich wurden die Männer, von denen mindestens einer bis heute in der Hooligan-Gruppe „Blaue Horde Bielefeld“ organisiert ist, von 30 bis 40 zum größten Teil vermummten Linksautonomen attackiert.

Die Angreifer beschimpften die Bielefelder zunächst als Nazis, sprühten ihnen Pfefferspray ins Gesicht und prügelten dann auf sie ein, wobei ein Messer oder ein Schraubendreher zum Einsatz gekommen sein muss. Zwei der Männer konnten sich retten. Die übrigen zwei kamen mit einem Augenhöhlenanriss, einer zweifachen Schädelfraktur und mehreren Rippenbrüchen in Krankenhäuser. Es gebe Anhaltspunkte, dass die Täter in einem Fall den Tod eines Opfers mindestens billigend in Kauf genommen hätten, hieß es in der Mitteilung der Polizei nach den Ereignissen.

Der Protest von 3200 Hooligans und Rechtsextremen in Hannover ist weitgehend friedlich verlaufen. Einen Polizeieinsatz dieser Größenordnung hatte es jedoch seit Jahren in Hannover nicht mehr gegeben.

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Die Ermittler ließen nichts unversucht, um den brutalen Überfall am hellen Tag mitten in der Innenstadt aufzuklären. Sie werteten die Videos der Überwachungskameras rund um den Tatort aus. Sie befragten zahlreiche Zeugen, die den Vorfall zum Teil mit ihren Handys gefilmt hatten. „Nichts davon hat uns am Ende weitergeholfen“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge. Sollten sich in der Zukunft allerdings konkrete Ansatzpunkte zur Aufklärung des Verbrechens ergeben, könnten die Ermittlungen in diesem Fall umgehend wieder aufgenommen werden.

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