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Aus der Stadt Zieht das Welfenpaar auf die Marienburg?
Hannover Aus der Stadt Zieht das Welfenpaar auf die Marienburg?
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00:17 05.11.2016
Von Simon Benne
Quelle: Dröse/dpa/M
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Pattensen

Für Traditionalisten unter Hannovers Lokalpatrioten wäre das ein Fest. Ein Stück vom alten, königlichen Glanz würde wieder die Heimat adeln - und Pattensen könnte zum Magneten für Promis aus der Welt der Betuchten und der Blaublüter werden. Ernst August Erbprinz von Hannover und seine Verlobte Ekaterina Malysheva, die derzeit in London leben, planen nach einem Bericht der „Bunten“, in die Stammlande der Welfen überzusiedeln: „Ich werde im nächsten Jahr nach Deutschland ziehen“, soll die Modedesignerin einer Journalistin am Rande einer Vernissage verraten haben.

Sicher ist, dass Ekaterina Malysheva, gebürtige Russin und aufgewachsen in Prag, derzeit Deutsch lernt. Das Paar will Anfang Juli 2017 auf Schloss Marienburg heiraten und dürfte sich danach öfter in Hannover aufhalten. Werden sie also auf der Marienburg leben? Beim Italiener in Pattensen essen und morgens um den Burgberg joggen? Rangeln künftig Paparazzi um die besten Plätze im Gebüsch vor Nordstemmens Bäckerläden, um das junge Glück beim Brötchenholen zu knipsen?

So schön ist Schloss Marienburg aus der Luft. Drohnenbilder vom Schloss Marienburg zwischen Pattensen und Nordstemmen.

Aus dem engen Umfeld des Paares heißt es jetzt: Ein Umzug auf die Marienburg ist eher unwahrscheinlich. „Es gibt zwar die Überlegung, nach Deutschland zu ziehen, aber darüber ist noch lange nicht entschieden“, sagt ein Vertrauter.

Natürlich lebt es sich in Pattensen ruhiger und preiswerter als in London. Doch es gibt da ein Problem: Die Marienburg hat zwar 135 Räume - doch keinen Wohnraum. Jedenfalls keinen ohne Gobelins und Intarsienmöbel aus dem 19. Jahrhundert. Keinen Ort, an dem man Geschirrspüler oder Flachbildfernseher aufstellen könnte, ohne dass sie stören. Er habe auf dem Schloss noch kein einziges Mal übernachtet, verriet Ernst August unlängst. Allenfalls langfristig könne er sich vorstellen, irgendwo ins Umland der Burg zu ziehen.

Der Fan des FC Fulham, auch ein Zweitligist übrigens, mag es außerdem eher schnörkellos: Er wohne gern normal und modern, erklärte der Welfenspross. Als Immobilie ist die Marienburg nicht unbedingt der Inbegriff normalen und modernen Wohnens. Und die rund 200.000 Besucher, die das Schloss jährlich besichtigen, könnten die Ruhe im heimischen Wohnzimmer nachhaltig stören.

Die Eigentümer des Ihme-Zentrums haben Architekten beauftragt, die Planung für neue Fassaden an Blumenauer und Spinnereistraße voranzutreiben. Kurzfristig solle der Bauantrag gestellt werden, heißt es. Ein „belastbares Sanierungskonzept“ fehlt jedoch weiterhin.

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