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Asbest in der Leibniz-Bibliothek entdeckt

Eröffnung erneut verschoben Asbest in der Leibniz-Bibliothek entdeckt

Die Wiedereröffnung nach dem Umbau der Leibniz-Bibliothek verzögert sich erneut. Ein Grund: In der Decke der Bibliotheksverwaltung wurde Asbest entdeckt, das nun fachgerecht entsorgt werden muss. Zudem wird der Umbau wird 1,23 Millionen Euro teurer als geplant.

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In der Decke der Bibliotheksverwaltung wurde Asbest entdeckt, das nun fachgerecht entsorgt werden muss.

Quelle: Alexander Körner

Hannover. Kabel hängen an den Wänden herab, der Fußboden ist mit Folie ausgelegt, überall stehen Farbeimer und Teppichrollen auf der Erde. Die Leibniz-Bibliothek ist unverkennbar eine Baustelle - und die Wiedereröffnung nach dem Umbau lässt weiter auf sich warten. Ursprünglich war diese für den 1. Juli geplant, dann wurde sie auf September verschoben, und jetzt verzögert sie sich erneut. Nach derzeitigem Planungsstand wird das staatliche Baumanagement die Bibliothek am 4. Dezember übergeben. „Bald danach ist dann die Eröffnung“, sagt Bibliotheksdirektor Georg Ruppelt.

Ein Grund für die Verzögerung: In der Decke der Bibliotheksverwaltung wurde Asbest entdeckt, das nun fachgerecht entsorgt werden muss. „Zurzeit besteht keine Gefahr, da die Stoffe luftdicht abgeschlossen sind“, versichert Antje Tiede, Sprecherin des zuständigen Finanzministeriums. Dennoch sei eine Sanierung zwingend erforderlich.

Die Wiedereröffnung der Leibniz-Bibliothek lässt weiter auf sich warten. Ursprünglich war die Eröffnung für den 1. Juli geplant. Inzwischen ist ein Termin im Dezember vorgesehen.

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Die ungeplanten Arbeiten sind auch ein Grund dafür, dass der Umbau deutlich teurer wird als geplant: Zu den ursprünglich veranschlagten 10 Millionen Euro (3 Millionen vom Bund, 7 Millionen vom Land) kommen nun weitere rund 1,23 Millionen Euro. „Dafür werden wir unsere Schätze endlich angemessen präsentieren können“, sagt Ruppelt.

Der Bibliotheksdirektor steht im ersten Stock des Siebzigerjahre-Baus zwischen Rigipsplatten und Absperrbaken. „Hier wird das Herz des Hauses sein“, sagt er: Im Mittelalter-Kubus, einem abgedunkelten und klimatisierten Raum, sollen kostbare Pergamente wie die „Mondseer Fragmente“ aus dem 9. Jahrhundert zu sehen sein. Im benachbarten Leibniz-Kubus will die Bibliothek unter anderem die Rechenmaschine des berühmten Gelehrten zeigen. Derzeit jedoch sind die Räume noch nicht hergerichtet. Teppiche müssen noch verlegt und elektrische Leitungen angeschlossen werden. Auch die Haptothek, in der Kinder die Welt der Bücher sinnlich erfahren können, ist bislang noch nicht eingerichtet.

Immerhin sind die Arbeiten an der Fassade weitgehend abgeschlossen. In dieser Woche wurde der Bauzaun abgebaut. Der überdachte Säulenbereich vor dem Eingang wurde verglast und ist so zum neuen Foyer geworden. Große Steinquader vor der Bibliothekstür formieren sich zu Schmökersitzecken. Und ein kleiner Hain aus neun Maulbeerbäumen erinnert an den Namenspatron der Bibliothek: Gottfried Wilhelm Leibniz hatte 1704 im Berggarten eine Maulbeerbaumplantage anlegen lassen, zur Seidenraupenzucht.

Beim Innenausbau hingegen ist noch viel zu tun. Zumindest das Erdgeschoss, wo unter anderem eine Bürgerbibliothek mit Leseplätzen entsteht, soll bis zum 29. Oktober benutzbar sein: „Dort feiern wir dann mit einem Festakt das 350-jährige Bestehen der Bibliothek“, sagt Ruppelt. Für ihn selbst wird es zugleich ein Abschied: Der 67-Jährige geht zwei Tage darauf in den Ruhestand - wenige Wochen vor der feierlichen Wiedereröffnung seines Hauses.

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