Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Schweinegrippe

Erste H1N1-Infizierte stirbt in der MHH

Von Nicola Zellmer

Bisher war die Region Hannover von einem Todesfall als der schlimmstmöglichen Folge einer Schweinegrippeinfektion verschont – am Dienstag aber starb eine 59-jährige Frau aus dem Raum Osnabrück, die seit dem 4. November in Hannover als Intensivpatientin behandelt wurde.
mhh-eingang.jpg
© Frank Radel (Archiv)

Bisher war die Region Hannover von einem Todesfall als der schlimmstmöglichen Folge einer Schweinegrippeinfektion verschont – gestern aber starb eine 59-jährige Frau aus dem Raum Osnabrück, die seit dem 4. November in Hannover als Intensivpatientin behandelt wurde. Bei dem betroffenen Krankenhaus dürfte es sich um die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) handeln. Gestern lagen dort nach Auskunft von Prof. Matthias Stoll von der Klinik für Immunologie und Rheumatologie noch fünf Patienten mit schweren H1N1-Infektionen. Alle mussten beatmet werden und befanden sich in einem kritischen Zustand. In anderen hannoverschen Kliniken gab es dagegen keine Intensivpatienten mit Schweinegrippe. Eine offizielle Bestätigung, dass es sich bei der toten Osnabrückerin um eine MHH-Patientin gehandelt hat, war jedoch gestern nicht zu bekommen.

Schon Anfang November, als die Zahl der mit H1N1 Infizierten in der Region rasant angestiegen war, wurden die ersten schweren Verläufe bekannt. Tückisch an der Schweinegrippe ist, dass als Komplikation eine sehr aggressive, von Viren verursachte Form der Lungenentzündung auftreten kann. Die Patienten müssen dann beatmet werden, weil ihre entzündete Lunge den Körper nicht mehr allein mit Sauerstoff versorgen kann. In der MHH gab es Anfang November drei Intensivpatienten, ein Jugendlicher wurde im Kinderkrankenhaus auf der Bult beatmet. Nur wenige Tage später meldete auch das Nordstadtkrankenhaus des Klinikums Region Hannover drei Patienten mit Lungenentzündung auf der Intensivstation. Eine der Infizierten war eine gesunde 34-jährige Hannoveranerin, die sich bei ihrem Sohn mit der Schweinegrippe angesteckt hatte und nur knapp um eine Beatmung herumgekommen war.

Weil sich mit der Schweinegrippe überdurchschnittlich viele jüngere Menschen anstecken, steht für die Klinikärzte fest, dass bei dieser Influenzaform auch gesunde Menschen schwere Krankheitsverläufe haben können – auch wenn Patienten mit Vorerkrankungen ein höheres Risiko dafür haben. Bei der normalen Saisongrippe sind es dagegen vor allem Senioren und chronisch Kranke, die mit Komplikationen zu kämpfen haben und die am häufigsten an der Infektion sterben.

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
  • H1N1/09 wohl aus unsicheren Versuchslaboren MIchael Obentraut – 30.11.09
    An die Reporter der HAZ:

    Sie sollten mehr Informationen heranziehen, die
    auch jedem anderen in internet zur Verfügung stehen
    und diese auch lesen und verarbeiten -
    zum Beispiel den aktuellen Artikel des "Virology Journal"
    vom 24. November 2009 -im Internet zu finden bei
    google mit dem Titel:

    "from where did the 2009´swine-origin´ influenza A virus
    (H1N1) emerge ? "

    Darin kommen drei australische Professoren ( Virologen )
    zu dem Ergebnis, dass das H1N1/09 Virus sehr wahrscheinlich
    in unsicheren Versuchslaboren entstanden - und von dort
    entkommen ist; genau so wie 2007 in England das MKS-Virus
    aus den Laboren der Firma "Merial health" in Pirbright.
    Ein reiner Laborvirus, wie sich später herausstellte - nur mit dem
    Unterschied, dass dieser nicht humanpathogen war.
    Es mußten "nur" die Tiere in der Umgebung gekeult werden.

    Von dem H1N1/09-Virus dachte wohl die Fa. Boehringer noch 2008,
    dass dieser nur die Tiere angreift und beantragte ein Versuchslabor
    " von europäischem Ausmaß" hier im Stadtgebiet, um mit diesen Viren zu
    experimentieren.

    Die Region Hannover soll nun in den nächsten Tagen dieser
    Planung zustimmen, obwohl ein öffentlich bestellter Gutachter
    die biologische Sicherheit der Anlage als ungenügend bezeichnet
    hat und einen Sicherheitsabstand von min. 9 km zu den
    Wohngebieten fordert.
  • artikel VOLKSVERBLÖDUNG glogra – 26.11.09
    irgendwie scheint den physisch Gesunden die ihre Psyche voll einsetzen, etwa aus Angst oder sind diese so borniert dass sie nicht zu begreifen scheinen wie stark chronisch Kranke an diesem Virus leiden. Diese doch so "Gesunden" täten besser daran sich zum Schutz chronisch Kranker, und chronisch kranker KINDER zu deren Schutz impfen zu lassen. Doch scheinbar kommt bei jenen Panik auf, sie könnten doch einmal leichtes Fieber bekommen. Eine Mutter mit einem zur Zeit schwerkranken Kinde welches unter Arthritis leidet. Sollen doch die gesunden Angsthasen nicht so egoistisch denken!!! Genau diese stellen eine Gefahr dar.
  • Liest das hier jemand überhaupt? Lonz – 25.11.09
    Nachdem die Hinweise hier auf die Qualität des Artikels kaum deutlicher sein könnten, steht er noch immer unverändert drin. Bemerkenswert. Nicola Zellmer - ein Name, den ich mir merke!
  • ... dürfte es sich um die MHH handeln gegen schludrigen journalismus – 25.11.09
    liebe redakteure,

    wie verträgt sich die überschrift mit dem inhalt des nachfolgenden artikels, in dem die mhh lediglich als wahrscheinlicher sterbeort benannt ist? sehr schwach!
  • Volksverblödung berti – 25.11.09
    All die an "Schweinegrippe" Gestorbenen, waren durchweg vorerkrankt, zwischendurch wurde mal jemand "ohne Vorerkrankungen" dazwischen geschummelt. Das Ganze ist pure Volksverblödung und leider scheint die Mehrzahl sich gern verdummen zu lassen und merkt nicht, was gespielt wird. Angst hätte ich schon eher von der normalen Grippe, an der tatsächlich viele Menschen sterben. Angst hätte ich auch vor dem Serum,das gegen die sog. Schweinegrippe geimpft wird. Das Serum ist nun massenweise hergestellt und muß nun auch an den Mann gebracht werden, selbst aufkosten der Gesundheit des Impfwilligen.
  • No-Go Auswanderin – 25.11.09
    Ich kann nur hoffen, dass dieser Artikel eine Ausnahme darstellt und versehentlich veröffentlicht wurde. Ein Konjunktiv in der Angabe des Krankenhauses, welches hier ganz öffentlich genannt wird - wo gibt es denn sowas? Man muss sich als Hannoveraner fast schämen, dass derartiger Journalismus eine Stadt nach außen hin repräsentiert.
    Man sollte gleiche Massstäbe für online-Veröffentlichungen wie für die Print-Ausgabe setzen. Ich bitte darum, diesen Kommentar als konstruktive Kritik anzusehen: die Qualität darf nicht zugunsten der Aktualität leiden.
  • Rufschädigung Müller – 25.11.09
    Solange nicht 100% fest steht, dass der Patient in der MHH stationär behandelt wurde und verstarb, halte ich diese Information als Rufschädigung.
  • Guter Journalismus paulchen – 25.11.09
    Den guten Journalismus gibt es bei der HAZ doch schon langen nicht mehr. Da wird schlampig recherchiert, falsch abgeschrieben und immer kräftig ohne Rücksicht polemisch gegen hannoversche Institutionen gewettert. Man weiß nicht wo der verstorbene Patient lag aber will mit dem Foto wieder die MHH schlecht machen. "Seht, DA ist wieder ein Schweinegrippenfall gestorben"!! Gleichzeitig sterben viel mehr Kranke irgendwo in den Krankenhäusern der Region, auch an Grippe, und keinen interessiert es. Nein "liebe" HAZ, das ist ganz schlechter Journalismus im Stil einer bestimmten "Zeitung"!!!
  • ... Maja – 25.11.09
    Also guter Journalismus ist meiner Meinung etwas anderes! Erst in der Überschrift ganz deutlich auf die MHH verweisen und dann im Text ein vages "es dürfte sich um die MHH handeln"! Was soll denn sowas??
  • So tragisch jeder einzelne Tod auch ist whoknows – 24.11.09
    Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen.

Meistgelesene Hannover-Artikel

Anzeige

Videos aus Hannover

Kennen Sie Hannover?

Hannover von oben: Das neue Rathaus.

Aus der Vogelperspektive sehen bekannte Orte ganz anders aus. Wie gut kennen Sie Hannover? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Bilderrätsel.

Tipp für Vereine: Homepage aktuell halten

myheimat - Das Mitmachportal der Heimatzeitungen in HAZ und Neuer Presse

Viele Vereine kennen das Problem: Die eigene Internetseite ist veraltet, weil die Zeit dafür fehlt. Mit dem Mitmachportal unserer Zeitung lassen sich Pressearbeit und Pflege der Vereinshomepage in einem Schritt erledigen.

Anzeige

Welcher Stadtteil ist gemeint?

Stadtteilrätsel

Wie gut kennen Sie Hannover? Woche für Woche präsentieren wir Ihnen an dieser Stelle ein neues Rätsel. Beantworten Sie die Fragen und schicken Sie das Lösungswort an die Redaktion. Viel Spaß beim Rätseln!

Hannover in Zahlen

Hannover in Zahlen
  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 521.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
    30159 Hannover
    Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stephan Weil (SPD)


Top