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Erster Neubau auf dem Marstall feiert Richtfest

Umstrittene Platzbebauung Erster Neubau auf dem Marstall feiert Richtfest

Am Donnerstag war Richtfest für den ersten Neubau auf dem Marstall, Ecke Schmiedestraße, das Gebäude mit dem Kunstnamen MarQ. Richtfest heißt: Die finale Höhe ist erreicht. Beim Pendant auf der anderen Platzseite sind die Arbeiter erst im zweiten Stock. Aber allmählich schält sich das neue Raumgefühl heraus auf dem Marstall.

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"Den größten Nutzen erzeugen": Der Strabag-Bau erhält eine Steinfassade.

Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Das Haus ist ungewohnt. Plötzlich steht es auf dem Marstall. Fünf Stockwerke hoch, ein Solitär. Aus der Knochenhauerstraße wirkt es wie eine logische Ergänzung, aus der Reitwallstraße steht es gefühlt etwas zu eng – aber man ist ja auch mitten in einer Großstadt und nicht in weiten Weiten des Umlands.

Bisher standen hier Autos, Karosse neben Karosse, was auch nicht unwichtig ist, weil die Menschen in einer Großstadt ja einkaufen und arbeiten wollen und die meisten das mit dem Auto machen. Jetzt entstehen Restaurants, Geschäfte, Büros und vor allem Wohnungen – das ist auch wichtig, weil nur durch Neubau der Mangel an Wohnungen beseitigt werden kann.

Bürgermeister Thomas Hermann erinnerte gestern daran, welche Überlegung am Anfang der ganzen Platzerneuerungen stand. Vor knapp zehn Jahren war die Innenstadt rund um den Hauptbahnhof komplett saniert, mit der Fertigstellung der Niki-Promenade (2002), der Eröffnung der Ernst-August-Galerie (2008) und der Planung für das neue Kröpcke-Center waren die Aufgaben dort weitgehend erledigt. In der Ratsmehrheit und der Spitze des Baudezernats reifte daher der Plan, die vernachlässigte südliche Innenstadt zu erneuern. Daraus wurde der Stadtdialog City 2020 mit vielen Hundert Besuchern pro Abend, bei denen weitgehend Konsens herrschte. Später gab es heftige Konflikte etwa um die Klagesmarktbebauung, abgeschwächt auch um die Bebauung des Marstalls und des ­Köbelinger Markts, „aber im Rat wurden die Beschlüsse mit großer Mehrheit gefasst“, erinnerte Hermann.

Auch Strabag-Niederlassungsleiter Detlev Neuhaus stellte klar: Der Marstall sei „eine städtebaulich degradierte Fläche“ gewesen. Mit 800 Tonnen Betonstahl, 21 000 Mannstunden und der „wirklich tollen Leistung“ des Architekturbüros Pape + Pape aus Kassel sei man jetzt auf der Zielgeraden. Im August soll Eröffnung sein. 15 Millionen Euro investiert die Strabag. Gastro-Mieter im Erdgeschoss wird die panasiatisch-pazifische Systemgastronomie GinYuu, mit weiteren Mietern wird verhandelt.
Andreas Zunft, Sonderplaner der Stadt, kündigte an, dass sich die Kommune die Aufwertung der Flächen rund um die Neubauten rund 4 Millionen Euro kosten lassen wird. Man versuche stets, „den größten städtebaulichen Nutzen zu erzeugen“, sagte Zunft, räumte angesichts der Debatten um Platzbebauungen aber auch ein: „Man braucht bei diesen Themen einen langen Atem.“

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