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Aus der Stadt Mehrere Straßen gesperrt, Chaos im Bahnverkehr
Hannover Aus der Stadt Mehrere Straßen gesperrt, Chaos im Bahnverkehr
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19:40 08.11.2016
Die L 401, die über den Nienstädter Pass führt, ist bis Mittwoch gesperrt. Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
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Hannover

Obwohl die Autobahn- und Straßenmeistereien in Niedersachsen in ihren Depots rund 150.000 Tonnen Streusalz gelagert haben, ging es auf den Straßen am Dienstagmorgen nur schleppend voran. Der Schnee bremste den Verkehr aus. Besonders auf den Autobahnen bildeten sich einige lange Staus. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Straßenglätte in ganz Niedersachsen. Es ereigneten sich zahlreiche kleine Unfälle.

Der erste Schnee hat am Morgen Hannover überrascht. Hier sind die ersten Fotos der HAZ-Leser.

Die Lage auf den Straßen

Folgende Straßen sind gesperrt:

  • L401 (Eimbeckhausen - Leveste): Zwischen Nienstedter Pass und Kreuzung Egestorf in beiden Richtungen gesperrt bis Mittwoch, 9 Uhr, ortskundige Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.
  • L383 (Mellendorf - Mandelsloh): In Brelingen in beiden Richtungen Einfahrt gesperrt - voraussichtlich bis Mittwochabend. In Richtung Wiechendorf ist von Brelingen aus zudem die K103 gesperrt.

Zwischen Veltheim und Rehren gab es am Vormittag bis zu 20 Kilometer Stau, in der Gegenrichtung waren es 18 Kilometer zwischen Wunstorf-Kolenfeld und der Rasstätte Auetal. Dort ging es zum Teil kaum noch voran, einige Lastwagenfahrer stellten ihre Fahrzeuge einfach auf der Autobahn ab, weil sie an den Steigungen nicht mehr vorankamen. Besondere Vorsicht war an Raststätten notwendig: Sie waren in der ganzen Region Hannover mit Lastwagen zugeparkt. Auch im Stadtgebiet von Hannover staute es sich: Viele Autofahrer waren langsamer und vorsichtiger unterwegs. Auf dem Messeschnellweg waren es zwischen Burgdorf und Hannover-Buchholz sechs Kilometer Stau, in der Gegenrichtung zwischen Messe-Süd und Pferdeturm fünf Kilometer.

Die HAZ-Fotografen Rainer Dröse und Alexander Körner sind im Schnee unterwegs gewesen.

Die Bahn

Besonders die Deutsche Bahn hat unter dem Wintereinbruch zu leiden: Sie meldete Verspätungen und Zugausfälle im gesamten S-Bahn-Verkehr in der Region Hannover. Weil der nasse Schnee Äste herunterdrückte oder diese ganz abbrachen, mussten immer wieder Strecken gesperrt werden. Selbst am Abend hatte sich die Situation nicht gebessert. 

Zunächst war die Strecke zwischen Wennigsen und Haste nicht passierbar. Besonders große Probleme gab es zwischen Nienburg und Hannover. Dort standen Züge auf der Strecke und stauten sich. Ein Schaffner sagte entnervten Fahrgästen, dass niemand wisse, "wie sie das entwirren" sollen. Laut einer Bahn-Sprecherin soll der Abschnitt erst ab dem späten Abend wieder vollständig befahrbar sein. Bis dahin gibt es einen Busverkehr als Ersatz.

Auch zwischen Minden und Bückeburg war die Bahn am Vormittag mit einem sogenannten Hochturmwagen im Einsatz, um die Oberleitungen zu reparieren. Der Oberleitungsschaden bei Minden führte dazu, dass Fernzüge Richtung Ruhrgebiet von Hannover über Göttingen und Paderborn umgeleitet wurden, was eine Verspätung von etwa 90 Minuten zur Folge hatte. Die Strecke sollte bis 15 Uhr wieder freigegeben werden.

Auch im Fernverkehr von und nach Hannover gab es Behinderungen, weil auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover Bäume auf die Leitungen gefallen waren. Auch der Metronom und der Erixx waren davon betroffen (zur aktuellen Lage).

Üstra

Auch bei der Üstra hat der Schnee den Fahrplan etwas durcheinandergewirbelt. Fahrgäste müssen auch bei Bussen und Bahnen mit Verspätungen rechnen.

Flughafen

Mit Verspätungen mussten auch Flugpassagiere in Langenhagen rechnen. Ein HAZ-Leser berichtete, dass sein Flug eine Stunde Verspätung hatte. Selbst am Vormittag sind einzelne Flüge noch bis zu 45 Minuten hinter dem Flugplan, wie auf der Internetseite des Flughafens zu sehen ist.

sbü

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