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Vom Pilgerweg in den Kinosaal

Erstes Konzert im Astor-Kino Vom Pilgerweg in den Kinosaal

Sänger Sascha Günther aus Hannover wollte eigentlich nur auf dem Jakobsweg wandern. Doch auf den 800 Kilometern traf er so viele Menschen und hörte ihre Geschichten, dass er mit einer Konzertidee zurück kam. Das Ergebnis soll am 2. November im Astor-Kino zu hören sein.

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Jens Eckhoff (l.) und Sascha Günther haben ein Album mit singenden Pilgern produziert. Kutter

Quelle: Katrin Kutter

Hannover . Der hannoversche Sänger und Medienberater Sascha Günther hatte vor zwei Jahren endgültig genug vom Alltag in Hannover. „Ich brauchte eine Auszeit, suchte nach beruflicher Veränderung und habe gespürt, wie es in mir arbeitet“, erinnert sich Günther. Er las Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“, schaute den Film „The Way“ und stand plötzlich allein auf dem Jakobsweg, 800 Kilometer in 30 Tagen vor sich. „Bei meiner Reise begegnete ich vielen Menschen, die ich wohl treffen sollte“, erzählt Günther.

Es waren Menschen, die Angehörige verloren hatten, deren Beziehungen zerbrachen, die krank geworden waren. Er traf sie abends in Herbergen, sie kochten gemeinsam, tranken, und sangen erstaunlich gut. Günther hatte eine Idee: Er wollte den Jakobsweg greifbar machen, durch die Geschichten der Menschen, die ihn gehen. Ein gemeinsames Album mit eigenen Lieder und Geschichten sollte entstehen, ein Konzert. Nun steht diese Idee kurz vor der Vollendung. Am 2. November lädt Günther mit Unterstützern wie Jens Eckhoff von Wir sind Helden, Christian Decker von Fury in the Slaughterhouse und seinen damaligen Weggefährten zu einer Musikreise ins Astor. Es ist das erste Konzert im neuen Kino.

Produzent Eckhoff stand den singenden Pilgern zunächst skeptisch gegenüber. „Ich hab die Idee für ein Himmelfahrtsprojekt gehalten“, erzählt er. Doch Günther ließ nicht locker, mietete eine Finca in Andalusien und lud seine Bekannten ein. Eckhoff nahm die Songs der Pilger aus Spanien, Frankreich, Italien und Irland auf, ließ sich von der gemeinsamen Energie inspirieren, produzierte unter dem Titel „Amigos del Camino“ ein gemeinsames Album, das im November erscheint. „Ich ließ mich ein, denn die Geschichten lassen niemanden kalt“, sagt Eckhoff. Günther möchte das Kino nicht nur zum Konzertsaal machen. „Ich zeige Bilder von meiner Reise, stelle die Sänger und ihre Erzählungen vor.“ Musiker von Marquess und weitere Künstler unterstützen ihn. „Ich möchte die Gäste mit auf eine Reise nehmen“, sagt Günther. Eine Reise, die Besinnung aufs Wesentliche lehrt.

Das musikalische Experiment beginnt am 2. November um 20 Uhr. Karten gibt ab 29 Euro.

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