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Lounge-Kino öffnet im Anzeiger-Hochhaus

Kuppelsanierung beginnt Lounge-Kino öffnet im Anzeiger-Hochhaus

Im Anzeiger-Hochhaus beginnt die Sanierung der Kuppel. Hannovers erstes Lounge-Kino in der historischen Schalterhalle im Erdgeschoss ist derweil schon fertig, Donnerstag wird der erste Film dort gezeigt. 

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Fast fertig: Die Leinwand für Hannovers erstes Lounge-Kino ist schon installiert, morgen kommen die Chaiselongues und Sessel in die historische Schalterhalle im Erdgeschoss des Anzeiger-Hochhauses.

Quelle: Thomas

Hannover. Wenn sich der Staub legt im alten Kinosaal der Hochhaus-Lichtspiele, dann weitet sich der Blick: 17,50 Meter hoch wölbt sich das Innere der Kuppel des Anzeiger-Hochhauses über dem Betrachter. Seit der Nachkriegszeit versperrte eine abgehängte Flachdecke die Aussicht nach oben ins Gewölbe, das ursprünglich für ein Planetarium konstruiert war. Jetzt haben die Vorbereitungen zur Sanierung der Hochhauskuppel begonnen – und zeitgleich wird im Erdgeschoss ein gemütliches Lounge-Kino eingerichtet. Übergangsweise werden dort die Kinofilme gezeigt. Am Donnerstag geht es los.

Nach 88 Jahren wird die Kuppel des Anzeiger-Hochhauses aufwendig saniert: Die Vorbereitungen haben begonnen.

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Seit rund drei Wochen läuft der Rückbau im alten Lichtspielsaal – und die Arbeiter der Firma A&S haben ganze Arbeit geleistet. Von der ehrwürdigen Kinoleinwand hängen nur noch Fetzen, die dahinterliegende Tontechnik ist ausgebaut, auch die Klimaanlage ist weg und vor allem die abgehängte Decke. Nur die Stahl-Fachwerk-Konstruktion, die diese Decke jahrzehntelang trug, ist noch vorhanden.

Ab Mittwoch wird im alten Kino ein Gerüst aufgebaut, mit dessen Hilfe zunächst das Fachwerk demontiert und später die Kuppel bis ins Detail von innen untersucht wird.

Erste Testbohrungen von außen hatten ergeben, dass die nur etwa sieben Zentimeter dicke Betonschale unter dem Kupferdach auch 88 Jahre nach der Eröffnung noch sehr stabil ist. Aber ist das im gesamten Gewölbe so, oder haben sich Verformungen ergeben oder Schwachpunkte? Jörg Kairies, Architekt der Madsack Mediengruppe, lässt in Zusammenarbeit mit der Uni-Fakultät für Bauingenieurswesen und Geodäsie ein 3-D-Rechenmodell von der Kuppel erstellen. „Mit 30 000 Messpunkten wird das Raumvolumen der Kuppel digital nachgebaut – dann wissen wir, ob die Schalung exakt so gebaut wurde, wie es die alten Schnittzeichnungen zeigen“, sagt Kairies.

Premiere im Lounge-Kino

Premiere ist an diesem Donnerstag mit Meryl Streep in „Florence Foster Jenkins“ ab 15.15 Uhr. Vorbestellungen sind nicht möglich: Die Kasse der Hochhaus-Lichtspiele öffnet am Donnerstag um 14.30 Uhr, dann ist auch das Kartentelefon (05 11) 1 44 54 wieder erreichbar.

Vom Ergebnis der Messungen hängen die Testbohrungen im Kuppelinneren ab, danach schließlich wird entschieden, wie aufwendig die Sanierung wird. „Ziel ist, im Sommer 2018 den neuen Veranstaltungsraum unter der Kuppel in Betrieb nehmen zu können“, sagt Kairies.

Auch das Kino soll dann mit seinen Vorstellungen wieder unter die Kuppel zurückkehren, verspricht Torben Scheller, der das Lichtspielhaus zusammen mit Hans-Joachim Flebbe betreibt. Für die Übergangszeit wird in der historischen Schalterhalle ein modernes Lounge-Kino eingerichtet. Bequem soll es werden: In der ersten Reihe etwa darf es sich fast ein Dutzend Besucher auf Cassina-LC4-Chaiselounges bequem machen, dahinter wird der Besucherbereich mit Catifa-60-Loungesesseln und anderen exklusiven Sitzmöbeln eingerichtet – Designmöbelexperte Uwe Klingenberg liefert die Ausstattung für Hannovers erstes Lounge-Kino.

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