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Erstmals Stadtmeisterschaft für Snowboarder in Hannover

Lindener Berg Erstmals Stadtmeisterschaft für Snowboarder in Hannover

Wenn der Schnee Detlev Rehbock daran hindert, auf dem Skateboard zu stehen, steigt er aufs Snowboard um – und veranstaltet am Lindener Berg die ersten Stadtmeisterschaften von Hannover.

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Eigentlich war es eine Bier-Idee. Nun wird in Hannover eine Snowboard-Meisterschaft ausgetragen. Detlef Rehbock übt schon mal.

Quelle: Martin Steiner

Als Detlef Rehbock (48) das erste Mal auf einem Brett einen Schneehügel im Deister runterraste, gab es in Deutschland nur ganz wenige Snowboards und Rehbocks selbst gebautes Exemplar gehörte definitiv nicht dazu. Der begeisterte Skateboarder hatte lediglich in einer Zeitschrift ein Bild von diesen neuartigen Boards gesehen und es in etwa nachgebaut. Das war 1982. Vier Jahre später wird Rehbock deutscher Vizemeister im Snowboard-Fahren.

Mittlerweile ist er 48 Jahre alt, organisiert die Reihe „Skate by Night“ und wird am Lindener Berg gesiezt. Von abseitigen Ideen hält ihn sein Alter aber nicht ab. Am Sonntag veranstaltet er die erste Snowboad-Stadtmeisterschaft. Es gilt den Titel „King of the Hill (König des Hügels)“ zu gewinnen. „So ganz ernst nehmen muss man die Sache natürlich nicht“, sagt Rehbock, dem die Idee beim Bier einfiel.

Er hat sein Snowboard in der kalten Jahreszeit immer dabei und als der Schnee Hannover in eine Winterlandschaft verwandelte, wollte er einfach mit vielen Freunden Snowboard fahren. Also lud er in sozialen Netzwerken wie „Facebook“ Freunde zur Meisterschaft ein – mit Erfolg. Mittlerweile haben Sponsoren angerufen, bis zu 70 Fahrer haben sich angemeldet. „Dabei ist der Wettbewerb noch gar nicht bis ins Detail geplant“, sagt Rehbock. „Es geht doch vor allem um den Spaß.“ Darum habe er Sponsoren auch gleich wieder abgesagt.

Begonnen wird am Lindener Berg. So viel steht fest. Dort wird Slalom gefahren und ein wenig mit den Boards auf Geländern geschlittert. Rehbock hat sich auch schon eine Mauer ausgesucht, von der er runterspringen will. Anschließend geht es zur zweiten Station, dem Kronsberg. „Wir fahren aber nicht mit dem Auto – es ist doch viel lustiger, mit Leuten und Snowboards mit der Bahn zu fahren“, sagt Rehbock lachend. Am Kronsberg wird dann um die Wette gefahren. Eine Jury, die den Mehrkampf bewertet, soll es nicht geben. „Es ist eine reine Spaßveranstaltung“, sagt Rehbock.

Darum wird es auch keinen Preis für den besten Snowboarder geben, sondern nur Ruhm und Ehre – und die Gewissheit, bei etwas Einmaligem dabei zu sein. Treff ist um 10 Uhr am Lindener Berg. Startkosten fallen bei dieser Meisterschaft nicht an. Dabeisein ist alles.

Von Jan Sedelies

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