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Schlaglöcher

Es holpert auf Hannovers Straßen

Von Conrad von Meding

Der erste, lange Dauerfrost des Jahres hatte den Straßen in Hannover noch keine allzu großen Schäden zugefügt – doch der aktuelle Wechsel von Tauwetter und Nachtfrost lässt in den ohnehin vielfach geflickten Asphaltdecken tiefe Risse und Schlaglöcher aufbrechen.
Tiefe Schlaglöcher: Die Kreuzung Hans-Böckler-Allee/Clauswitzstraße ist eine Holperstrecke.

Tiefe Schlaglöcher: Die Kreuzung Hans-Böckler-Allee/Clauswitzstraße ist eine Holperstrecke.

© Florian Wallenwein

Die Reparaturkolonne der Stadt ist zwar täglich unterwegs, kann wegen der niedrigen Temperaturen aber nur provisorisch flicken. Die Stadt will noch keine Bilanz der Winterschäden ziehen: „Das machen wir, wenn die Kälteperiode vorbei ist“, sagt Sprecher Dennis Dix.

Wo Sickerwasser in rissige Asphaltdecken eindringen kann und sich bei Frost ausdehnt, gerät eine Autofahrt zur Holpertour. Besonders in Nebenstraßen, in denen lange keine neue Asphaltdecke mehr aufgezogen wurde und die daher anfällig für Schlaglochbildungen sind, tun sich immer häufiger tiefe Löcher auf. Schlimm ist es vielfach aber auch dort, wo Straßenbahnschienen den Asphalt unterbrechen. Wer aktuell etwa vom Pferdeturm Richtung City fährt, passiert an der Einmündung Clausewitzstraße ein regelrechtes Schlaglochfeld.

Täglich rücke das Team Straßenerhaltung aus und kontrolliere den Zustand der Strecken, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Gerade erst wurden in der Goethestraße die gröbsten Löcher geflickt, kurz zuvor war die Sallstraße dran. Aktuell kneten die Mitarbeiter aber nur einen provisorischen Kaltasphalt in die Senken. „Wegen der Temperaturen ist eine nachhaltige Sanierung nicht möglich“, sagt Dix: „Wir gewährleisten die Verkehrssicherheit, mehr ist nicht machbar.“ An Spekulationen, ob die Schäden in diesem Jahr größer sein werden als sonst, will die Stadt sich vor der endgültigen Bestandsaufnahme nicht beteiligen. 600.000 Euro stehen im Etat für Asphaltschäden zur Verfügung – ob das Geld reicht, zeigt sich im Frühjahr.

Auch in der Region ist der Zustand der Straßen ein politisches Dauerbrennerthema. Sie ist für 640 Kilometer Kreisstraßen zuständig und kommt wegen der klammen Haushaltslage mit dem Ausbessern kaum hinterher. 3,6 Millionen Euro steckt sie in den Straßenbau – aber in der Summe ist auch der Radwegebau eingeschlossen.

Sind Sie auch schon unsanft in einer Schlaglochfalle gelandet? Wo gibt es dringenden Handlungsbedarf? Schreiben Sie uns – gern auch mit Foto der beschädigten Straße. Per E-Mail an: hannover@haz.de

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  • kommentar von "ich" irgendwer – 08.02.10
    da bleibt nur noch anzumerken: genau. weg mit den nichtskönnern und möchtegernexperten. die verwaltungsspitze muß ausgetauscht werden. ganz besonders in sachen "verkehrspolitik".
    das beste wäre, man würde diesen "heinis" die mediale plattform entziehen. schlisslich sind das alles nur angestellte der hannoverschen bürger.
  • Hannover ist Pleite ich – 07.02.10
    Solange Weil und seine Schergen hier das Sagen haben wird sich der Zustand noch weiter verschlechten.
    Nicht nur auf den Straßen.
    Jagt diese Minusmannschaft endlich aus den Amtsstuben.
  • Wir sind pleite Karl Wilhelm – 07.02.10
    und das ist auch gut so. Im Augenblick wird noch bei Schulen, Straßen und Infrastruktur gespart. Bald wird die Zinslast und auch die Pleite denen ans Portmonaie gehen, die dieses Land mit politischer Mittelmäßigkeit regieren und verwalten und ihre Klientel mit Transferleistungen ruhig stellen und an die Wahlurne holen.

    Wenn endlich nichts mehr zu verteilen ist, wird sich Arbeit in diesem Land auch wieder lohnen.
  • Flickschusterei Rubber Duck – 06.02.10
    Die vielen Schlaglöcher haben ihre Ursache in den kurzsichtigen Planungen unserer Behörden und Politiker. Statt dauerhafter Sanierung wird Flickschusterei betrieben. Nur weil der Jahresetat höher bewertet wird als die nachhaltige Kostenentwicklung. So schleppen sich Kommunen, Kreise und Landesbehörden von Reparatur zu Reparatur und verschwenden unsere Steuergelder.
  • @ rewa wettbergen – 06.02.10
    Niemand zahlt diese Schäden, auch wenn man sich wie bei der Grundschule auf lange Sicht Teile der Radaufhängung ausleiert. So meine Erfahrung mit der Stadt.
    Ich beschleunige nun auf der Rehre auch immer bei den Hindernissen in Höhe Auf dem Grethel. Habe noch nie so einen Unsinn erlebt. Ein Unfall, zwei Autofahrer sind unaufmerksam und nun müssen alle darunter leiden. Weg mit Rot/Grün!
    Als Radfahrer werde ich dort auch massiv behindert, weil ich dort nur 30 km/h fahren soll :D Lächerlich!
  • Einfach so lassen Hannoveranerin – 06.02.10
    Die Schlaglöcher sollte man lassen, dann lohnen sich wenigstens die riesigen Geländewagen in der Stadt. Außerdem fahren die meisten dann nicht schneller als 60...
  • Polen offen Michel – 05.02.10
    Bald haben wir in Hannover Zustände wie in Polen vor 20 Jahren.
  • Schlaglöcher rewa – 05.02.10
    Wer eine Trainingsstrecke für Schlaglochfahrten sucht, dem empfehle ich die Sraße In der Rehre in Höhe der Straße Auf dem Gretel. Dort hat die Stadt Hannover eine radikale "Verkehrsberuhigung" angebracht, die in Sachen Schlagloch ihres Gleichen sucht. Ein Tipp: Nicht bremsen. Je schneller man fährt, desto weniger Erschütterung hat man. Wer zahlt eigentlich die durch das Langsamfahren entstehenden Schäden?
  • Mineralölsteuer Kragenwald – 05.02.10
    Wenn die Mineralölsteuer denen zugute kommen würde, die sie bezahlen - das sind die sog. Autofahrer - gäbe es überhaupt keine Probleme und alle Straßen wäre in einem annehmbaren Zustand.

    Ich plädiere dafür (meine) Kfz- und Mineralölsteuer zu mindestens 70 % für den Individualverkehr auszugeben. Aus Gründen der Wirtschaftsförderung und der Gerechtigkeit.

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Hannover in Zahlen

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  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
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  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
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