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Aus der Stadt Verkehrsprofessor: Hannover muss mehr tun
Hannover Aus der Stadt Verkehrsprofessor: Hannover muss mehr tun
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18:55 09.02.2017
Von Andreas Schinkel
Staus wie hier in der Jordanstraße sind in Hannover keine Seltenheit. Immer mehr Autos werden zugelassen, und die Luftwerte werden immer schlechter. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat Monheim eingeladen, Vorschläge zur Bekämpfung der Luftverschmutzung vorzutragen. Monheim ist Verkehrswissenschaftler und hat an der Universität Trier gelehrt. Zugleich gehört er zu den Gründungsmitgliedern des VCD. Der Verkehrsclub versteht sich als ökologische Alternative zum ADAC.

Monheim ist überzeugt, dass sich der Verkehr in Hannover radikal verändern muss. Stickoxide, Feinstaub und Lärm schädigten die Gesundheit der Menschen. "Es geht nicht nur darum, Grenzwerte der EU einzuhalten", sagt er. In Hannover vermisse er ein Gesamtkonzept, um die Zahl der Autos, vor allem der Dieselfahrzeuge, zu reduzieren.

Als eine erste Maßnahme schlägt der Experte vor, Autofahrer davon zu überzeugen, dass sie ihr Gefährt besser stehenlassen. "Die Stadt muss mit den Autofahrern kommunizieren", sagt Monheim. Carsharing müsse in großem Umfang gefördert werden, sodass man in Hannover bei etwa 30 000 Autos lande, die geteilt werden. Die breiten Hauptverkehrsstraßen, angelegt für eine autofreundliche Stadt, hält der Professor nicht mehr für zeitgemäß. "Der Rückbau von Fahrbahnen eröffnet Flächen für den Wohnungsbau", meint er. Schon jetzt könne die Stadtverwaltung die Geschwindigkeit auf großen Ausfallstraßen auf Tempo 30 reduzieren. "Bestes Argument ist der Lärmschutz", sagt er.

Die Fahrpreise für Stadtbahnen und Busse sollten deutlich sinken, meint Monheim. Vorbild sei das vergünstigte Semesterticket für Studenten. "Eine solche Regelung sollte für alle Menschen gelten", fordert der Verkehrsexperte. Ihm schwebt vor, dass in einigen Jahrzehnten nur noch wenige Autos in der City unterwegs sind. Sie fahren selbstständig und werden von intelligenten Steuerungssystemen navigiert.

Wer in den nächsten Wochen auf Hannovers Straßen Männer mit Klemmbrett trifft, begegnet mit einiger Wahrscheinlichkeit Mitarbeitern des kommunalen Abfallbetriebs Aha. Sie sind unterwegs, weil die Straßenreinigungsgebühr nach einem Gerichtsurteil neu festgelegt werden muss.

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