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Experte: Stromausfall in Hannover ist Ausnahmeerscheinung

Notfallpläne werden überarbeitet Experte: Stromausfall in Hannover ist Ausnahmeerscheinung

Noch einmal Glück gehabt: Der Stromausfall in Hannover hat am Mittwochabend zwar etwa 600.000 Bürger betroffen - es hätte aber schlimmer kommen können. Die schwere Panne soll aber kein Vorbote für Stromausfälle in größerem Stil sein.

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Hier nahm der Blackout seinen Ausgang: Die Umspannstation am Kraftwerk in Mehrum.

Quelle: dpa

Hannover . Beim Totalausfall im hannoverschen Stromnetz haben die rund 600.000 betroffenen Bürger noch Glück gehabt. „Wenn dieser Stromausfall die Stadt an einem heißen Sommertag oder einem kalten Wintertag getroffen hätte, dann wären die Auswirkungen möglicherweise verheerender gewesen“, sagte Jan Feichtenschlager von der hannoverschen Feuerwehr am Donnerstag.

Ein kompletter Stromausfall hat am Mittwochabend gegen 22.35 Uhr das gesamte Stadtgebiet Hannovers sowie Teile des Umlands betroffen. Grund war nach ersten Einschätzungen der Stadtwerke ein Defekt bei der Stromversorgung aus dem Kraftwerk Mehrum des Energieversorgers, das im Kreis Peine liegt.

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Die Einsatzkräfte nehmen den Stromausfall zum Anlass, die geltenden Notfallpläne zu überarbeiten. „Wir werden in den nächsten Wochen prüfen, wo wir nachsteuern müssen, um etwas zu verbessern“, sagt Feichtenschlager. In der Nacht zum Donnerstag hatte es eine technische Panne im Umspannwerk Mehrum gegeben, das Hannover mit dem europaweiten Höchstspannungsnetz verbindet. Wie am Donnerstag bekannt wurde, kam es zeitgleich zum Ausfall eines Kraftwerkblocks in Stöcken. Das gesamte Stromnetz kollabierte, einige Stadtteile waren in der Nacht bis zu anderthalb Stunden ohne Strom.

Das Notstromaggregat der Medizinischen Hochschule Hannover hat Störungen und Schwierigkeiten während des Stromausfalls verhindern können. Es versorgte alle wichtigen Geräte, dennoch gab es Einschränkungen bei der Beleuchtung. Operiert werden musste aber zum Glück nicht mehr.

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Die schwere Panne ist nach Einschätzung von Experten kein Vorbote für Stromausfälle in größerem Stil. Die Betreiber großer Übertragungsleitungen hatten kürzlich vor Totalausfällen (Blackouts) gewarnt, weil sie nach der Abschaltung der ältesten Atomkraftwerke die Stabilität des Stromnetzes gefährdet sehen. „Man sollte hier nichts vermengen“, sagt Prof. Lutz Hofmann vom Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik an der Universität Hannover. „Der Vorfall in Mehrum ist eine Ausnahmeerscheinung.“

350 Feuerwehr- und Rettungskräfte sind bei dem Stromausfall am Mittwoch im Einsatz gewesen. Mit tragbaren Generatoren wurden Menschen aus Aufzügen gerettet und kleine Kliniken und Pflegeheime betreut.

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Blackout auch in
 Hamburg-Bergedorf

Auch im Hamburger Bezirk Bergedorf ist es am Donnerstagmittag zu einem Stromausfall gekommen. Rund 3000 Haushalte und fast 800 Betriebe waren nach Angaben des Energieversorgers Vattenfall betroffen. Computer blieben ohne Strom, Kühlschränke und Küchengeräte funktionierten nicht mehr. Erst nach zwei Stunden waren alle Betriebe und Haushalte wieder am Netz. Ursache für die Störung war ein Kabelschaden an einer unterirdischen 10.000-Volt-Leitung, wie eine Vattenfall-Sprecherin dem Sender NDR 90,3 sagte. Im Juni hatte es auch Stromausfälle in Lübeck, in Ostholstein sowie in Eckernförde gegeben.

Tobias Morchner,
 Bernd Haase, Jens Heitmann, dpa

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Blackout
Mindestens mit zum Problem beigetragen hat ein Problem im Umspannwerk neben dem Kraftwerk Mehrum.

Wie konnte es zum Blackout kommen? Energieexperten suchen noch immer nach der Ursache für den großflächigen Stromausfall in Hannover am Mittwochabend. Unternehmen in der Stadt verzeichnen stundenlange Produktionsausfälle.

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