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Aus der Stadt Im Römerlager Wilkenburg lebten 20.000 Soldaten
Hannover Aus der Stadt Im Römerlager Wilkenburg lebten 20.000 Soldaten
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00:15 18.10.2015
Die Römische Münzen sind die Teil der Fundstücke aus dem Römerlager in Wilkenburg. Es handelt sich bei dem Fund um ein römisches Marschlager aus der Zeit um Christi Geburt. Nach Angaben der Archäologen, ist es das erste seiner Art, das in Norddeutschland entdeckt wurde.  Quelle: dpa
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Hannover

Experten des Landesamts für Denkmalpflege haben den Fund eines etwa 2000 Jahre alten Römerlagers bei Wilkenburg südlich von Hannover bestätigt. Im vergangenen Jahr wurden dort auf einem Acker unter anderem Gewandschließen und Münzen ausgegraben. Einige von diesen wurden um die Zeit von Christi Geburt im heutigen Südfrankreich geprägt. "Der Fund stellt den ersten sicheren Nachweis eines römischen Marschlagers im Gebiet des heutigen Niedersachsen dar", erklärte Landesarchäologe Henning Haßmann. Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic würdigte die Entdeckung als "herausragenden Erfolg der niedersächsischen Archäologie".

Funde vom Römerlager in Wilkenburg sind erstmals präsentiert worden.

"Es gehört zu den größten rechts des Rheins, mindestens 20 000 Mann hatten dort Platz", sagte Archäologe Salvatore Ortisi von der Universität Osnabrück am Donnerstag.  "Das Lager wurde nur ein bis drei Nächte genutzt und dann wieder aufgegeben, weil das Heer weiterzog", sagte Ortisi. Die Größe lasse auf einen Kampfverband schließen. Aufgrund der kurzen Nutzungszeit sind die Forscher nur auf wenige Fundstücke gestoßen. Das Lager sei in typisch römischer Bauweise angelegt worden, mit Wehrgräben, die unten spitz zulaufen. "Auch eine Toranlage am höchsten Punkt des Platzes können wir nachweisen", sagte Ortisi.

Bereits 1992 war der Luftbildarchäologe Otto Braasch bei Flügen auf Grabenstrukturen in dem Areal aufmerksam geworden. Später erhärteten unter anderem Beobachtungen des Bewuchses auf dem Acker die Vermutung, dass sich dort ein römisches Lager befand. Im April vergangenen Jahres brachten Grabungen dann die Gewissheit. "Nun lässt sich die Geschichte der versuchten römischen Eroberung Norddeutschlands deutlicher lesen als bisher", sagt Stefan Winghart, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege.

be (mit lni)

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