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Experten rätseln weiter über Ursache für Stromausfall in Hannover

Blackout Experten rätseln weiter über Ursache für Stromausfall in Hannover

Eine Woche nach dem Stromausfall in Hannover sind die genaue Ursache und die Schadenshöhe noch unklar. Der Blackout wurde durch eine Doppelpanne in einem Kohlekraftwerk und einem Umspannwerk ausgelöst. Der Ausfall einer Kupplerstation im Umspannwerk bei Mehrum wird zurzeit noch von Technikern untersucht.

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Am vergangenen Mittwoch war ganz Hannover von einem Stromausfall betroffen.

Quelle: Daniel Reinhardt

Hannover. Experten rätseln weiter über die genaue Ursache für den Stromausfall am vergangenen Mittwochabend in Hannover. Klar ist bislang: Der Blackout wurde durch eine Doppelpanne in einem Kohlekraftwerk und einem Umspannwerk ausgelöst. Der Ausfall einer Kupplerstation im Umspannwerk bei Mehrum werde zurzeit noch von Technikern untersucht, sagte ein Sprecher des Energieunternehmens Enercity am Mittwoch. Der Auslöser im Kohlekraftwerk bei Stöcken steht bereits fest. Dort habe sich der Kessel einer Kohlemühle überhitzt, weil ein elektronisches Steuerteil ausgefallen sei. Der Stromausfall betraf rund 600.000 Menschen und führte in einigen Betrieben zu Produktionsausfällen.

Ein kompletter Stromausfall hat am Mittwochabend gegen 22.35 Uhr das gesamte Stadtgebiet Hannovers sowie Teile des Umlands betroffen. Grund war nach ersten Einschätzungen der Stadtwerke ein Defekt bei der Stromversorgung aus dem Kraftwerk Mehrum des Energieversorgers, das im Kreis Peine liegt.

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Dutzende Stromkunden hätten ihre Forderungen schon schriftlich eingereicht, darunter auch Industriekunden, sagte der Sprecher. Zudem hätten sich bis zu 500 Menschen telefonisch über zerstörte Fernseher, Telefone und anderes beschwert. Einen Anspruch auf Schadensersatz prüfe die Rechtsabteilung der Stadtwerke. Ob Ansprüche geltend gemacht werden könnten, hänge aber von der Ursache zum Stromausfall ab.

350 Feuerwehr- und Rettungskräfte sind bei dem Stromausfall am Mittwoch im Einsatz gewesen. Mit tragbaren Generatoren wurden Menschen aus Aufzügen gerettet und kleine Kliniken und Pflegeheime betreut.

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Die Kupplerstation im Umspannwerk arbeitet den Angaben zufolge nach wie vor nur mit reduzierter Kraft. Reservestationen füllten die geforderte Kapazität.„Wir überlegen, eine weitere Absicherung einzubauen, damit das Risiko eines Ausfalls sinkt“, sagte der Sprecher der Stadtwerke. Um den Blackout zu beheben, hatte Enercity am Abend des Stromausfalls rund 50 zusätzliche Techniker eingesetzt. Nach etwa zwei Stunden waren alle Betroffenen wieder mit Strom versorgt. In einigen Gegenden war der Strom allerdings auch nur für wenige Minuten ausgefallen.

tfi/dpa

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Nach Blackout
Foto: Das Gemeinschaftskraftwerk in Hannover-Stöcken.

Nach dem vollständigen Stromausfall vom Mittwoch in Hannover haben sich keine weiteren Auffälligkeiten in der Stromversorgung ergeben. „Das Netz ist stabil, wir haben keine Probleme“, teilten die Stadtwerke am Sonntag mit. Die Ursachenforschung laufe weiterhin, mit schnellen weiteren Ergebnissen sei aber nicht zu rechnen.

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