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Experten wollen mehr Ausbildungslotsen

Übergang von Schule zu Beruf Experten wollen mehr Ausbildungslotsen

Experten - sogenannte Ausbildungslotsen - helfen Schülern beim Übergang von der Schule zum Job. Nun ziehen die Region und Schulen eine positive Bilanz - und fordern eine Ausweitung des Projekts.

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Lotse Jonas Ette im Gespräch mit seinen Schülern Mustafa Sahin (v. l.) und Nima Behzad. Foto: Hagemann

Quelle: Insa Hagemann

Hannover. Was will ich nach der Schule machen? Welche Ausbildung passt zu mir? Wie bewerbe ich mich richtig? „Die Übergangsphase von der Schule zum Beruf ist eine kritische Phase“, sagt Ulf-Birger Franz, Bildungsdezernent der Region. Seit einem Jahr gibt es deshalb an 19 Schulen der Region sogenannte Ausbildungslotsen, die die Schüler in dieser Zeit begleiten.

An der IGS Vahrenheide helfen Ausbildungslotsen Schülern beim Übergang von der Schule in den Beruf. Vor gut einem Jahr wurde das Projekt Ausbildungslotsen von der Region Hannover und der Agentur für Arbeit auf den Weg gebracht.

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„Ich wusste gar nicht, in welche Richtung ich gehen möchte“, sagt Xenia Plotkin, Schülerin der IGS Vahrenheide/Sahlkamp. „Vielleicht Eventmanagement – oder auch Medizin“, sagt die Zehntklässlerin. Bei der Entscheidung unterstützt hat sie der Ausbildungslotse Nico Semeth. Er hat ihr bei Bewerbungen geholfen und sie auf Einstellungstests und Vorstellungsgespräche vorbereitet. „Alleine hätte ich nicht gewusst, wie ich das machen soll“, sagt Xenia. Semeth, der durchschnittlich sechs Sprechstunden am Tag anbietet, sieht die Stärke des Projekts in der persönlichen Beziehung zu den Schülern: „Sie kennen mich und können mit Fragen immer zu mir kommen.“

Lotsen motivieren zu Praktika

Auch Nima Behzad von der Herschelschule ist dankbar für die Unterstützung von Lotse Jonas Ette. Der Elftklässler möchte Flugzeugtechnik studieren. Ein passendes Praktikum konnte er mit Ettes Hilfe in Hamburg machen. „Dafür ist Nima jeden Morgen um 5 Uhr aufgestanden“, erzählt Ette stolz. „Ich sage den Schülern immer, dass es Weg A, B, C und so weiter gibt“, sagt Ette. „Weg A ist das Abitur, aber wenn das nicht klappt, gibt es noch andere Möglichkeiten.“ Daher animiert der Lotse seine Schüler zu freiwilligen Praktika. So lernen sie Berufe und Betriebe kennen.

Ute Kamlah, Leiterin der Herschelschule, findet es besonders wertvoll, dass die Betreuung nicht mit dem Schulabschluss endet, sondern bis in die erste Phase der Ausbildung oder des Studiums hineinreicht. „Die Lotsen arbeiten dabei eng mit unseren Berufsberatern zusammen“, sagt Bärbel Höltzen-Schoh, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.
Auch in Langenhagen kommt das Projekt gut an. Barbara Schikowski, stellvertretende Schulleiterin der IGS Langenhagen, sagt: „Unsere Ausbildungslotsin ist das Beste, was uns passieren konnte.“ Aufgrund der positiven Resonanz sprechen sich sowohl die Schulleiter als auch Ulf-Birger Franz von der Region und Eva Bender von der Landeshauptstadt Hannover für eine Ausweitung des Projekts aus.    

Von Johanna Stein 

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