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Expo-Mosaik in Hannover wird abgerissen

Wahrzeichen Expo-Mosaik in Hannover wird abgerissen

Hannover verabschiedet sich von einem weiteren Stück Expo-Erinnerung auf dem Messegelände: Nachdem die Deutsche Messe AG im Januar die ganz in Rosa gestrichene Halle am Südeingang abreißen ließ, tragen nun die Bagger Stück für Stück das riesige Bodenmosaik nördlich des Convention Centers ab – ebenso wie das rosa Gebäude eines der Wahrzeichen des Expo-Kunstprojektes „In Between“.

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Ein Mosaik in Trümmern: Die Messegesellschaft lässt derzeit das zur Weltausstellung geschaffene Kunstwerk „Römische Pixel“ abtragen.

Quelle: Martin Steiner

Hannover. Das 2500 Quadratmeter messende Oval des Künstlers Albert Oehlen sei bereits seit einigen Jahren an unterschiedlichen Stellen marode und hätte nun einer aufwendigen Sanierung bedurft, die für die Messe AG wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll gewesen sei, sagt deren Sprecher Hartwig von Saß.

Das farbenfrohe Werk „Römische Pixel“, in dem sich auch der Künstler als hüllenloser Mann abgebildet hatte, galt bei der Eröffnung der Weltausstellung im Jahr 2000 als das „größte Mosaik der Welt“. Zusammengesetzt ist es aus fast sechs Millionen bunter Steinchen aus italienischem Glas. Bunt sieht aber nun nichts mehr aus vor dem Kongresszentrum: Brocken grauen Betons, der den kleinen Steinen als Untergrund diente, liegen in Haufen herum. Ende August sollen die Abbrucharbeiten und die Umgestaltung des Areals beendet sein. „Dann gibt es dort eine Grünfläche mit neu gestalteter Wegeführung“, sagt von Saß.

Rund 500.000 Euro hätte die Messe AG nach seiner Auskunft in eine Generalüberholung des Kunstwerks stecken müssen. So hänge etwa die bereits seit Längerem nicht mehr funktionsfähige Fontäne inmitten des Mosaiks an einer komplizierten Wasser- und Pumpentechnik, die nur mit „größerem finanziellen Aufwand“ zu restaurieren gewesen wäre. Zudem seien Teile des Mosaiks beschädigt gewesen, unter anderem weil Fußgänger die durch das Kunstwerk führenden Wege nicht genutzt hätten und statt dessen über die Mosaikflächen gelaufen seien. Zu Jahresanfang habe der Vorstand der Messe AG daher entschieden, die „Römischen Pixel“ abzutragen, sagt von Saß. Rechtlich seien die Arbeiten des „In Between“-Projektes von Anfang als temporäre Kunstwerke definiert gewesen, betont er. „Von den Verträgen her sind wir nicht an ihren Erhalt gebunden.“

Doch von Saß hat auch einen Trost für alle verbliebenen Expo-Fans parat: Das große Holzdach am Messesee bleibe dauerhaft bestehen, das gelte auch für die Rasenkegel auf dem Gelände. „Die müssen für ihren Unterhalt ja auch lediglich in unsere regelmäßige Grünpflege miteinbezogen werden.“

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