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Aus der Stadt FH-Absolventen präsentieren Modekollektionen
Hannover Aus der Stadt FH-Absolventen präsentieren Modekollektionen
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08:09 04.07.2011
Von Bärbel Hilbig
Farbenfroh und oft extravagant: die Modekollektionen der Fh-Absolventen. Quelle: Jana Striewe
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Natürlich gab es viele Variationen, die Beinkleider fielen mal pludrig, mal eng anliegend aus. Doch der tiefe Schritt fehlte in fast keiner der 14 Kollektionen, die Sonnabendabend auf der Expo-Plaza zu sehen waren. Die meisten der Jungdesigner spielten mit den Farben Schwarz, Grau oder Weiß. Das wirkte elegant, wenn dazu entsprechende Schnitte dazukamen, wie bei Margarita Mamsin, die die klassische Blusenform mit Raffungen oder asymmetrischer Gestaltung – etwa mit zwei unterschiedlich weiten Ärmeln – neu belebte.

Oberbürgermeister Stephan Weil (50) als Schirmherr bekannte gleich zu Beginn, dass er mit seinem Erscheinen die Zahl seiner Modenschaubesuche glatt verdoppelt habe. Über mangelnde Abwechslung konnte er sich aber nicht beklagen. Zum ersten Mal verliehen Fachhochschule und Sparkasse Hannover den „Modepreis Hannover“. Anna Bornhold (26) erhielt das Preisgeld über 5000 Euro für ihre Kollektion „Häh? Na gut, o. k.“.

Sie hatte sich ihre Anregungen auf der Straße gesucht. „Ich habe einen Mann gefragt, ob ich seinen Stil quasi klauen darf.“ Bornhold fotografierte ihr Vorbild und verfremdete das Original am Fotokopierer. Der Mann von der Straße hatte gesagt, er liebe Katzen. Die tauchen in der Streetware-Kollektion nun in vielfacher Form auf. Aus einem grauen Sweatshirt-Kleid ragt an der Schulter ein dreidimensionaler Katzenkopf aus dem Stoff. Die männlichen Models trugen zu weiten Jeans Sweatshirts mit eckigen Katzensilhouetten. Auch einen schwarzen übergroßen Norwegerpulli zierte eine Reihe von Katzen. Der Mann auf der Straße, der die Designerin inspirierte, hätte sich wohl kaum wiedererkannt.

An der Fachhochschule Hannover präsentierten Absolventinnen ihre Abschlussarbeiten in einer großen Modenschau.

Stärker auf Farbe und ihre besonderen Effekte setzte Julia Meyer mit schön geschnittenen, eleganten Kleidern, Hosen und Oberteilen, die unter ultraviolettem Licht leuchtend gelbe oder lila Muster zeigten. Selbst die Leggings wechselten wie ein Chamäleon die Farbe.

Futurisch muteten die Kreationen für Damen und Herren von Aleks Kurkowski an. Zur Verfremdung und Irritation trug bei, dass ihre Models die Gesichter hinter Gasmasken versteckten. Die Mannequins trugen meist schmale Hosen mit tiefem Schritt. An unerwarteten Stellen stülpten sich Stoffecken aus den Kleidungsstücken. Aleks Kurkowski setzte Strick nicht nur für einen üppig fallenden, übergroßen Pullover ein, auch eine eng anliegende Hose bestand aus Strickmaschen. Die Farbe Weiß dominierte diese Winterkollektion, die auch durch riesige voluminöse Kragen hervorstach.

Astrid Großer und Gerti Heinrich experimentierten für ihre gemeinsame Arbeit mit bunten Farbklecksen auf Stoffen. Aus den schillernden Stoffen entstanden zart flatternde, kittelartige Kleider, sehr weite, sich am Knöchel wieder verengende Herren- und Damenhosen oder auch kurzbeinige Overalls. Selbst auf den Strickleggings, die manche Models zu langen Pullovern trugen, und auf den Beinen der Mannequins waren Farbkleckse zu sehen. Gelbe Westen, die entfernt an Häkeldeckchen erinnerten, rafften manche der fließenden Gewänder in Form.

Als Einzige der Absolventen hat Sandra Tuffour für ihre Abschlussarbeit eine Abendmodekollektion entworfen. Die glamourösen Roben in Rosé, Gold oder Schwarz bestachen durch raffinierte, sorgfältig gearbeitete Details. Da sind Stoffe zu Fächern gelegt, die sich ans Dekolleté schmiegen oder einen aufwendigen Kragen formen. Pailletten oder kleine Einsätze mit Häkelspitze bilden einen besonderen Blickfang. Sandra Tuffour ließ sich von der Mode der zwanziger Jahre inspirieren, speziell beschäftigte sie sich mit der Tänzerin Josephine Baker und Gemälden von Otto Dix.

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