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Facebook-Fahndung nach brutalem Taxiräuber

Vier Überfälle in einer Woche Facebook-Fahndung nach brutalem Taxiräuber

Innerhalb einer Woche sind in Hannover vier Taxifahrer überfallen worden. Die Polizei fahndet nach einem etwa 30 Jahre alten Mann: Er ist möglicherweise für alle vier Überfälle verantwortlich. Bislang haben die Ermittler nur wenig Hinweise auf den Täter.

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Phantomskizze des Täters

Quelle: Symbolbild

Hannover. Die Polizei fahndet jetzt auch via Facebook nach dem etwa 30 Jahre alten Mann, der anscheinend für vier Überfälle auf Taxifahrer innerhalb von einer Woche verantwortlich ist. Nach der Veröffentlichung einer Phantomskizze des Täters sind bei den Ermittlern lediglich vereinzelte Hinweise auf die Identität des Mannes eingegangen. „Eine heiße Spur ist allerdings noch nicht darunter“, sagt Behördensprecher Thorsten Schiewe.

Kritik an den bisherigen Ermittlungen kommt unterdessen vom Allgemeinen Taxifahrerverband. „Die Behörde muss mehr machen, um den Fall aufzuklären“, sagt Verbandssprecher Peter Größer. Die Taten seien alle zu einem ähnlichen Zeitpunkt und in der gleichen Gegend verübt worden. „In einem Fall hat der Täter dem Kollegen sogar eine konkrete Adresse in der Hanomagstraße genannt – aus meiner Sicht sind das eine ganze Menge Ansatzpunkte“, sagt Größer.

Verband fordert Kameraüberwachung

Gleichzeitig erwartet der Fahrerverband von den Taxiunternehmern, dass sie in Zukunft noch mehr für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter tun. „Die Notrufknöpfe in den Fahrzeugen funktionieren nicht richtig. Es dauert viel zu lange bis eine Reaktion auf das Signal erfolgt“, sagt Größer. Zudem seien die Taxifahrer nicht richtig geschult, um mit extremen Situationen wie einem Raubüberfall umzugehen. „In diesem Punkt müssen die Unternehmer dringend nachbessern“, sagt Größer. Seit Jahren macht sich der Verband für die Installation von Videokameras in den Taxis stark. „In anderen Bundesländern haben wir damit nur positive Erfahrungen gemacht. In Niedersachsen legt uns der Datenschutz Knüppel zwischen die Beine“, sagt der Verbandssprecher.

Der Taxiräuber, der etwa 1,80 Meter groß ist und dunkle Hautfarbe hat, geht bei seinen Taten äußerst brutal vor. Bei dem Überfall auf einen Taxifahrer im Sporlederweg hatte das Opfer dem Täter bereits das Geld ausgehändigt. Trotzdem nahm der Mann den Fahrer noch in den Schwitzkasten und schlug ihm mehrfach mit der Faust ins Gesicht. „Er hat ihm Zähne ausgeschlagen und ihm Verletzungen an der Nase zugefügt“, sagt Größer.

Die Serie von Raubüberfällen begann am Sonntag vor einer Woche in Linden-Süd. Zwei weitere Übergriffe, am Dienstag und am Sonnabendmorgen, trugen sich ebenfalls in diesem Stadtteil zu. Bei dem Überfall am Freitag bestellte der Täter die Taxifahrerin zum Schützenplatz, raubte sie aus und ließ sich anschließend von ihr noch zum Steintor bringen.

Der Unbekannte ist 30 bis 35 Jahre alt, hat kurze, schwarze Haare und war bei den Überfällen ganz in Schwarz gekleidet. Bei der jüngsten Tat soll er einen knielangen schwarzen Mantel mit gelben Streifen getragen haben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 55 55 entgegen.

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Vierte Tat in einer Woche
Foto: Bereits der vierte Überfall in dieser Woche auf ein Taxi beschäftigt die Polizei.

Am Sonnabend um 3.30 Uhr hat ein Fahrgast einen 57 Jahre alten Taxifahrer an der Hanomagstraße (Linden-Süd) geschlagen und versucht auszurauben. Die Täterbeschreibung passt zu dem Mann, der bereits am Dienstag und am Freitag zwei Taxifahrer überfallen hatte.

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