Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Fachhochschule Hannover gewährt Blick hinter die Kulissen

„November der Wissenschaft“ Fachhochschule Hannover gewährt Blick hinter die Kulissen

Ob Design oder Elektrotechnik: Die Fachhochschule Hannover gewährte am Sonntag im Design-Center an der Expo-Plaza einen Blick hinter die Kulissen - zum Ende des „Novembers der Wissenschaft“ mit 45.000 Gästen.

Voriger Artikel
1600 karnevalistische Tänzer messen sich in Hannover
Nächster Artikel
Schwere Panne bei Geldautomaten der Sparkasse

Die Studenten haben eine sogenannte "Lebendinstallation" gestaltet.

Quelle: Christian Burkert

Eigentlich wollte der Mediendesignstudent der Fachhochschule Hannover (FHH) beim Tag der offenen Tür Schülergruppen betreuen. Doch dann findet er sich plötzlich in einer ziemlich ungewohnten Position wieder: Umwickelt mit rosafarbenen Klebebändern, Plastikstrohhalmen auf dem Kopf und einem Cello im Arm wird der 21-Jährige zur lebendigen Kunstinstallation – fast anderthalb Stunden lang. So kann es kommen, wenn die Kommilitonen kreativ werden.

Im Design-Center an der Expo-Plaza waren am Sonntag nicht nur die Studenten der Design- und Medienstudiengänge künstlerisch aktiv. Auch die nächste Studentengeneration durfte ihre Talente testen: Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler aus der Region Hannover und darüber hinaus waren der Einladung der FHH gefolgt. In Workshops konnten sie unter Anleitung der Dozenten ausprobieren, welches Potenzial in ihnen steckt. Manche der jungen Gäste haben einen Kunst-Leistungskurs belegt – wie Sophie Kuczyk und Michelle Voges aus dem elften Jahrgang der St.-Ursula-Schule, die an einer großen Leinwand den Pinsel schwangen und ein abstraktes Werk in Violett, Grün und Weiß kreierten. Auf den Geschmack sind die beiden gekommen. Ob sie nach dem Abi tatsächlich ein künstlerisches Studium beginnen, wollen sie sich aber noch genauer überlegen.

Die Mitmachkurse gehörten zu den Angeboten, die die FHH an ihren verschiedenen Standorten zum Abschluss des „Novembers der Wissenschaft“ für Besucher vorbereitet hatte. Die drei Aktionswochen rund um das Thema Wissenschaft, an denen sich alle sieben hannoverschen Hochschulen sowie gut 70 Forschungsstätten, Bildungs- und Kultureinrichtungen beteiligt hatten, ging am Sonntag mit einer Erfolgsbilanz zu Ende: 45 000 Besucher waren zu den rund 150 Veranstaltungen gekommen – 5000 mehr als bei der Premiere vor zwei Jahren. Für Oberbürgermeister Stephan Weil ist es keine Frage, dass 2012 eine Neuauflage ansteht. „Es ist uns vor allem gelungen, viele junge Menschen zu erreichen und ihnen einen Einblick in das große Ausbildungs- und Forschungspotenzial in Hannover zu geben“, sagte Weil.

Für einen ganz besonders jungen Forschungsfan mögen sich dabei sogar entscheidende Zukunftsperspektiven eröffnet haben: Der fünfjährigen Vincent Kahrmann aus der List, der am Sonntag mit seinen Eltern zu der zentralen Abschlussfeier des Wissenschaftsmonats auf den FHH-Campus am Ricklinger Stadtweg gekommen war, gewann bei der Tombola den Hauptpreis – einen Gutschein für ein Studium an der privaten Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW) im Gegenwert von 20 000 Euro. Bis Vincent diesen einlösen kann, wird es zwar noch einige Jahre dauern. Doch Präsident Prof. Karl Müller-Siebers versicherte, dass es für das Studienticket kein Verfallsdatum gibt. Ob Vincent an der auf Betriebswirtschaftlehre und Wirtschaftsinformatik spezialisierten FHDW das passende Fach findet, muss sich zeigen: Er will einen Gameboy erfinden, für den man keinen Strom braucht.

Nicht nur Nachwuchsingenieur Vincent gefielen die im wahrsten Wortsinn spannenden Experimente, die im Anschluss an die Preisverleihung in der FHH-Aula zu sehen waren. Hochspannung von gut einer Million Volt erzeugte Physiker Sascha Skorupka mithilfe seiner Apparaturen auf der Showbühne, er ließ auch „Feuertornados“ wirbeln und Blitze zucken. Weniger spektakulär, aber umso nahrhafter war das Angebot, das die Bioverfahrenstechniker der FHH am Ricklinger Stadtweg bereithielten: An ihrem Stand konnten Besucher erfahren, wie Käse und Joghurt zubereitet werden – und auch gleich eine Kostprobe nehmen.

Juliane Kaune

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Geschwister der getöteten Frau äußern sich zum Fassmord

Gemeinsam mit Anwalt Matthias Waldraff traten die Geschwister um Hubertus Sander vor die Kamera. Die Familie der vor 24 Jahren getöteten Frau aus Hannover beklagt die jahrzehntelange Untätigkeit der Polizei in dem Vermisstenfall.