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Aus der Stadt Fachhochschule lässt Studenten kreativ werden
Hannover Aus der Stadt Fachhochschule lässt Studenten kreativ werden
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00:34 22.11.2014
An der Hochschule Hannover arbeiten Schüler an ihrer Bewerbungsmappe. Quelle: Wallmüller
Hannover

Im gläsernen Gebäudekomplex des Design Centers herrscht konzentrierte Kreativität. Studenten erklären ihre Skizzen und Modelle, bevor die eingeladenen Schüler sich selbst ausprobieren dürfen. Die Abteilung Design und Medien der Hochschule Hannover hatte gestern Klassen aus dem Umland zur Werkschau eingeladen – mehr als 900 Schüler folgten dem Ruf.

Werkschauen werden an Designhochschulen traditionell veranstaltet, für Professor Dorothee Weinlich ist es vor allem wichtig, die Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule zu intensivieren: „Die Idee muss doch sein, das kreative Potenzial, das lokal beispielsweise in Sehnde oder Wenningsen vorhanden ist, auch hier am Hochschulstandort Hannover zu halten.“ Daher kümmere man sich jetzt vermehrt um potenzielle Bewerber: Lehrer sollen als Vermittler fungieren, die Kreativität und das gestalterische Interesse ihrer Schüler in berufliche Bahnen zu lenken.

Von der KGS Wennigsen etwa kamen fünf Schüler aus dem elften Jahrgang. Die 16-jährige Marie Haller fand besonders die Szenographie-Ausstellung mit den Kostümen zum Thema „Mörderinnen“ spannend. Sie nutzte den Tag, sich ein Bild von den Berufen im Bereich Design zu machen – und möglicherweise schon einmal ihren Leistungskurs danach zu wählen.

Die Schüler konnten gestern nicht nur die Design-Arbeiten von Studenten begutachten, sondern sich auch selbst für den Berufsstart vorbereiten: Neben simulierten Bewerbungsgesprächen und Vorträgen zu verschiedenen Berufsbereichen, die Professoren im gut gefüllten Hörsaal abhielten, konnten Schüler erste Beiträge für ihre Mappen erstellen. „Es ist schön zu sehen, wie viele sich später mit den heute begonnenen Mappen bei uns bewerben“, sagte Hochschulssprecherin Olja Yasenovskaya. Die 17-jährige Lea Degenhardt will ihre Landschaftszeichnung mit Kohle auf jeden Fall ihrer Mappe beilegen, sagt sie. Maximilian Krause von der Fachoberschule Gestaltung probiert sich indes erst einmal aus. Dass er mitwirken und sich nicht nur umschauen darf, freut ihn besonders.

Von Kathrina Derlin

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