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Aus der Stadt Linden feiert beim Fährmannsfest
Hannover Aus der Stadt Linden feiert beim Fährmannsfest
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00:22 04.08.2015
Von Simon Benne
Rockende Knallfrösche auf dem Fährmannsfest. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

"Habt ihr Bock auf Durchdrehen?!", rufen die Musiker in die Masse. Na klar, sie haben. Hunderte feiern vor der Bühne, als "Knallfrosch elektro" das Fährmannsfest rockt: Treibende Bässe, witzige Texte ("So dumm komm' wir nich mehr zusammen") und schräge Outfits, die der Neuen Deutschen Welle alle Ehre gemacht hätten - die ostfriesische Band passt prima zu diesem Festival. Mehr als zwei Dutzend Bands treten hier an diesem Wochenende auf: Viel Gitarre, viel Indie-Folk, viel Punk ist zu hören, wo Ihme sich und Leine küssen.

Im Gras sitzen, Falafel essen und coole Musik zu hören - für viele hier verkörpert dieses Fest ein Lebensgefühl. Eine Mischung aus alternativem Mini-Woodstock und Familienfest ist diese Traditionsparty. Wobei das Familienfest am westlichen Ufer steigt: Dort ist die zweite Herzkammer des Festes, die Kulturbühne. Hunderte gehen mit, als "Die Eisbrecher" hier "Marmor, Stein und Eisen bricht" röhren. Alles ist inklusiv hier, und die Band, in der auch Behinderte spielen, hat eine große Fangemeinde. Vor der Bühne gibt es afrikanischen Schmuck zu kaufen, Kinder dürfen Graffiti sprühen: "Hier zeigt sich, wie bunt und vielfältig Linden ist - und wie lebendig", sagt Kendrick Macasero vom Begegnungszentrum "Normal in Linden", das hier mit einem eigenen Stand Flagge zeigt. Wie eigentlich alles, was im Stadtteil Rang und Namen hat.

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Tag 2 auf dem Fährsmannsfest in Hannover – und die Stimmung könnte nicht ausgelassener sein. Der Tag in Bildern von Katrin Kutter und Frank Wilde.

An einem Tisch wirbt Andreas Kleine für die Sanierung des Kesselhauses auf dem Faust-Gelände: "Wir wollen das letzte Relikt der einstigen Industriekultur hier erhalten", sagt er. Bis September 2016 will seine Initiative das einstige Kesselhaus der Bettfedernfabrik Werner & Ehlers soweit herrichten, dass die ersten Besucher hinein dürfen.

Im Orientalischen Zelt bietet Miriam Lüssenhop unterdessen einen Kinderworkshop für altägyptischen Tanz an. Zum neunten Mal ist sie hier dabei: "Das Fährmannsfest ist wie eine Sucht", sagt sie. Da dürften ihr am Ihmmeufer wenige widersprechen.

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Das Fährmannsfest steht an diesem ersten Augustwochenende ganz im Zeichen der Sonne: Am ersten Tag lockten mild-sommerliche Temperaturen zahlreiche Besucher auf das Festivalgelände am Ihmeufer. 
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