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Fahrgast erhält Schmerzensgeld von Üstra

Nur Teilerfolg vor Gericht Fahrgast erhält Schmerzensgeld von Üstra

Ein Stadtbahnfahrgast, der aufgrund einer fehlerhaft ausgelösten Notbremsung auf den Rücken stürzte und sich schmerzhafte Prellungen zuzog, hat einen juristischen Teilerfolg errungen. Das Amtsgericht sprach ihm ein Schmerzensgeld von 300 Euro zu – die Hälfte von als angemessen erachteten 600 Euro.

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Quelle: Julian Stratenschulte (Symbolbild)

Hannover. Gefordert hatte der Wirtschaftsprüfer allerdings 1000 Euro. Außerdem muss die Üstra ihrem Kunden 135 Euro für Arztkosten und eine bei der Notbremsung beschädigte Notebooktasche erstatten. 200 Euro hatte das Nahverkehrsunternehmen dem Fahrgast bereits freiwillig vorab gezahlt.

Der Richter bescheinigte dem Kläger, dass ihn eine Mitschuld treffe; diese sei mit 50 Prozent der ermittelten Schmerzensgeld- und Schadenersatzansprüche zu bewerten. Es sei unstreitig, dass sich der Mann im Moment der überraschenden Bremsung nicht festgehalten habe – was ein Fahrgast in Bus und Bahn aber immer tun müsse.

Der Wirtschaftsprüfer war im Juni 2015 am Lister Platz in einen Zug der Linie 7 Richtung Innenstadt gestiegen. Es handelte sich um einen modernen TW 3000, der wie andere Fahrzeuge der neuen Baureihe an einer Kinderkrankheit litt: Die Magnetschienenbremse löste gelegentlich ohne Zutun des Fahrers aus und brachte die Bahn Knall auf Fall zum Stehen.

Der Kläger hatte ausgesagt, dass der Zug erst ein bis zwei Meter gerollt und er selbst noch mit dem Entwerten seines Tickets beschäftigt gewesen sei. Insofern habe er gar keine Gelegenheit gehabt, rechtzeitig nach einer Haltestange zu suchen. Die Fahrerin wiederum hatte erklärt, dass die Notbremsung erst rund 100 Meter nach Abfahrt aus der Station erfolgt sei. Doch die abweichenden Meterangaben spielten für das Gericht letztendlich keine Rolle. Es urteilte, dass sich ein Fahrgast sofort nach dem Anfahren einer Stadtbahn festen Halt suchen müsse. Der Kläger hätte seine Notebooktasche abstellen, sich mit einer Hand festhalten und mit der anderen seinen Fahrschein abstempeln können.

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